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Kolumne: Zeit ist Geld Uhren-Sammeln – die ersten Schritte

Der Experte Gisbert L. Brunner spricht über die Fragen, wie man sich selbst eine kleine Kollektion aufbauen kann und welche Informationsquellen dabei helfen.
31.07.2020 - 09:17 Uhr Kommentieren
Gisbert L. Brunner ist Experte für kostbare Uhren. Quelle: Privat, Patek Phillippe
Der Autor

Gisbert L. Brunner ist Experte für kostbare Uhren.

(Foto: Privat, Patek Phillippe)

Wer im deutschsprachigen Raum nach einem echten Experten für kostbare Uhren sucht, kommt an Gisbert L. Brunner nicht vorbei. Der mittlerweile pensionierte bayerische Beamte hat Hunderte von kostbaren Zeitmessern gesammelt, aber auch Dutzende von Büchern über die unterschiedlichsten Marken geschrieben.

Sein Fazit zum aktuellen Corona-Chaos in den Schweizer Manufakturen: Wenn die Branche „nur“ mit einem 30-prozentigen Umsatzminus das Jahr beendet, „kann sie sich noch glücklich schätzen“.

Im dritten Teil der Kolumne „Zeit ist Geld“ erklärt er, worauf man beim Sammeln von Uhren achten sollte. Wenn Sie selbst Fragen an ihn haben – schreiben Sie uns: [email protected]

Was sind die wichtigsten Nachrichtenquellen, auf die Uhren-Aficionados nicht verzichten sollten (neben uhrenkosmos.com)?
Das hängt natürlich schon von den sprachlichen Talenten ab. Im englischsprachigen Raum empfehle ich auf jeden Fall die Websites Hodinkee.com und Monochrome-watches.com. Gute Hintergründe gibt es auch bei der englisch wie deutsch erscheinenden Seite WatchPro.

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    Der französischsprachige Bezahlkanal Business Montres liefert viele Branchengerüchte und Insights, der größte im deutschsprachigen Raum ist Watchtime.net. Daneben schaue ich immer auf Portalen wie eBay und Chrono24 vorbei. Das beste Uhren-Wörterbuch als App ist außerdem DictionnaireBerner. Für Fortgeschrittene noch ein Tipp: Ich verwende zusammen mit einem speziellen Clip-„Mikrophon“ die Apps „Timegrapher“ und „Analytics“. Sie zeigen mir, wie genau meine mechanischen Uhren gehen. Die App Lepsi weist auf Magnetfelder und ihre Stärke hin.

    Was sollte man beim Aufbau einer Uhren-Sammlung zuallererst beachten?
    Sammeln Sie Klasse statt Masse. Zu den Kriterien gehört natürlich auch das vorhandene Budget. Patek oder Rolex sammeln ist toll, geht aber mächtig ins Geld. Und bevor man mit der Sammelei überhaupt anfängt, sollte man sich im Klaren darüber sein, welche Art von Armbanduhren man überhaupt mag.

    Vintage oder Youngtimer zum Beispiel. Mag man klassische oder eher runde Uhren? Dann kommt es auf die Epoche an. Sehr frühe Armbanduhren besitzen in der Regel keine Stoßsicherung. Und ihre stählerne Unruhspirale lässt sich leicht magnetisieren. Auch das sollte man mit Blick auf seine Tragegewohnheiten bedenken.

    Lieber eine bestimmte Marke sammeln oder zum Beispiel nur Chronographen?
    Das ist reine Ansichtssache und lässt sich nicht generalisieren. Es gibt Querbeetsammler, die alles kaufen, was ihnen optisch gefällt. Es gibt Sammler, die nur geprüfte Chronometer erwerben, Automatikwerke oder Komplikationen wie Chronographen. Letztgenannte Uhren sind ein spannendes Thema, weil Armband-Chronographen einerseits in größeren Stückzahlen hergestellt wurden, zum anderen gibt es eine beachtliche Vielfalt an unterschiedlichen Kalibern. Es bereitet richtig Spaß, diese zu studieren und Vergleiche anzustellen.

    Traditionsreiche Marken haben ebenfalls ihren Reiz, wenn man die Vielfalt der Modelle über die Jahrzehnte hinweg betrachtet. Manche sammeln dagegen nur limitierte Editionen. Aber auch da ist Vorsicht geboten. Wenn limitiert, dann müssen die Limitierungen auch einen Sinn ergeben.

    Viele Limitierungen sind ,L’art pour l’art‘ und Marketingtools, bringen schlussendlich also keinen wirklichen Nutzen. Relativ große Limitierungsstückzahlen sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Und bei wirklich spannenden Sachen wie der neuen Patek Philippe Calatrava 6007A hat man als Otto Normalverbraucher das Problem, gar nicht an eine Uhr zu kommen.

    Erfolgreiche limitierte Editionen sind zum Beispiel die Panerai Bronzo (PAM 382) oder Heuer Monaco Gulf 50 years of First Victory (Ref. CAW211T.FC6440). Was am Ende aber wirklich wichtig ist: Emotionen und Engagement sollten die Spekulation auf Wertsteigerung überwiegen.

    Apropos: Wo ist mit den größten Wertsteigerungen zu rechnen?
    Wenn man das nur wüsste! Uhren schreien ebenso wenig „Hier! Ich bin die beste Geldanlage, die du finden kannst“ wie Aktien. Einen generellen Rat kann man da nicht geben. Das Bauchgefühl spielt eine wichtige Rolle. Und ganz ehrlich: Wenn ich’s wirklich wüsste, würde ich es für mich behalten, alles selber kaufen und später den Profit einstecken.

    Mehr: Lesen Sie hier Folge zwei der Kolumne: Was beim Kauf gebrauchter Uhren zu beachten ist

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