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Naturkatastrophe Hurrikan vor den USA in gefährlichste Kategorie eingestuft

Auf den Bahamas werden große Schäden aufgrund des Hurrikan befürchtet. An der Südostküste der USA bereiten sich die Bürger bereits auf „Dorian“ vor.
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Hurrikan „Dorian“ fegt mit über 300 km/h über die Bahamas hinweg

Washington, Miami Auf seinem Weg Richtung Bahamas ist der Tropensturm „Dorian“ zu einem Hurrikan der höchsten Kategorie 5 hochgestuft worden. Auf den nördlichen Inseln des Archipels seien Windböen von mehr als 320 Kilometern pro Stunde, sechs Meter hohe Wellen und sintflutartiger Regen zu erwarten, teilte das Hurrikanwarnzentrum in Miami am Sonntag mit.

Bewohner und Touristen flüchteten entweder auf andere Inseln oder verbarrikadierten sich in Schulen, Kirchen und Notunterkünften. Vorsichtige Entwarnung gab es für Florida, das von „Dorian“ vermutlich nur gestreift wird.

Am Sonntag bewegte sich der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde langsam östlich in Richtung der Insel Great Abaco, wie das Hurrikanwarnzentrum in Miami mitteilte. Sein Kurs sollte ihn anschließend auch über die Insel Grand Bahama führen. Hotels wurden geschlossen, Türen und Fenster verrammelt. Viele Bewohner wurden mit Booten auf andere Inseln des Archipels gebracht.

Ministerpräsident Hubert Minnis warnte, „Dorian“ sei ein extrem gefährlicher Sturm. Wer sich nicht in Sicherheit bringe, müsse mit katastrophalen Konsequenzen rechnen.

Jack Pittard, ein Amerikaner, der seit 40 Jahren auf die Bahamas reist, sagte der Nachrichtenagentur AP in einem Telefonat am Sonntag, er bleibe. „Ich mache mir Sorgen über die Verwüstung von Häusern, aber ich glaube nicht, dass es Tote geben wird.“ Er habe sein eigenes Haus sturmsicher gemacht und wolle den Sturm im Haus eines Freundes aussitzen, sagte er. „Ich habe keine Angst, hier zu sterben.“

Der Hurrikan wird sich am Sonntag und Montag nur sehr langsam über die Bahamas-Inseln bewegen und dabei stellenweise sogar bis zu 1000 Liter Regen pro Quadratmeter abladen, wie der Meteorologe Ryan Maue prognostizierte.

Regierungssprecher Kevin Harris sagte, rund 73.000 Bewohner und 21.000 Häuser lägen im Kurs von „Dorian“. Weil die Bahamas oft von Hurrikans heimgesucht werden, müssen die Dächer von neugebauten Häusern mit Metallstreben verstärkt werden, sodass sie Stürmen im oberen Bereich der Hurrikan-Kategorie 4 standhalten. Allerdings gibt es auch ärmere Gemeinden in tief liegenderen Gegenden, in denen diese Auflagen nicht eingehalten werden können und die gewaltigen Schaden davon tragen könnten.

Millionen Menschen in Florida verfolgten den Verlauf des Sturms mit Sorge. Zunächst war befürchtet worden, „Dorian“ könnte auch den US-Staat heimsuchen. Den jüngsten Computermodellen zufolge dürfte er am Montagnachmittag die Bahamas hinter sich lassen und dann scharf Richtung Nordwesten abdrehen und sich entlang der Südostküste der USA bewegen.

Selbst wenn das Zentrums des Sturms dort nicht auf Land trifft, drohen der Region heftige Winde und tödliche Überschwemmungen. Gouverneur Ron DeSantis warnte: „Wir sind noch nicht über den Berg“. Einigen Prognosen zufolge könnte sich „Dorian“ immer noch gefährlich dem Festland nähern.

Mehr: Statt Trump wird nun Vizepräsident Pence an den Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges teilnehmen. Hurrikan „Dorian“ soll am Sonntag in Florida auf Land treffen.

  • ap
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