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Frische und Perlage

Beim Champagner gärt ein Weißwein nach seiner Herstellung ein zweites Mal in der Flasche.

(Foto:  Handelsblatt)

Schaumwein Fünf Champagner mit exzellentem Preis-Genuss-Verhältnis für die Feiertage

Zum Jahreswechsel hat das Szenegetränk Champagner Hochkonjunktur. Diese fünf Tropfen bieten sich für Weihnachten, Silvester und Neujahr an.
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Düsseldorf Kaum ein anderes Anbaugebiet der Welt hat so schlechte Voraussetzungen für den Anbau von Wein gehabt wie die Champagne: Noch im 17. Jahrhundert stellten die Winzer dort Weißwein her – ohne Erfolg. Die meisten mussten diese Weine wegkippen, weil die Kunden diese viel zu sauren Tropfen aus dem nassen, kühlen Kalkstein-Gebiet nördlich von Paris nicht trinken wollten.

Bis kurz danach der Champagner erfunden wurde: Ein Weißwein gärt nach seiner Herstellung ein zweites Mal in der Flasche. Seit dieser Zeit fügen sich Frische und Perlage – die Perlenbildung – aufs Feinste und vor allem dauerhaft in einer Flasche zusammen. Der spritzige Champagner wurde bereits im 17. Jahrhundert zum Szenegetränk. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Die Champagne unterscheidet sich von vielen anderen Weinanbau-Regionen der Welt. Während bei Stillweinen jeder Jahrgang unterschiedlich bewertet wird und in Top-Regionen wie Bordeaux das auch Einfluss auf den Verkaufspreis hat, spielt das dort keine Rolle. Auf den meisten Champagner-Flaschen steht ohnehin kein Jahrgang.

Für den Einstiegschampagner des Winzers wird meistens die Ernte aus mehreren Jahren genommen. Mit dem Ziel, die Stilistik des Winzers wiederzugeben; der soll möglichst jedes Jahr gleich schmecken.

Und auch wenn die edlen Tropfen aus der Region bis auf wenige Rosé eine helle Farbe zeigen, wachsen auf 70 Prozent der Anbaufläche rote Trauben: Nämlich Pinot Noir, in Deutschland Spätburgunder genannt, und Pinot Meunier, der Schwarzriesling. Pinot Noir bietet das Aroma von roten Früchten und hat einen ausgeprägten Charakter. Die Traube verleiht einer Cuveé Kraft und Volumen. Meunier-Weine schmecken weich und fruchtig.

Hinzu kommt die weiße Chardonnay-Traube mit ihrer Eleganz, einem Hauch von Zitrusfrüchten und teilweise mineralischen Anklängen. Da sie langsam reifen und Säure liefern, bieten sie ideale Voraussetzungen für die Alterung des Weins.

Wer Champagner trinkt, sollte ihn nicht zu kalt trinken. Und anstelle eines Sektglases lieber ein Weißweinglas nehmen. Die Aromen treten so deutlicher zu Tage, die Kohlensäure tritt in den Hintergrund. Zumindest wenn es ein Sekt oder ein Champagner von sehr guter Qualität ist – so wie unsere fünf Empfehlungen mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Diese Liste ist das Resultat von vielen Reisen in die Champagne und von Verkostungen hierzulande. Sie erhebt angesichts von mehr als 15.000 Winzern natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

1. Coutier, Cuvée Tradition

Auf dem kleinen Gut in Ambonnay werden noch alle Flaschen von Hand gerüttelt, die Etiketten aufgeklebt, die fertigen, degorgierten Schaumweine in buntes Papier eingeschlagen und verschickt. 65 Prozent Pinot Noir, 35 Prozent Chardonnay, frische Zitronenschalen, schöne Hefenote, der Basischampagner ist bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis fast unschlagbar. Kostet in Deutschland: 27,80 Euro.

Für Freunde von Jahrgangschampagner ist der 2008er Cuvée Henri III Grand Cru zu empfehlen. Kräftig und elegant mit einer sehr guten Balance zwischen Säure und Frucht. Der wird ausschließlich aus Pinot-Noir-Trauben hergestellt und kostet knapp 40 Euro. Zu beziehen bei ungerweine.de

2. Laurenti Grand Cuvée Tradition Brut

Reifer, cremiger und eher weiniger Champagner, der aus der südlichen Region der Champagne kommt. Die Cuvée aus Chardonnay und Pinot Noir wurde im Holzfass ausgebaut und hat eine sehr gute Länge. Die Perlage ist ebenfalls sehr gut eingebunden. Eher ein Essensbegleiter als ein Aperitif. Kostet in Deutschland: rund 33 Euro. Zu beziehen über Champagner Weinshop.

3. Pommery Noir

Ein Basischampagner, besteht also jeweils aus einem Drittel Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir. Aufgrund der längeren Reifezeit in der Flasche ein komplexer und sehr cremiger Schaumwein. Kostet regulär 40 Euro, bei zwischenzeitlichen Sonderaktionen aber auch für 25 Euro zu erwerben. www.hawesko.de 

4. Maurice Grummier Blanc de Noirs Brut

Traditionsreiches Familienweingut, das seit 1743 in der Region Weinbau betreibt. Der handwerkliche Winzer-Champagner besteht nur aus roten Trauben (80 Prozent Pinot Meunier und 20 Prozent Pinot Noir), ist würzig mit dunklen Früchten und eher weinig. Kostenpunkt: 29,90 Euro, zu beziehen über Vipino.

5. Agrapart & Fils Les 7 Crus brut

Ein Champagner für Fortgeschrittene, sehr trocken und sehr frisch. Er hat eine niedrige Dosage und wenig Schwefel, besteht aus Chardonnays von sieben verschiedenen Lagen. Die  Rebstöcke haben ein durchschnittliches Alter von 35 Jahren, manche sind sogar über 50 Jahre alt.

Die Bewirtschaftung erfolgt nach biodynamischen Methoden, zu denen auch die Weinbergsbearbeitung mit dem Pferd gehört. Kostet 37,90 und ist zu beziehen über Kierdorfwein.

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