Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kantinenkritik Pirelli Ansturm auf die Pasta-Klassiker für 1,50 Euro

Die Kantine im Hauptquartier des Reifenherstellers in Mailand bietet nicht nur Essen, sondern auch Kurse für gute Ernährung.
Kommentieren
Freitags essen die Mitarbeiter am liebsten Spaghetti aglio, olio e peperoncino. Quelle: Roberto Caccuri/Contrasto/laif
Pirelli-Kantine in Mailand

Freitags essen die Mitarbeiter am liebsten Spaghetti aglio, olio e peperoncino.

(Foto: Roberto Caccuri/Contrasto/laif)

MailandGleich am Eingang ist auf den Fußboden eine Windrose aufgemalt. Rechts geht’s Richtung „Wellness“, links zum „Wok“ und geradeaus zu „tradizionali“ 1 und 2, das sind zwei identische Theken mit Pasta, Fleisch, Gemüse und Salat. Man kann sich leicht verlaufen in dieser XXL-Kantine von Pirelli, dem Reifenhersteller, der die Formel 1 bestückt und jedes Jahr den begehrten und exklusiven Kalender herausbringt.

Alles hier ist größer als anderswo: Für 1.600 Menschen bereitet ein sechsköpfiges Köche-Team von montags bis freitags das Essen zu. Der Speiseraum ist so gewaltig wie sein Dekor schlicht. „Die Ersten kommen um 10.30 Uhr“, sagt Chefkoch Alessandro Tracanzan.

So früh? „In der Entwicklungsabteilung wird in drei Schichten gearbeitet“, erklärt er, „dann geht es abends bis 19.30 Uhr, und seit Neuestem bieten wir auch noch einen Take-away-Service an.“ Im modernen Hauptquartier im Mailänder Norden, das um einen alten Kühlturm herum gebaut ist, sitzt die gesamte Verwaltung. Und die scheint auf gute regionale Kost großen Wert zu legen.

Schnitzel mit Pommes sucht man hier vergeblich, dafür gibt es jeden Tag Fleisch und Fisch, Pizza, Asiatisches aus dem Wok oder fettarm Gegrilltes. Und natürlich Pasta in allen Varianten. „Freitags ist das Lieblingsessen aller Spaghetti aglio, olio e peperoncino“, sagt der Koch.

Vorspeise: Farfalle mit Ricotta und Tomaten Hauptgang: Scholle mit aromatisierter Brotkruste und Zucchinibeilage Dessert: Wassermelone Essen: ★★★ Ambiente: ★★ Service:  ★★★ Quelle: Roberto Caccuri/Contrasto/laif
Das Menü

Vorspeise: Farfalle mit Ricotta und Tomaten
Hauptgang: Scholle mit aromatisierter Brotkruste und Zucchinibeilage
Dessert: Wassermelone


Essen: ★★★
Ambiente: ★★
Service: ★★★

(Foto: Roberto Caccuri/Contrasto/laif)

Heute gibt es Farfalle mit Ricotta, Tomaten und Zucchini, danach Fisch und zum Nachtisch Wassermelone, ein Sommeressen. Trotz aller exotischen Angebote gehen die meisten gleich zu den „tradizionali“-Theken, nehmen erst Nudeln und dazu einen Secondo – besonders experimentierfreudig waren die Italiener noch nie.

2007 wurde die Kantine eröffnet. Als Pächter hat Pirelli das Unternehmen Pellegrini engagiert. „Wir bieten auch Kurse über richtige Ernährung an“, sagt Pellegrini-Chef Stefano Gardesani, „da kommen immer rund 100 Leute“. Nur in einem ist die Pirelli-Kantine nicht XXL: ein Essen kostet 1,50 Euro, Pizza oder Gegrilltes sogar nur einen Euro.

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°5/2018. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 7. September 2018 am Kiosk erwerben.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Kantinenkritik Pirelli - Ansturm auf die Pasta-Klassiker für 1,50 Euro

0 Kommentare zu "Kantinenkritik Pirelli: Ansturm auf die Pasta-Klassiker für 1,50 Euro"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.