New York Fashion Week Warum große Namen bei der New York Fashion Week fehlen

Die New Yorker Modewoche kriselt. Große Namen glauben, woanders besser wahrgenommen zu werden. Ein paar Highlights gibt es in Big Apple dennoch.
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New York Fashion Week: Warum einige der großen Namen fehlen Quelle: AP
Ralph Lauren

Die Show des US-Designers zum 50. Jubiläum seines Unternehmens war das Highlight der diesjährigen New York Fashion Week.

(Foto: AP)

Als Ralph Lauren mitten im Central Park in der Bethesda Terrace seine männlichen und weiblichen Models im Kamelhaar-Mantel und im Abendkleid die Treppen hinunter stolzieren lässt, sind sie alle gekommen: der Sänger Bruce Springsteen ebenso wie die Talk-Milliardärin Oprah Winfrey, der Regisseur Steven Spielberg, die Schauspieler Pierce Brosnan und Robert De Niro, der Rapper Kanye West.

Sie alle feierten mit der Modenschau zur nächsten Frühjahrskollektion das 50-jährige Firmenjubiläum des amerikanischen Modeschöpfers. Es war das Highlight der diesjährigen New York Fashion Week.

Die New Yorker Schauen läuten zu jeder Saison den Wanderzirkus ein: Einkäufer, Mode-Journalisten und Influencer hetzen zwischen Manhattan und Brooklyn von einer Show zur nächsten, um dann nach London, Mailand und schließlich Paris weiterzureisen. Es ist ein eingespieltes Spiel, das aber zuletzt an Interesse verloren hat. Die Modezeitschrift Vogue schrieb schon von einem wahren „Exodus“ aus New York.

Denn bereits seit einiger Zeit sind vor allem die Schauen in New York in der Krise. Große Namen wie Victoria Beckham und Alexander Wang fehlen im Kalender ebenso wie Tommy Hilfiger. Angesagte Marken wie Altuzarra, Proenza Schouler, Rodarte und Thom Browne haben sich schon in den vergangenen Jahren für Paris entschieden, um weltweit besser wahrgenommen zu werden.

Tommy Hilfiger zeigt seine Kollektion in Mailand, Victoria Beckham feiert ihr zehnjähriges Firmenjubiläum in London. Mode-Revolutionär Wang bleibt zwar in der Stadt, hat sich aber auf Mini-Fashion-Weeks im Juni und im Dezember konzentriert.

„Jeder versucht herauszufinden, wie man sich am besten bewegt, um vorwärts zu gehen und Dinge anders zu machen“, sagte Lazaro Hernandez von Proenza Schuler über den Schritt, nach Paris zu gehen. „Es war ein Experiment“, stellt er klar. Hernandez ist aber ein Rückkehrer: Dieses Mal hat er mit seinem Partner Jack McCollough erneut in New York die Frühlingskollektion gezeigt, gleich gegenüber der Wall Street. Amerikanischer geht es kaum.

Eine andere New-York-Ikone, die der Stadt treu bleibt, ist Kate Spade. Die US-Marke macht aus ihrer Show eine Hommage an die vor wenigen Monaten verstorbene Namensgeberin des Labels. Spade, die ihr Unternehmen schon vor langer Zeit verkauft hatte, hat sich das Leben genommen. Auch das deutsche Luxus-Label Escada ist zum 40. Unternehmensjubiläum erstmals in New York dabei.

Seine Vision für das Modehaus präsentierte der neue Kreativdirektor Niall Sloan in der beliebten Location Park Avenue Armory. „Die Blütezeit von Escada war in den 80er und 90er Jahren“, schreibt „Vogue“. Das Jahrzehnt also, das die Mode von Heute inspiriere. „Wenn es also jemals eine Zeit gab, in der das Haus seine Relevanz zurückgewinnen könnte, dann jetzt.“

Wenn man die Schauen nach der Promi-Dichte bewertet, konnte New York doch noch punkten – auch jenseits des Grand Seigneurs der US-Mode Ralph Lauren. So saßen auch bei anderen Schauen der Sänger Justin Bieber und der Basketballer LeBron James im Publikum.

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