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Jürgens Weinlese „Jedes Fass ist anders“

Ist französische Eiche für den Weinausbau im Holzfass besser geeignet als die aus der Pfalz? Die Wissenschaft ist dieser Frage nachgegangen. Denn der Verkauf von Fassholz ist ein lukrativer Markt.
06.07.2013 - 11:19 Uhr 1 Kommentar
Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Wenn immer Begriffe wie Vanille, Holz, Rauch, Toast oder Kaffee bei Weinbeschreibungen auftreten, war vermutlich eins im Spiel: Eichenholz - oft in Form eines Barrique-Fasses, oder  zumindest Teile davon in Form von Holzchips. Denn diese Töne kommen ohne Einfluss von Holz bei der Reifung des Weins nicht zustande.

Jahrzehntelang war das 225 Liter fassende Barrique das Maß aller Dinge beim Weinausbau. Zuerst vor allem in Frankreich. Das Wort Barrique leitet sich vom Wort Barrikade ab; die damals mit Erde gefüllten Fässer kamen während der Julirevolution 1830 als Straßensperren zum Einsatz. Mittlerweile benutzen Winzer weltweit derartige Barrique-Fässer. 

Doch offenbar ändern sich die Methoden der Winzer. Der Trend geht hin zu weniger Barrique-Prägung von Rot- und Weißweinen, sagt beispielsweise Professor Ulrich Fischer vom Kompetenzzentrum Weinforschung. Weißwein beispielsweise reift mittlerweile verstärkt in großen Holzfässern mit 300 oder 500 Liter Inhalt.  In diese können bis zu 2400 Liter Rebensaft gefüllt werden.

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    Das alles hat natürlich auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. Neue Barriques kosten bis zu 900 Euro und werden nur wenige Jahre verwendet. Größere Fässer kosten nur unwesentlich mehr und bieten dafür ein deutlich höheres Volumen.

    Zum Einsatz kommt meist Eiche aus Frankreich und den USA. Weine aus Italien reifen in vielen Fällen in Eiche aus Slowenien.  In Südafrika hat mir mal ein Winzer eine interessante Episode erzählt: Dort ließ man aus Kostengründen Barrique-Fässer aus schnellwachsendem heimischen Eichenholz anfertigen und setzte sie ein. Aber nur solange, bis der Rebsaft aus den Fässern floss. Seitdem importiert man wieder das Holz aus Frankreich und den USA. Auch deutsche Eiche wird für Fässer benutzt. Die kommt aus heimischen Wäldern, wie dem Spessart, dem Steigerwald oder dem Pfälzerwald.

    Ist französische Eiche besser?
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    1 Kommentar zu "Jürgens Weinlese: „Jedes Fass ist anders“"

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    • Slawonien (Kroatien), nicht Slowenien.

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