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Die Welt der Superyachten

Auf der „Boot“ in Düsseldorf sind die großen Yachten wieder Anziehungspunkt.

(Foto: boot)

Messe in Düsseldorf Voluminös und luxuriös – Zehn Superyachten auf der „Boot“

Auf der „Boot“ in Düsseldorf werden mehr als tausend Schiffe ausgestellt. Besonderer Anziehungspunkt sind die großen Luxusyachten. Die schönsten Villen auf dem Meer.
  • Sandra-Valeska Bruhns
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DüsseldorfNoch bis zum 27. Januar 2019 findet auf dem Düsseldorfer Messegelände zum mittlerweile 50. Mal die inzwischen weltgrößte Wassersportausstellung „Boot“ statt. Auf 220.000 Quadratmetern präsentieren sich rund 1.900 Aussteller aus 60 Ländern. Besonderes Highlight für alle „Sehleute“ sind die imposanten, großen Motoryachten in Halle 6 und die eleganten Segelyachten in Halle 16.

Schon die Ankunft der gewaltigen Superyachten Wochen vor dem Messestart auf dem Wasserwege über den Rhein waren ein besonderes Spektakel. Die tonnenschweren Schiffe fuhren auf eigenem Kiel bis nach Düsseldorf vor die Messehallen; dort wurden sie von dem gewaltigen, orangefarbenen Kran „Big Willi“ an Tragegurten sanft aus dem Wasser gehoben und auf einen bereitstehenden Schwerlasttransport gesetzt.

Von dort aus ging es im Schritttempo über die eigens abgesperrte Straße bis in die Messehallen. Jeder Kranvorgang dauerte rund drei Stunden, dieses Jahr musste „Big Willi“ fast 30 Yachten aus dem Wasser hieven. Nach Ende der Messe treten die Yachten dann rheinaufwärts ihre Heimreise an.

Bis dahin stehen sie, zusammen mit zahlreichen Yachten anderer Werften, im Scheinwerferlicht der Messehallen und können – zum Teil nach vorheriger Terminabsprache – besichtigt werden. Was also muss man auf der „Boot“ 2019 gesehen haben? Die zehn größten, teuersten und luxuriösesten Yachten der Messe im Überblick:

1. Teurer geht nicht

Hausboote sind längst ein alter Hut – die in der Halle 6 ausgestellte Yacht „Sunseeker 86“ ist wohl eher die Villa unter den Yachten. (Foto: Sunseeker) Quelle: Sunseeker/ Halle6
Sunseeker 86

Hausboote sind längst ein alter Hut – die in der Halle 6 ausgestellte Yacht „Sunseeker 86“ ist wohl eher die Villa unter den Yachten.

(Foto: Sunseeker)

Die britische Werft Sunseeker, traditionell mit mehreren Booten in der Halle 6 der Superyachten vertreten, hat dieses Jahr ihr wertvollstes Stück mitgebracht: die Sunseeker 86 – luxuriös, komfortabel und mit einem fast verschwenderischen Platzangebot.

Wer sich eine so große Villa fürs Wasser gönnen möchte, braucht vier feste Crewmitglieder an Bord, damit es den bis zu acht Gästen an nichts mangelt und die 26,30 Meter lange Yacht sicher von einem angesagten Hafen zum nächsten gefahren werden kann. Zu haben ist das Prunkstück für rund sieben Millionen Euro.

2. Die Größte

Satte 27  Meter misst die „ SX 88-1“ von „San Lorenzo“ – geräumiger geht es auf dem Wasser wohl kaum. (Foto: San Lorenzo)
San Lorenzo SX 88-1

Satte 27 Meter misst die „ SX 88-1“ von „San Lorenzo“ – geräumiger geht es auf dem Wasser wohl kaum.

(Foto: San Lorenzo)

Nur ein kleines bisschen größer als die exklusive Britin und damit mit 27 Metern Länge das größte Schiff der diesjährigen Messe ist das Flaggschiff SX 88 von San Lorenzo. Die 89-Fuß-Yacht der italienischen Nobelwerft hat alles, was eine echte Superyacht ausmacht. Als moderne, sogenannte Crossover-Yacht gehen die verschiedenen Lebensbereiche an Bord durch einen offenen Grundriss ineinander über.

Durch große Glasfenster- und Türen werden Innen- und Außenbereich geschickt miteinander verbunden. Für Seetüchtigkeit sorgt der hohe Bug, der sich zum Heck hin absenkt.

3. Wahre Prinzessin

Diese Yacht gehört, wie der Name „Princess“ vermuten lässt, zum Adel unter den Yachten: Kaum eine Annehmlichkeit wird hier außer Acht gelassen. (Foto: Princess)
Princess-Y85-1

Diese Yacht gehört, wie der Name „Princess“ vermuten lässt, zum Adel unter den Yachten: Kaum eine Annehmlichkeit wird hier außer Acht gelassen.

