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Restauranttipps Wo Festspiel-Besucher in Salzburg kulinarisch auf ihre Kosten kommen

Salzburg lockt Opern- und Musikfans mit vielfältiger Gastronomie. Ein Streifzug zu den besten Adressen in und um die Festspielstadt an der Salzach.
2 Kommentare
Das südlich von Salzburg gelegene Wirtshaus hält Kenner Hans Mahr für das beste in ganz Österreich. Quelle: Cathrine Stukhard
Döllerers Restaurant in Golling bei Salzburg

Das südlich von Salzburg gelegene Wirtshaus hält Kenner Hans Mahr für das beste in ganz Österreich.

(Foto: Cathrine Stukhard)

Salzburg Der Blick über Salzburg und die Berge der Alpen von der Gersberg-Alm ist unbezahlbar. Unter schattigen Linden- und Ahornbäumen genießen die Gäste der Romantikherberge im frühen Abendlicht und in Liegestühlen das malerische Panorama unterhalb des Gaisberges.

Andere schlemmen sich gerade durch die Karte mit österreichischen Klassikern vom Backhendl bis zum Kaiserschmarrn. Und manche machen sich im langen Abendkleid und Smoking eilig auf den Weg zum Festspielhaus mitten in der historischen Altstadt.

Nirgendwo sonst ist der Genuss von Kultur, Kulinarik und Natur so eng verknüpft wie in Salzburg zur Festspielzeit. Die Landeshauptstadt an der Salzach hat sich zu einem kulinarischen Magneten entwickelt – und das nicht nur während der Salzburger Festspiele von Mitte Juli bis Ende August.

„Salzburg ist längst keine kulinarische Provinz mehr, sondern ein feiner kulinarischer Fixpunkt im deutschsprachigen Raum“, schwärmt der Gastronomiekritiker und frühere Herausgeber des deutschen Feinschmeckermagazins „Falstaff“, Hans Mahr. „Nur 154.000 Einwohner, aber bessere Lokale als in Köln oder Düsseldorf.“ Der Medienmanager mit Hauptwohnsitz in Köln ist seit Jahrzehnten Stammgast bei den Salzburger Festspielen. Und, natürlich, an den besten Restauranttischen.

Mahr schwärmt vom exzellenten Preis-Leistungsverhältnis der Mozartstadt. „Man glaubt es kaum: Die Preise in den Lokalen sind das gesamte Jahr über gleich, es gibt also keinen Festspielzuschlag“, sagt Mahr, der beruflich das ganze Jahr über in Salzburg zu tun hat. „Nur bei den Hotels ist das ein bisschen anders. Da kann das Zimmer schon mal doppelt so viel kosten wie im Rest des Jahres. Aber das ist in Bayreuth oder in Avignon in der Festspielzeit auch nicht anders.“

Die besten Restaurants in Salzburg liegen allerdings ein paar oder auch etliche Kilometer außerhalb. Dazu zählt Andres Döllerers zeitgemäß interpretiertes Wirtshaus und Feinschmeckerrestaurant in Golling südlich von Salzburg.

„Ein besseres Wirtshaus findet man in ganz Österreich nicht“, sagt Mahr. „Döllerer hat die Cuisine Alpine erfunden und die alpinen Schmankerl vom Bluntau-Saibling bis zum Rauriser Reh auf der Karte. Gulasch, Blutwurst und Schnitzel im Wirtshaus sind von einer großartigen Qualität.“

Das Romantikhotel bietet österreichische Küchen-Klassiker – und einen malerischen Ausblick auf Salzburg. Quelle: Romantik Hotel Die Gersberg Alm
Im Innern der Gersberg-Alm

Das Romantikhotel bietet österreichische Küchen-Klassiker – und einen malerischen Ausblick auf Salzburg.

(Foto: Romantik Hotel Die Gersberg Alm)

Und natürlich die Obauers in Werfen. Die Brüder Karl und Rudi Obauer halten sich seit rund einem Vierteljahrhundert an der Spitze. Ein legendäres Duo, das zu den Besten der Alpenrepublik gehört. Für weltoffene Küche steht Emmanuel Weyringer in Henndorf am wenig von den Festspielgästen besuchten Wallersee. Da treffen der Flusskrebs auf den Oktopus, die Reinanke auf Muscheln. Auf der Terrasse über dem See zu speisen, ist eine Art kulinarischer Kuraufenthalt.

