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Nach Rekordandrang im Sommer Mallorca wirbt um Winterurlauber

Im Sommer zu voll, im Winter zu leer: Mallorcas neue Regierung sucht nach Wegen, um die Touristenmassen besser über das Jahr zu verteilen. Bisher waren die Versuche jedoch wenig erfolgreich.
02.09.2015 - 08:30 Uhr Kommentieren
Die Regierung der spanischen Inselgruppe der Balearen will im Herbst und Winter mehr Urlauber nach Mallorca locken Quelle: obs
Winterurlauber gesucht

Die Regierung der spanischen Inselgruppe der Balearen will im Herbst und Winter mehr Urlauber nach Mallorca locken

(Foto: obs)

Palma de Mallorca Es wird immer voller - an den Stränden, in den Hotels, in den Jachthäfen und Ankerbuchten. Knapp 1,7 Millionen Touristen wurden im Juli auf Mallorca gezählt, gut 300 000 mehr als noch vor fünf Jahren. Nach dem Spitzenjahr 2014 zeichnet sich gerade ein neuer Rekord ab. Die neue Linksregierung auf der spanischen Inselgruppe der Balearen will gegen den extremen Andrang zur Hauptsaison ankämpfen und die Insel verstärkt als Winterreiseziel bewerben.

So mancher Urlauber, der das Gedränge allmählich satthat, würde es den Politikern danken. Doch die Hoteliers prophezeien schon jetzt: Das wird nicht klappen. Die Leute kämen schließlich nach Mallorca, um im Sommer in der Sonne am Strand zu liegen und im Meer zu baden.

Mallorca-Urlauber Bernd Grundmann aus Hamburg erzählt, er und seine Familie hielten sich im Urlaubsort Cala Ratjada, wo ihr Hotel steht, meist nur abends und zum Schlafen auf. „An den beiden kleinen Stränden ist es uns zu voll“, sagt er.

Seine Frau Sylvia pflichtet ihm bei: Sie habe das kleine Fischerdorf vor über 25 Jahren als verschlafenes Nest mit gerade mal einer Diskothek kennengelernt und sei nun regelrecht schockiert über die Auswüchse des Massentourismus. „Man hätte schon längst etwas tun müssen, um das zu verhindern“, meint sie.

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    Die neue Balearen-Regierung will es nun versuchen. „Die Touristenzahlen in den Sommermonaten sind extrem, inzwischen haben die Urlauber selbst das Gefühl, dass sich zu viele Menschen auf der Insel drängen“, sagte Tourismusminister Biel Barceló von der Linkspartei Més der Deutschen Presse-Agentur.

    Im August 2014 verzeichnete Mallorca über 1,7 Millionen Urlauber, im Dezember kamen dagegen gerade mal 122 000 Besucher. Dieses Ungleichgewicht zwischen Haupt- und Nebensaison gelte es zu entschärfen.

    Fünf Tipps für die perfekte Geschäftsreise
    Fliegen gehört zum Beruf
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    Eine Boeing 737 startet vom Flughafen in Hannover: Vor allem Reisende ab 40 Jahren sitzen unterwegs zu viel. 84 Prozent geben an, Bewegung generell zu vernachlässigen. Dienstreisende Frauen haben dagegen Probleme, abzuschalten oder einzuschlafen, drei Viertel von ihnen kommen unterwegs nicht zur Ruhe. Bei Fernreisen kämpfen Frauen wie Männer außerdem mit der Zeitverschiebung und dem Klimawechsel. Das sind Ergebnisse der Studie "Chefsache Business Travel 2015" von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

    (Foto: dpa)
    Ungesundes Reisen
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    Berufliche Reisen sind häufig mit einer ungesunden Lebensweise verbunden. Jeweils 82 Prozent der Geschäftsreisenden sagen, sie vernachlässigen sportliche Aktivitäten und arbeiten abends, statt zu entspannen. 79 Prozent trinken auf Geschäftsreisen eher Alkohol als sonst. Auch unregelmäßige oder ungesunde Ernährung und schlechter Schlaf sind Begleiter vieler Geschäftsreisender.

