Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Mode Wie Fußballprofi Neymar einem Modehändler mehr Reichweite verschaffen soll

Neymar launcht in Düsseldorf eine neue Kollektion von Replay. P&C-Chef John Cloppenburg will so auf den Social-Media-Kanälen präsenter werden.
15.02.2020 - 09:18 Uhr Kommentieren
Fußballer Neymar Jr. am Hauptsitz des Modehändlers Peek & Cloppenburg. (Foto: Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf)
Ankunft in Düsseldorf

Fußballer Neymar Jr. am Hauptsitz des Modehändlers Peek & Cloppenburg.

(Foto: Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf)

Düsseldorf In der Welt des Modehandels spielt John Cloppenburg eine gewichtige Rolle. Bei Peek & Cloppenburg leitet der 50-Jährige den Premium-Einkauf und das Onlinegeschäft, er spricht zudem für die Geschäftsführung des Familienunternehmens, das in seinen Filialen 16.000 Mitarbeiter in 142 Häusern und 15 Ländern beschäftigt.

Doch an diesem spektakulären Abend der Peek & Cloppenburg KG im Düsseldorfer Stammhaus weiß der im oft lauten Mode-Business ohnehin eher zurückhaltend agierende John Cloppenburg, dass anderen der ganz große Auftritt gebührt. Brasiliens Fußball-Superstar Neymar Jr. etwa, der nach seinem Walk zwischen den Kleiderständern im Erdgeschoss über den improvisierten Roten Teppich dann eine Etage tiefer sogleich lautstark präsentiert, was er zum globalen Geschäft beizutragen hat.

Seit 2015 ist der Brasilianer mit dem italienischen Denim-Label Replay verbandelt, und ob er nun selbst Hand an Stoffe und Schnitte legt oder nur als Testimonial wirkt, spielt beim Bekanntheitsgrad eines Neymar keine große Rolle. So steht er mit Cloppenburg und Replay-Chef Matteo Sinigaglia auf der Bühne und zeigt, was in den nächsten vier Wochen zunächst exklusiv bei Peek & Cloppenburg als „Neymar Jr. Capsule Collection“ zu kaufen sein wird.

Was das alles für die Düsseldorfer bedeuten könnte, erklärt John Cloppenburg etwas abseits des Rummels in einer kurzum zum Besprechungsraum umfunktionierten Umkleidekabine des Untergeschosses. Sie verspricht bei all dem DJ-Getöse und Gewese rund um den Brasilianer und vielen andere Schauspiel-, Mode- und Social Media-Stars etwas Ruhe und Bedächtigkeit – das, was man mit dem alteingesessenen Modehändler ja viel eher verbindet.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Doch der Firmenlenker hat auch erkannt, dass solche Events die künftige Verkaufsstrategie mitbestimmen sollten. „Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen“, sagt John Cloppenburg also, „dass sehr viele Kunden sich heute auf anderem Wege über Angebote informieren. Die Treiber dieser Entwicklung sind sehr stark die Celebrities.“ 

    Replay-Chef Matteo Sinigaglia (v. l.), Neymar Jr. und John Cloppenburg. (Foto: Peek & Cloppenburg GmbH Düsseldorf)
    Verkaufsgespann

    Replay-Chef Matteo Sinigaglia (v. l.), Neymar Jr. und John Cloppenburg.

    (Foto: Peek & Cloppenburg GmbH Düsseldorf)

    Wie etwa Neymar, der mittlerweile für Paris St. Germain aufläuft. Für den Wechsel in die französische Hauptstadt flossen im August 2017 sagenhafte 222 Millionen Euro aufs Konto des FC Barcelona – es war der bislang teuerste Transfer der Fußballgeschichte. Seinem Bekanntheitsgrad am nächsten kommen dürften Hollywood-Schauspieler und Oscar-Gewinner Adrien Brody („Das Piano“), der ebenfalls mit der Marke Replay eng verbunden ist, und Victoria’s Secret-Supermodel Alessandra Ambrosio, die auch nach Düsseldorf geholt wurden.

