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Rath checkt ein Diese Hotels atmen einen Hauch von Frivolität

Symbole britischer Exzentrik oder das legendäre Nachtleben der Bohème der 1920er-Jahre: Vier Hotels wie geschaffen für die Zweisamkeit.
14.02.2021 - 09:14 Uhr Kommentieren
Die Räume wirken wie einem opulenten Genrefilm entlehnt. (Foto: Crazybear Group)
Zimmer des Crazy Bear in Beaconsfield

Die Räume wirken wie einem opulenten Genrefilm entlehnt.

(Foto: Crazybear Group)

Reisen öffnet bekanntlich neue Horizonte und schürt Sehnsüchte, gerade in den verrückten Corona-Zeiten. In den folgenden Hotels erlebt der Gast intensive Momente, denn Erotik gehört hier sozusagen zum guten Ton. Ich stelle Ihnen also heute einige Hotels vor, die wie geschaffen für die Zweisamkeit sind.

The Crazy Bear, Beaconsfield/England

Die Hotels dieser Gruppe sind geradezu Symbole britischer Exzentrik: Eine einheimische Journalistin hat das Konzept einmal als eine Mischung aus „Moulin Rouge, Las Vegas, einem Sechzigerjahre-Bordell in Soho und dem Mars“ beschrieben. Auf mich wirkt es wie eine opiumgeschwängerte, neobarocke Fantasie, wie sie Oscar Wilde gefallen hätte.

Schon das Treppenhaus des Outlets in Beaconsfield sieht aus wie ein auf edel getrimmter Trip; hier und da ragt schon mal ein Giraffenhintern aus der psychedelisch gemusterten Wand. Die Deko bewegt sich an der Grenze zwischen englischem Old-School-Schick und Hardcore-Kitsch. Die Räume wirken wie einem opulenten Genrefilm entlehnt, in dem entrückte Schönheiten in knappen Kostümchen den Champagner direkt aus der goldenen Badewanne trinken und sich lasziv auf plüschigen Möbeln räkeln.

Es ist der perfekte Ort, um das eigene eventuelle Spießer-Ich und den Rest der Welt hinter den mit goldfarbenem Brokat versteppten Wänden einmal hinter sich zu lassen und sich zu fühlen wie ein Unterwelt-Boss jenseits moralischer Grenzen. Auch der Service ist überraschend gut: Hier wurde ich zur Abwechslung einmal mit Namen begrüßt. Das Hotel befindet sich aktuell im Winterschlaf und ist vorübergehend geschlossen.

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    Hotel Pelirocco, Brighton/England

    Mit dem Crazy Bear und dem Pelirocco sind englische Hotels gleich zweimal in dieser Liste vertreten – von einem Sexit scheint auch nach dem Brexit keine Rede zu sein. In diesem trendigen Hotel im Süden Englands sind die Gäste geradezu angehalten, sich ihren erotischen Fantasien über den berühmten Tellerrand hinaus hinzugeben. Der neueste Themenraum entführt den Gast in ein wahrlich tropisches Paradies mitten in England. Von der eingebauten Hängematte aus beobachtet der Gast das Meer oder wahlweise seinen Partner unter der Regenwalddusche.

    Englische Häuser sind gleich zweimal in der Liste vertreten. (Foto: Hotel Pelirocco)
    Trendiges Hotel im Süden Englands

    Englische Häuser sind gleich zweimal in der Liste vertreten.

    (Foto: Hotel Pelirocco)

    Der Themenraum „koibito love“ entführt den Gast nach Japan: Ein erhöhtes Bambus-Plattformbett, eine quadratische, großzügige Badewanne und die japanische Geisha-Graffiti-Wand versprühen fernöstlich-sinnlichen Charme. Im „nookii room“ sorgen ein Peep-Show-Vorhang und Plüschverkleidung an den Wänden auch bei einem längeren Aufenthalt für erwachsene Abwechslung. Aktuell ist dieses Hotel buchbar.