(Foto: Princess)

Für das Leben im Freien auf dem Wasser mit Blick auf die schönsten Buchten und Hafenstädtchen ist die Princess Y85 gemacht. Das Design der 26,20 Meter langen Luxusyacht ist vor allem auf einen großzügigen Lebensbereich an Deck mit allen Annehmlichkeiten ausgerichtet. Auf der Flybridge sind neben der obligatorischen Liegewiese zum Sonnenbaden eine Wetbar mit großem Kühlschrank und ein Grill vorhanden.

Achtern im Cockpit ist ein geräumiger Essbereich vorhanden, der vom Dach beschattet wird. Von dort aus gelangt man mit wenigen Schritten zum wichtigsten Detail der meisten Yachten: der Badeplattform.

4. Weltpremiere

Wie sieht es mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Wasser aus? Die „Pershing 8X-7“ würde sicherlich am Tempolimit kratzen: Die Yacht erreicht knapp 90 Stundenkilometer. (Foto: Pershing)
Pershing 8X-7

Wie sieht es mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Wasser aus? Die „Pershing 8X-7“ würde sicherlich am Tempolimit kratzen: Die Yacht erreicht knapp 90 Stundenkilometer.

(Foto: Pershing)

Mit der 25,55 Meter langen neuen Ferretti Pershing 8X hat die italienische Werft eine Weltpremiere nach Düsseldorf geschickt. Das komplett aus Kohlefaser gefertigte Schiff hat einen sportlichen Touch, die große Liegefläche für ungestörtes Sonnenbaden wurde auf dem Vorschiff untergebracht, damit im Heck unter dem großzügigen Cockpit genug Stauraum für viele motorisierte Toys vorhanden ist.

Denn mindestens einen der angesagten, Jet-angetriebenen Williams-Tender und einen Jet-Ski sollte man schon dabei haben, wenn man mit einem solchen Schiff unterwegs ist. Angetrieben wird die Yacht von 2.640 PS starken Motoren und erreicht so in Spitze rund 48 Knoten – das sind fast 90 Stundenkilometer.

5. Fast zarte Anmut

Nach all den großen Yachten auf der boot besticht die „Atlantis 516“ von Azimut mit einem filigranerem Design. (Foto: Azimut)
Azimut Atlantis 516

Nach all den großen Yachten auf der boot besticht die „Atlantis 516“ von Azimut mit einem filigranerem Design.

(Foto: Azimut)

Die Kleine unter den großen Superyachten der „Boot“ Düsseldorf ist die nur 16 Meter lange Atlantis 51 von der italienischen Werft Azimut. Das 51-Fuß-Schiff erreicht in der Spitze 35 Knoten (64 Stundenkilometer. Trotz seines Gewichts von 22 Tonnen lässt sich das Schiff noch gut lenken und manövrieren. Angetrieben wird es von zwei Volvo 800-Motoren mit jeweils 600 PS.

Der Steuerstand ist direkt vor dem Wohnbereich untergebracht, so dass beide Bereiche an Bord – fahren und genießen – nahe beieinander sind. Und wenn sogar dieses Schiff für den Hafen noch zu groß ist, kommt man bequem mit dem in der Tendergarage untergebrachten stilvollen Beiboot vom Ankerplatz an Land.

6. Nur als Showcase

Luxus so weit das Auge reicht: Die 44 Meter lange „Diamond 145“ ist selbst für die „Boot“ zu groß. (Foto: Benetti)
Benetti Diamond 145

Luxus so weit das Auge reicht: Die 44 Meter lange „Diamond 145“ ist selbst für die „Boot“ zu groß.

(Foto: Benetti)

Zum ersten Mal stellt auch die italienische Luxuswerft Benetti wieder auf der „Boot“ Düsseldorf aus – wenn auch nur mit einem aufwändigen Stand für Präsentationen und Beratungsgespräche, nicht mit einem eigenen Boot. Die Superyachten der italienischen Luxuswerft, die in einer Liga mit den deutschen Nobelwerften Lürssen und Abeking & Rasmussen spielt, entwirft und baut Yachten ab 100 Fuß Länge aufwärts. Yachten dieser Größe, die selbstverständlich auf Wunsch des Eigners mit Hubschrauberlandeplatz oder Pool an Deck ausgestattet sind, passen nicht einmal in die Düsseldorfer Messehallen. Das aktuelle Flaggschiff der Produktlinie ist die 44 Meter lange Diamond 145.

7. Futuristisch

Sind wir noch im Jahr 2019 oder schon ein paar Jahrzehnte weiter? Diese Yacht ist nicht nur optisch ihrer Zeit voraus – sie ist auch noch nachhaltig. (Foto: Solarimpact)
Solarimpact Yacht 78-1

Sind wir noch im Jahr 2019 oder schon ein paar Jahrzehnte weiter? Diese Yacht ist nicht nur optisch ihrer Zeit voraus – sie ist auch noch nachhaltig.