Salzburg selbst ist eine brave und arbeitsame Stadt. „Außerhalb der Festspiele wird in Salzburg um 9 Uhr abends der Gehsteig hochgezogen“, weiß Mahr. Doch während der Festspiele platzt die Stadt quasi aus allen Nähten. Ohne Reservierung ist kaum ein Platz in einem der angesagten Restaurants oder Bars in und um die Altstadt zu finden.

Wer gut essen und trinken will, muss seinen Aufenthalt daher mit logistischem Talent angehen - oder sich auf sein Glück verlassen. Die Plätze in den besten Restaurants und Wirtshäusern sind so heiß begehrt wie die Eintrittskarten zu Mozarts „Idomeneo“ oder Händels „Alcina“ im Festspielhaus – auch wenn das gastronomische Angebot im qualitativen Segment Jahr und Jahr wächst.

Das unweit von Salzburg gelegene Lokal steht für weltoffene Küche. Quelle: Ian Ehm
Restaurant Weyringer am Wallersee

Das unweit von Salzburg gelegene Lokal steht für weltoffene Küche.

(Foto: Ian Ehm)

An Locations für all die Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Kultur, die sich in Salzburg sehen lassen, mangelt es auch in der Stadt selbst nicht. Ein Beispiel dafür ist das Restaurant Triangel. „Es ist einfach genial gelegen, gegenüber dem Festspielhaus, und genial geführt, von Wirt Franz Gensbichler“, schwärmt Mahr. Hierher kommen sie alle. Donna Anna Netrebko samt Gatten Yussuf, „Jedermann“-Darsteller Tobias Moretti, Dirigent Franz Welser-Möst und natürlich die Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und ihr Intendant Markus Hinterhäuser.

Ebenfalls quasi um die Ecke des Festspielhauses liegt das Carpe Diem am Ende der völlig überlaufenen Getreidegasse. Hierher führt Präsidentin Rabl-Stadler gerne mal Springer-Chef und Opern-Experte Mathias Döpfner. In der gemütlichen Sacher-Bar im gleichnamigen Hotel an der Sache erholen sich Infineon-Aufsichtsratschef und Ex-Voestalpine-CEO Wolfgang Eder nach der Vorstellung.

Ähnlich wie beim Essen zieht es viele Festspielgäste zum Übernachten gerne nach außerhalb. „Ich wohne am liebsten beim Friesacher in Anif. Ruhig gelegen, mit einem wunderbaren Pool in der Mitte, ideal zum Ausruhen vom Festspielstress“, schwärmt Mahr. Andere zieht es in das nahe Salzkammergut mit seinen zauberhaften Seen oder nach Berchtesgaden auf den Obersalzburg. Kultur, Natur und Kulinarik – in Salzburg und Umgebung ist eben alles an einem Platz.

Mehr: „Festspiele erzielen nie einen Gewinn“: Die Präsidentin der Salzburger Festspiele hofft auf Geldgeber.

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2 Kommentare zu "Restauranttipps: Wo Festspiel-Besucher in Salzburg kulinarisch auf ihre Kosten kommen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Salzburg war nie kulinarische Provinz, als Musikstudent ging ich schon zum "Chinesen"!

    Das geht beim Liptauer im BräustübIch los und geht über den Fisch Krieg im Stadtzentrum.
    Ich darf hier auf Witzigmann verweisen, Anfang 1980 in Bad Gastein.
    Krimpelstätter war immer top, schon in den 70gern.
    Hirschenwirt persönlich anfangs 1980.
    Der Untersbergwirt in der Urfassung!

    Grundsätzlich konnte man immer Hausmannskost konsumieren, weil die Omi am Herd stand, die konnte das. Heute fällt es auf, wenn die Suppe nicht aus der Mikrowelle kommt.
    Der Festspielzuschlag gilt über das ganze Jahr.
    Legendär das Salonbeuschl im Bristol in den 80gern!
    Wiener Schnitzl in der Urfassung gab es überall, wo ein Herd stand.

    Köln / Düsseldorf kann aktuell nicht beurteilt werden, aber durch den frischen Wind der Nichtdeutschen, die den Weg nach Deutschland gefunden haben, liegt es auf der Hand, dass sich da einiges zum Positiven entwickelt hat. Leberkäs gibt es auch am Hambuerger Hauptbahnhof.

    Sehr einseitige Berichterstattung, die den "Salzburger" diffamiert.

  • ..Das Restaurant Esszimmer haben Sie vergessen. Es gehört zum Besten was das Land und Stadt Salzburg zu bieten hat,

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