    (Foto: picture alliance/dpa)
    Ein Geschäftsreisender
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    Vor allem Reisende ab 40 Jahren sitzen unterwegs zu viel. 84 Prozent geben an, Bewegung generell zu vernachlässigen. Dienstreisende Frauen haben dagegen Probleme, abzuschalten oder einzuschlafen, drei Viertel von ihnen kommen unterwegs nicht zur Ruhe. Bei Fernreisen kämpfen Frauen wie Männer außerdem mit der Zeitverschiebung und dem Klimawechsel.

    (Foto: Reuters)
    Am Schalter
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    „Gegen die Zeitverschiebung kann kein Chef etwas tun. Aber auch der hohe Stresslevel auf Geschäftsreisen hat gesundheitliche Folgen für die Mitarbeiter“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. Das falsche Verkehrsmittel, ungünstige Umsteigezeiten und eine schlechte Internetverbindung gehören zu den großen Stressfaktoren. „Professionelle Reiseplanung kann lange Fahrzeiten und hektisches Umsteigen vermeiden“, meint Vorndran.

    (Foto: AFP)
    Hotel
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    Gegen eine ungesunde Lebensweise auf Dienstreisen kann die umsichtige Auswahl der Partnerhotels helfen. Wenn die Unterkunft einen umfangreichen Sport- und Wellnessbereich hat oder das Hotelrestaurant über eine ausgewogene Küche verfügt, muss das nicht zwingend teurer sein, erhöht aber die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter. Immer mehr Hotels stellen sich auf die Bedürfnisse gestresster Geschäftsreisender ein. Fünf Tipps für den erholten Manager...

    (Foto: AFP)
    1. Tipp: Auf Bewegung achten
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    Warum nicht für kurze Wege in der City einmal das Stadtrad an Stelle des Taxis nutzen? Immerhin 47 Prozent haben zumindest gelegentlich auf Geschäftsreisen schon ein Leihrad genutzt. Auch kurze Wege zu Fuß helfen, den Kopf frei zu bekommen. Am besten wäre natürlich regelmäßiges Joggingtraining.

    (Foto: dpa)
    2. Tipp: Blick auf's Smartphone verbieten
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    Das Smartphone zur Kontrolle der Emaileingänge im Büro sollte auf Geschäftsreisen am Abend lieber aus bleiben. Mitarbeiter sollen Kontakte knüpfen anstatt an zwei Orten gleichzeitig sein zu wollen: Schließlich sind das bessere Kennenlernen der Geschäftspartner und persönliche Kontakte die Top-Gründe für Dienstreisen und für rund 90 Prozent wichtig.

    (Foto: dpa)

    Die Frage ist nur wie. Man müsse die Insel verstärkt als Reiseziel zum Wandern, Radfahren und für andere Sportaktivitäten anpreisen, schlägt Barceló vor - wohlwissend, dass diese Idee nicht ganz neu ist. Auch Mallorcas Gastronomie, die Märkte und Dorffeste lohnten ganzjährig einen Besuch. „Wir müssen den Leuten klarmachen, dass die Insel auch im Winter viel zu bieten hat“, sagte der Minister.

    Doch die Sache hat einen Haken - an dem schon so mancher Tourismusminister gescheitert ist: So lange es im Winter keine besseren Flugverbindungen und billigere Tickets gibt, werden die Besucherzahlen kaum steigen. „Diese Barriere müssen wir als erste überwinden“, betonte Barceló. Man wolle mit den Fluggesellschaften verhandeln. Ein britischer Billigflieger kündigte immerhin an, die Insel künftig schon im Februar statt erst im März anzusteuern.

    Warum die Aussichten auch für 2016 gut sind
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