(Foto: Solarimpact)

Da guckt man zweimal hin: Die fast 24 Meter lange und elf Meter breite Solarimpact Yacht 78 zeigt eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit und das glamouröse Leben auf Superyachten kombiniert werden kann. Durch die Kombination von Solartechnik mit hohem Wirkungsgrad mit einer elektrischen Antriebslösung der österreichischen Firma Kreisel Electric ist das fast 24 Meter lange Schiff in seiner Energieversorgung autark und fährt nahezu geräuschlos.

Der Rumpf ist nach dem SWATH-Bauprinzip (Small Waterplane Area Twin Hull) gebaut, so dass das Krängen und Rollen der Yacht um bis zu 90 Prozent reduziert werden kann. Mit fünf Doppelkabinen bietet die Solarimpact bis zu zehn Personen Entspannung in einem mehr als luxuriösen Ambiente.

8. Schönste Auster

Austern sind meist nur etwas für Feinschmecker – doch an der „Oyster 6753“ wird vermutlich auch ein breiteres Publikum Gefallen finden. (Foto: Oyster)
Oyster-6753

Austern sind meist nur etwas für Feinschmecker – doch an der „Oyster 6753“ wird vermutlich auch ein breiteres Publikum Gefallen finden.

(Foto: Oyster)

Mit beachtlichen 21,07 Metern Länge ist die Oyster 675 wie auch in den Vorjahren die größte auf der Messe ausgestellte Segelyacht. Die britische Werft Oyster rühmt sich, seit Jahrzehnten hochwertige, luxuriöse und absolut hochseetaugliche Yachten herzustellen. Yachten, die es ihren Eigner ermöglichen, sehr weite Distanzen auf See mit einer kleinen Crew und einem Maximum an persönlichem Komfort zurückzulegen.

Das Kabinenlayout kann bei Bestellung frei konfiguriert werden, unter Deck finden im großen Salon bequem bis zu zehn Leute an dem großen Esstisch Platz. Die große Yacht, die auf einem Ponton rheinabwärts nach Düsseldorf reiste, steht in Halle 16 zusammen mit den anderen großen Segelyachten.

9. Nautor’s Neue

Der finnische Bootsbauer „Nautor“ verknüpft mit seiner neusten Werft Qualität und Eleganz. (Foto: Swan 65)
Swan 65-2

Der finnische Bootsbauer „Nautor“ verknüpft mit seiner neusten Werft Qualität und Eleganz.

(Foto: Swan 65)

„It’s a Swan“ – kaum eine andere Serienwerft hat in den vergangenen Jahren so einen großen Nimbus erreicht wie die finnische Werft Nautor’s Swan. Ein Inbegriff für höchste Bootsbaukunst, technische Innovation und Eleganz. Die Werft kombiniert geschickt das hohe Qualitätsniveau der finnischen Bootsbauer mit italienischem Design, für das Eignerfamilie Ferragamo verantwortlich ist.

Auf der „Boot“ Düsseldorf wird erstmal die neue, 20 Meter lange Swan 65 vorgestellt. Mit ihrem fast gerade stehenden Bug und dem breiten Achterschiff ist sie vor allem für lange Strecken vor dem Wind optimiert. Der Kiel der Yacht ist beachtliche 4,20 Meter tief, kann aber mit einer Teleskoplösung hochgezogen werden, so dass die Yacht mit dem dann reduzierten Tiefgang von Minimum 2,80 Meter auch in Häfen mit geringer Wassertiefe fahren kann.

10. Rassys neuer Rassker

Die 28 Tonnen schwere „Rassy 57“ lässt sich in Halle 16 der „Boot“ bestaunen. (Foto: Rassy)
Rassy 57

Die 28 Tonnen schwere „Rassy 57“ lässt sich in Halle 16 der „Boot“ bestaunen.

(Foto: Rassy)

Das erste Modell einer neuen Baureihe baut Werftchef Magnus Rassy immer für sich – und nennt es Rassker. Auf der „Boot“ Düsseldorf ist seine neue, 17,44 Meter lange Hallberg-Rassy 57 ausgestellt, ein luxuriöses, großes Fahrtenschiff, das auch einem stürmischen Törn auf der Ostsee trotzen kann. Typisch für die Yachten aus der schwedischen Werft: ein tiefes Mittelcockpit mit einer großen Windschutzscheibe, das vor Spritzwasser schützt und die Crew unter allen Bedingungen warm und trocken hält.

Mit einer elektrisch steuerbaren Vorsegel-Rollanlage und Winschen, die ebenfalls per Knopfdruck reagieren, lässt sich das 28 Tonnen schwere Schiff ohne großen Kraftaufwand bewegen. Bei Anlegemanövern hilft das Bugstrahlruder, die Yacht problemlos in die richtige Position zu bringen. Die große Yacht steht zusammen mit fünf weiteren Yachten der Werft ebenfalls in Halle 16.

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