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Neue CD Amy Winehouse verborgene Schätze

Der unerwartete Tod von Amy Winehouse im Sommer war ein Schock. Nun erscheint posthum eine Sammlung unveröffentlichter Songs von ihr - und beweist, wie große Winehouse' Talent und ihre Stimme waren.
02.12.2011 - 10:11 Uhr Kommentieren
Die britische Sängerin Amy Winehouse beim Glastonbury Festival in Somerset. Quelle: dpa

Die britische Sängerin Amy Winehouse beim Glastonbury Festival in Somerset.

(Foto: dpa)

Berlin Seit einigen Tagen läuft im Radio das Stück „Our Day Will Come“. Es klingt wie die verstorbene Amy Winehouse - und es ist auch tatsächlich Amy Winehouse. Da kommt ein schlimmer Verdacht auf. Wird da etwa mit der Hinterlassenschaft der großen Künstlerin kurz vor Weihnachten Geschäftemacherei betrieben? Werden einfach nur gedankenlos Songs aneinandergereiht? Nein: Mit dem Album „Lioness: Hidden Treasures“ passiert das nicht.

Die zwölf Titel sind respektvoll und angemessen zusammengestellt. Sie umspannen den Zeitraum von ihrer ersten Studiosession zum Album „Frank“ in Miami aus dem Jahre 2002 bis hin zu ihrer letzten Aufnahme in den Londoner Abbey Road Studios, gemeinsam mit Jazzsänger und Entertainer Tony Bennett, im März 2011. Damit erst gar kein Missverständnis aufkommt: „Lioness: Hidden Treasures“, das an diesem Freitag erscheint, ist nicht das heiß ersehnte dritte Album der Künstlerin, aber eine musikalische Landkarte ihres Schaffens.

Nach dem unerwarteten Tod der fünffachen Grammy-Gewinnerin im Juli im Alter von 27 Jahren war es nur eine Frage der Zeit, bis die Produzenten, darunter Mark Ronson und Salaam Remi, ihren Blick über das archivierte Material der Künstlerin schweifen lassen würden. Ein Blick, der große Spannung verspricht - zumal sich alle, die mit Amy Winehouse gearbeitet hatten, darüber einig sind, dass sie nie einen Song zweimal auf die gleiche Weise gesungen oder gespielt hat.

„Lioness: Hidden Treasures“ dokumentiert auf aufregende Weise die Entwicklung der Stimme von Amy Winehouse. Die Interpretation des Bossa-Nova-Songs „The Girl From Ipanema“ zeigt die damals 18-Jährige mit dem ersten Stück, dass sie in Miami mit Salaam Remi aufnahm, der sofort wusste: „Die Art, wie sie diesen Klassiker neu interpretierte, verdeutlichte mir, dass ich es mit einem ganz besonderen Talent zu tun hatte. Ihre Annäherung an das Stück war so jung und frisch.“

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