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Serie: Stilikonen Warum James Deans Look noch heute angesagt ist

Er ist jung gestorben, dennoch eine Legende. Aber nicht nur James Deans Filme sind zeitlos gut, auch sein Stil ist es – wie diese fünf Momente beweisen.
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Auch andere Shirts mit kurzen Ärmeln machte der Schauspieler zu einem begehrten Kleidungsstück. Quelle: Archive Photos/Getty Images
Unverwechselbare Coolness

Auch andere Shirts mit kurzen Ärmeln machte der Schauspieler zu einem begehrten Kleidungsstück.

(Foto: Archive Photos/Getty Images)

Düsseldorf Es gibt nur wenige Filmstars, die so berühmt wurden wie James Byron Dean. Vielleicht wegen seiner Filme, vielleicht aber auch, weil sein Leben so jung zu Ende ging – bei einem Autounfall im Alter von 24 Jahren, um genau zu sein. Was aber ebenfalls zur Legende von James Dean beiträgt: Es scheint kein einziges Bild von ihm zu geben, auf dem er keine unverwechselbare Coolness ausstrahlt.

Schaut man sich die Fotos aber genauer an, bemerkt man schnell: Sein unverwechselbarer Stil war, dass er sich eigentlich nicht um Stil scherte. Zumindest nicht um den der Zeit, in der er gelebt hat. Zum Beispiel hat er in seinem Leben nicht einmal eine Krawatte besessen, untypisch für dieses Jahrzehnt. Er war eben kein begeisterter Anhänger der Mode, folgte nicht dem konservativen Trend der Fünfziger Jahre, wollte nichts vom damals angesagten „Manschettenhosenlook“ wissen.

James Dean integrierte graue Wollhosen in Freizeitkleidung, lange bevor sie als modisch galten. Und sogar noch nach seinem Tod machte er einen Trend populär, als er in seiner Rolle des texanischen Öl-Tycoons in dem Film „Giganten“, der nach seinem Unfalltod in die Kinos kam, eine für die damalige Zeit unübliche Weste getragen hat. Kurz gesagt: Das wahrscheinlich einzige legendäre Accessoire seiner Zeit, das heute nicht mehr als salonfähig angesehen wird, ist die obligatorische Zigarette in seinem Mundwinkel.

Viele Looks von James Dean sind also heute noch genau so tragbar. Die Modebranche würdigt es, indem Luxuslabels von Gucci bis Burberry – absichtlich oder unabsichtlich – Versionen seiner Signature-Stücke heute auf den Markt bringen und in ihre Kollektionen integrieren. Es sind diese Designs:

Smoking und Hornbrille
Zeitloses Accessoire
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Zum Smoking trug James Dean auf einem Ball diese Hornbrille.

(Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images)
Champagnerfarben
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In Anlehnung an den Dean-Look bietet Viu Eyewear das Modell The Delight an.

(Foto: Viu)

Obwohl Dean für seinen rebellischen Stil bekannt war, hatte er doch ein paar formale Stücke in seinem Stilrepertoire, wie zum Beispiel diesen Smoking, den er auf einem Ball getragen hat. Auffällig ist aber besonders das Accessoire, das er trägt und das offensichtlich genauso zeitlos ist wie ein Smoking: die runde Hornbrille.

Heutzutage unterliegen Brillen für gewöhnlich, ähnlich wie Schuhe oder andere Accessoires, der kürzesten Halbwertszeit im Trendkosmos und sehen jede Saison anders aus. Nicht so mit der Brille, die Dean schon damals für sich entdeckt hat. Heute feiern Start-up-Brillenlabels wie Viu oder Ace & Tate exakt diese Form als ihre Bestseller.

Das perfekte weiße Shirt
Signature Look
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Kein Mann hat jemals so viel für den Status des weißen T-Shirts getan wie James Dean.

(Foto: Moviepix/Getty Images)
Der richtige Schnitt
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Das weiße Shirt sollte, wie dieses von Fartech, eng anliegen, aber nicht abzeichnen.

