Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Weingut Monteverro Mit preußischer Tugend zum Winzer in Italien

Warum baut ein Unternehmer ein Weingut auf? Georg Weber, Chef einer großen Gartencenter-Kette, produziert in der Toskana großen Wein nach französischem Vorbild. Das stößt nicht bei allen auf Gegenliebe.
30.06.2013 - 10:03 Uhr 5 Kommentare
Georg Weber im Weinkeller von Monteverro: Mehr als 500 Barrique-Fässer sind dort gelagert. Quelle: PR

Georg Weber im Weinkeller von Monteverro: Mehr als 500 Barrique-Fässer sind dort gelagert.

(Foto: PR)

Capalbio/Toskana Georg Weber spaltet die Weinwelt. Der Unternehmer kaufte 2003 eine 50 Hektar große Fläche in der Toskana und holte sich mit Matthieu Tombay einen französischen Önologen auf sein Weingut. Außerdem lässt er sich vom einen berühmten Winemaker  aus Frankreich, Michel Rolland, beraten, und anstatt die traditionelle Sangiovese-Traube anzupflanzen, wachsen und gedeihen am Fuß der Ortschaft Capalbio französische Rebsorten.

Webers Ziel in Italien: einen großen Wein nach der Machart eines französischen Premier Grand Cru zu produzieren. Und das in der Toskana, zu einer Zeit, in der authentische Weine gefragt sind. Weine, die eigentlich das „Terroir“ der Umgebung in der Flasche wiedergeben sollen.    

„Weber, dessen menschliche Qualitäten unbestritten sind, ist in die Toskana gewalzt wie der sprichwörtliche Elefant in den Porzellanladen“, schimpft beispielsweise „Captain Cork“ auf der gleichnamigen Website für Weinliebhaber.

Wer mit dem Unternehmer redet, erlebt ein anderes Bild. Der studierte Betriebswirt, Geschäftsführer der familiengeführten Gartencenter-Gruppe Dehner in der dritten Generation, will gar nicht über Investitionshöhe oder Rendite seines neuen Weinguts Monteverro reden. Er redet stattdessen über seine Liebe zum Wein und seinem neuen Hobby als Winzer. Erst auf Nachfrage lässt er sich entlocken, dass auch die Banken zur Finanzierung beigetragen haben. Und dass man zehn Jahre braucht, um den ersten Umsatz zu erzielen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Generalstabsmäßige Planung
    Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Weingut Monteverro - Mit preußischer Tugend zum Winzer in Italien
    5 Kommentare zu "Weingut Monteverro: Mit preußischer Tugend zum Winzer in Italien"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Captain Cork schreibt sich mit "C" . Die begeisterte Fachpresse wird schon wissen, warum sie begeistert ist. In Italien selbst wird der Weinmacher eher distanziert betrachtet, die alten Familien (Gaja, Antinori und Frescobaldi) haben ihre eigene Meinung. Die hört man, wenn man unten selbst Wein macht. Und mit diesen Leuten essen geht..

    • "...hochelegante Tannine, die säubernd wirken" was soll das heißen? Durchfall?
      "...sehr große Länge, sicheres Entwicklungspotenzial“ Jeder Wein entwickelt sich - irgendwie! Also die Art und Weise, wie die Fachpresse versucht, die Qualität des Produktes herauszustellen, um total überzogene Flaschenpreise zu rechtfertigen, spottet meiner Meinung nach jeder Beschreibung. Seltsam, dass dieser Unternehmer das im Grunde doch gar nicht des Geldes wegen macht, sondern aus Hobby!? Ich habe den Eindruck, dass kaufkräftige Konsumenten, die sich mit solchen Floskeln einlullen lassen, nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Sie sind schlichtweg unfähig, sich selbst ein Urteil über Qualität zu bilden. Die brauchen einfach den Rat von sogenannten Fachleuten, oder Informationen aus solchen Berichten.

    • @Trinker

      ich glaube ihn hat das Oethinger Bier etwas das Hirn zersetzt!

      Italien hat zwar jeden menge Landwein der aber hervoragend zur der jeweiligen gegend (terrior)passt. Dazu kommen spitzenweine die vor Volumen nur so platzen und sich in keinster Weise hinter einem Bordaux verstecken müßen.

      meiner Meinung sollte man das Land, die Gegend , die Menschen achten. Mit den neuen Reben die Weber da anbaut,steigt auch die Gefahr von Parasiten die er mit einschleppen kann oder von bestimmten Schädlingen gern gemocht und so schnell zur Katastrophe führen kann. Es kan aber auch gut gehen und dann entscheidet der Käufer.

    • wer solch einen unqualifizierten Kommentar von sich gibt, hat vor allem eins, absolu keine Ahnung !

    • Ich bin zwar weder Weinkenner noch Weintrinker, aber diese Story gefällt mir. Immer wieder gibt es offensichtliche Idialisten, die mi ihrer Begeisterung für Neuigkeiten dafür sorgen, dass es weiter geht und dass sich ein sehr negatives Image evtl doch noch positiv kippen läßt.

      Besonders gefällt mir, dass hier wieder Wein aus Reben gemacht werden soll. Bisher entstehenden italienische weise ja aus Wasser, künstlichen Aromastoffen und eben aus Chemieprodukten von Bayer.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%