    Desire Riviera Maya, Mexiko

    Das wohl frivolste Hotel in dieser Aufzählung ist ein ausgedehntes, hochwertiges Vier-Sterne-Resort nahe Cancun in Mexiko, das sich ganz den Freuden der körperlichen Zweisamkeit verschrieben hat. Die auf der Homepage verwendeten Worte „lose yourself“ sind hier zu jeder Tages- und Nachtzeit Programm. Leben und leben lassen, die aufgeschlossene Haltung zeigt sich bis hin zum Dresscode: Kleidung ist – auch in den öffentlichen Hotelbereichen – optional.

    Das Desire Riviera Maya geht dabei weit über die Vorzüge eines normalen Hotels hinaus. In den großzügigen öffentlichen Räumlichkeiten finden regelmäßig Themennächte und provokative Shows mit freizügigen Darstellern statt. Besondere Spa-Treatments stimmen Körper und Geist auf freudvolle Tage und Nächte unter der heißen Sonne Mexikos ein. Sogar Workshops, in denen Paare ihre verborgenen Fantasien ausleben können, werden angeboten.

    Besondere Spa-Treatments stimmen Körper und Geist ein. (Foto: Desire Riviera Maya Resort, Mexico)
    Großzügige öffentliche Räumlichkeiten

    Besondere Spa-Treatments stimmen Körper und Geist ein.

    (Foto: Desire Riviera Maya Resort, Mexico)

    Die gesamte Gasterfahrung ist darauf ausgelegt, dass die Gäste ihren erotischen Sehnsüchten freien Lauf lassen. Das alles findet in gediegener, edel-moderner Atmosphäre statt. Erotik mit Anspruch statt Schmuddelhotel mit Stundenrate – das Desire Riviera Maya Resort ist der perfekte Ort für Paare mit Anspruch und ist aktuell geöffnet.

    Provocateur Hotel, Berlin

    Ein deutsches Hotel darf in dieser Aufzählung keinesfalls fehlen. Berlins raue, Hardcore-lastige Klubszene bei Nacht bietet einen provokanten Gegenpol zum spießbürgerlichen, deutschen Image bei Tag. Gleich welche persönlichen Vorlieben man mitbringt – in Berlin findet garantiert jeder seine Nische.

    Wer beispielsweise in das legendäre Nachtleben der Bohème der 1920er-Jahre eintauchen möchte, der kann seine Sinnlichkeit im verruchten Plüsch-Interieur des Provocateur Hotels ausleben. Das gesamte Design ist eine Hommage an die 20er und lässt die Salonkultur jener kreativen, lebenslustigen Epoche mit all ihrem Glamour, ihrer Sinnlichkeit und ihrer Frivolität wiederaufleben.

    Das Moulin Rouge grüßt bis hinein in die extravagant ausgestatteten Zimmer. (Foto: Provocateur Berlin)
    Im „Provocateur-Mode“

    Das Moulin Rouge grüßt bis hinein in die extravagant ausgestatteten Zimmer.

    (Foto: Provocateur Berlin)

    Per Lichtschalter aktiviert der Gast den „Provocateur-Mode“ im Zimmer mit aufreizendem Licht, sanfter Lounge-Musik und einer sinnlichen Atmosphäre. Das Moulin Rouge grüßt vom Flur bis hinein in die extravagant ausgestatteten Zimmer. Die übergroßen Spiegel über den Betten gewähren tiefe Einblicke auf das Schlafgemach. Ist dieses Konzept Garant für eine schlaflose Nacht? Die überdimensionierten Betten und frechen Videoinstallationen sprechen eine deutliche Einladung aus. Aber ganz am Ende ist es eben doch nur die Kopie des Hôtel Costes in Paris.

    Über den Autor: Als früherer Grandhotelier und Betreiber einer Reiseplattform ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für das Handelsblatt schreibt, bereist er auf eigene Rechnung. Rath ist Ideengeber des neuen Rankings „Die 101 besten Hotels Deutschlands“, zu dessen Partnern auch das Handelsblatt gehört.

    Mehr: Der Robinson Club nutzt die Corona-Zeit, um Homeoffice gepaart mit Urlaubsfeeling anzubieten.

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