(Foto: Fartech)

Der Signature-Look: Dean im weißen T-Shirt, kombiniert mit abgewetzten Jeans, schwarzer Lederjacke und einer Frisur, die stets locker nach hinten gegelt war. Kein Mann, außer vielleicht Marlon Brando, hat jemals so viel für den Status des weißen T-Shirts getan wie James Dean. Ein absolutes Basic-Kleidungsstück, das nie aus der Mode gerät und das mit dem richtigen – eng anliegenden, aber nicht abzeichnenden – Schnitt zu allem getragen werden kann. Dean trug sein Shirt dennoch am liebsten zu derben Lederboots und mit einer bestimmten Jeans, der Levis 501, die heute noch genauso produziert wird.

Klassisches Karo, klassische Autos
Schwarz mit Karos
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James Dean 1955 auf seinem Porsche Speedster.

(Foto: Moviepix/Getty Images)
Burberry-Sweater
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Der Hersteller hält noch heute an seinem karierten Muster fest.

(Foto: Burberry)

Eine Stilregel, die heute noch gilt: Trägt man ein sehr auffällig gemustertes Stück, wie James Dean hier den gemusterten Pullover, wählt man das restliche Outfit in gedeckten Farben. Der Hipster von heute wäre neidisch auf den nahezu komplett schwarzen Look von Dean. Und Burberry hält heute noch an seinem karierten Muster fest, auch wenn in der neuen Männerkollektion etwas Leopardenprint dazu gekommen ist.

Aber zurück zu James Dean von damals. Auf diesem Bild ist noch ein weiteres Stilelement des Schauspielers zu sehen: Er liebte Autos und Motorräder und kaufte sich in seiner kurzen Karriere einen Porsche 356 Speedster. Seine Liebe zu Autos und Motoren prägte ihn. Darum wäre keine Retrospektive des Stils von James Dean komplett, ohne seine motorisierten Accessoires zu nennen. Diesen Porsche 356 Speedster tauschte er übrigens später gegen das 550 Spyder Modell, mit dem er seinen verheerenden Autounfall hatte.

Das Kurzarmhemd
Unverwechselbare Coolness
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Auch andere Shirts mit kurzen Ärmeln machte der Schauspieler zu einem begehrten Kleidungsstück.

(Foto: Archive Photos/Getty Images)
Kein Fauxpas
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Ein aktuelles Kurzarmshirt von Topman.

(Foto: Nordstrom)

Nach wie vor für viele ein Fauxpas der Modegeschichte, beweist James Dean nicht nur auf diesem Foto, wie gut ein Kurzarmshirt aussehen kann. Er trug nicht nur diese Variante zum Knöpfen, sondern machte auch andere Shirts mit kurzen Ärmeln zu einem begehrten Kleidungsstück, wie zum Beispiel das Poloshirt. Wer übrigens bisher dachte, dass zu kurzen Ärmeln unweigerlich übermäßig trainierte Arme gehören, den belehrt Dean auch hier eines besseren.

Die Bomberjacke
Er wusste, was er tat
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Im Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ trug Dean eine rote Harringtonjacke, die zum Verkaufsschlager wurde.

(Foto: imago/Prod.DB)
Wildleder-Bomberjacke
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Gucci verkauft sie in den neuesten Kollektionen.

(Foto: Farfetch/Gucci)

Neben dem weißen T-Shirt war Dean vor allem für seine Jackenwahl bekannt. Er hat eine rote Harringtonjacke in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ getragen, die ab diesem Zeitpunkt zum Verkaufsschlager wurde. Aber es war auch seine „Off-Screen“-Kleidung, die er abseits der Dreharbeiten getragen hat, die beeindruckte. So wurde aus der farbigen Bomberjacke später eine dunkelbraune Wildlederjacke, die so auch heute noch von Marken wie Belstaff oder Gucci in den neuesten Kollektionen verkauft wird.

In der Serie „Stilikonen“ schaut unsere Autorin auf das, was diese Ikonen so unverwechselbar macht – und welche Wirkung ihr Style auch heute noch hat.

Mehr: Recycling von Altkleidung ist das größte ungelöste Problem der Modebranche.

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