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Karl Lagergeld in Salzburg Alpenfolklore schlägt jedes Abendkleid

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Wenige Käufer können eine derartige Raffinesse bezahlen
„Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen“
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„Ich sage, ich will das so. Und dann geht das so.“

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 34765226 German fashion designer Karl Lagerfeld (R) speaks with French actress Anna Mouglalis prior to the Chanel Haute Couture Spring-S
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„Ich arbeite, weil ich Schwein gehabt habe, dass ich das machen kann, wozu ich Lust habe.“

(Foto: AFP)
Karl Lagerfeld, Cara Delevingne
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„Ich höre nur auf meine inneren Stimmen. Ich bin wie Jeanne d’Arc.“

(Foto: ap)
Karl Lagerfeld entwirft sich selbst als Steiff-Teddy
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„Ich bewundere Leute, die den Mut haben, sich lächerlich zu machen.“

(Foto: dpa)
Karl Lagerfeld
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„Jugend ist ein Mietvertrag, der nicht verlängert wird.“

(Foto: dpa)
Karl Lagerfeld
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„Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Tür wieder reinkommt.“

(Foto: ap)
Karl Lagerfeld
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„Das Sterben stelle ich mir vor wie Schlafen mit Schlaftablette.“

(Foto: dpa)

Ateliers wie Michel oder Lemarié zählen zu den Preziosen der Modewelt. Ihre Handwerker, die „Petites Mains“ – die geschickten „kleinen Hände“ – beherrschen Fertigkeiten, die nur noch wenige erlernen. In einer Welt, geprägt von der sogenannten „Fast Fashion“, den ruckzuck mit modernsten Techniken arbeitenden Modeketten, mag oder kann nur eine kleine Zahl von Käufern eine derartige Raffinesse bezahlen.

Seit den 1980er-Jahren hat Chanel nach und nach elf berühmte Ateliers erworben, sie in einer eigenen Gesellschaft zusammengefasst und einigen von ihnen damit auch das Überleben gesichert. Sie arbeiten weiterhin nicht nur für Chanel, sondern ebenso für die Konkurrenz – andere berühmte Häuser wie Dior, Givenchy, Louis Vuitton oder Jean Paul Gaultier.

Neben dem Modisten Michel und dem Federspezialisten Lemarié gibt es da zum Beispiel den Sticker Lesage. Die Wurzeln dieses Hauses reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Lesage hat neue Arbeitstechniken erfunden und führt im Archiv des Hauses über 60.000 Muster mit tonnenweise glitzerndem Strass und feinem Garn in allen erdenklichen Farbnuancen, irisierenden Kristallen oder Perlen. Für Salzburg scheint er ganze Alpenwiesen über die Gewänder gestreut zu haben. In Kleinstarbeit gestickte Blüten aus Kristallen, Plättchen oder Federn finden sich auf vielen der Kleider.

Jedes Jahr wird für die Schau der „Métiers d'Art“ ein anderer Ort auf der Welt gewählt, der in irgendeiner Weise mit der Geschichte Chanels in Verbindung steht. In einem Salzburger Hotel soll Coco Chanel Anfang der 1950er-Jahre ihre später weltberühmte Chanel-Jacke der Trachten-Uniform eines Liftboys abgeschaut haben. In den einschlägigen Chanel-Biografien taucht diese Episode allerdings nicht auf.

Lagerfeld erzählte am Montag beim Dinner, dass Chanel selbst es so berichtet habe. Lagerfeld selbst hat auf jeden Fall einen eigenen biografischen Bezug zu Salzburg. „Meine Eltern haben schon meine Kindersachen hier gekauft“, sagte er nach der Schau. „Ich wollte ja nicht aussehen wie die anderen Jungen.“

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  • dpa
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