    Dass Replay und Lichtgestalt Neymar sich für den Launch der neuen Kollektion nun ausgerechnet mit Peek & Cloppenburg zusammengetan haben, ist für den selbstbewussten P&C-Chef nahezu schon eine logische Folge der Geschäftsmodelle von Deutschen und Italienern. „Es gibt außer Peek & Cloppenburg niemanden in Europa, der einen so großen Fußabdruck hat“, sagt Cloppenburg. „Insofern ist das fast eine natürliche Verbindung für eine Premiummarke wie Replay.“

    Premiummarken müssten mehr Menschen erreichen als Luxusmarken, weiß Cloppenburg, „und dafür sind wir die beste Plattform, die man in Europa finden kann. Es gibt eigentlich niemanden, der von Düsseldorf bis Riga Läden hat, und damit auch niemanden, der einer Marke die Möglichkeit gibt, sie so durchgängig zu präsentieren“.

    Es habe auch andere Händler gegeben, die sich gern mit Replay und Neymar verbunden hätten; aber eigentlich seien die Italiener und das Düsseldorfer Unternehmen aus noch einem anderen Grund wie füreinander geschaffen. „Wir sind schon immer ein Händler für die Mitte der Gesellschaft gewesen, und Replay ist eine Marke, die von der Mitte der Gesellschaft gekauft wird“, sagt Cloppenburg. „Wir passen von der Zielgruppe her perfekt zusammen.“

    Model Joan Smalls und Schauspieler Adrien Brody. (Foto: Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf)
    Fotogene Promis

    Model Joan Smalls und Schauspieler Adrien Brody.

    (Foto: Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf)

    Und während die illustre Gästeschar um Neymar sich langsam aufmacht, um in einer Düsseldorfer In-Location mit 1500 Gästen die obligatorische Aftershow-Party zu feiern, erzählt John Cloppenburg noch, dass er sich weitere Events solcher Güte für sein Unternehmen vorstellen kann. Nun gehe es zunächst darum zu schauen, welche Wirkung das aktuelle erzielen kann.

    An schnöden Verkaufszahlen will er das keineswegs festmachen, „ wir sehen es eher als ein Experiment dafür, wie wir mehr Reichweite kreieren können“. Und dabei denkt er vor allem an die Sozialen Medien. „Wir sind als Peek & Cloppenburg dort erst seit kurzem aktiv“, sagt Cloppenburg, der am Ende von einem absolut gelungenen Abend sprach. „Dort müssen wir aufholen, und solche Events sind perfekt dafür.“

    Reichweite erzielen, das sollte mit Neymar als erstem großen Aufschlag problemlos möglich sein. So sagenhaft wie schon sein Verkaufspreis war, so sagenhaft sind auch seine mittlerweile mehr als 130 Millionen Follower, die er auf der Fotoplattform Instagram versammelt hat.

    Es sind wissbegierige Zeitgenossen, die ein wenig teilhaben wollen am glamourösen Dasein eines Menschen, der sich in Düsseldorf zwar ganz erdverbunden und im ungewohnten Umfeld abseits des Rasenvierecks fast schon etwas scheu gab, aber dennoch irgendwo nahe dem Himmel zu leben scheint. Und sie wollen wissen, wie bekleidet er dieses Leben lebt. Wenn‘s nach Peek & Cloppenburg und den Italienern geht, natürlich möglichst immer im Replay-Outfit.

    Mehr: Lange Zeit waren Männer eher Modemuffel. Doch inzwischen kaufen sie immer mehr ein.

    Startseite
    Mehr zu: Mode - Wie Fußballprofi Neymar einem Modehändler mehr Reichweite verschaffen soll
    0 Kommentare zu "Mode: Wie Fußballprofi Neymar einem Modehändler mehr Reichweite verschaffen soll"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%