„Game of Thrones“-Studentenprojekt Wer stirbt als nächstes?

Schon seit Beginn der US-Kultserie „Game of Thrones“ fragen sich Fans: Wer stirbt als nächstes? Der Gastdozent Guy Yachdav hat mit Studenten aus München jetzt einen Algorithmus entwickelt, der das beantworten will.
Die Software sagt voraus, dass Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) als nächstes sterben soll. Quelle: obs
Todgeweiht?

Die Software sagt voraus, dass Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) als nächstes sterben soll.

(Foto: obs)

GarchingEs war ein verzweifelter Versuch: Weil US-Präsident Barack Obama derzeit der einzige ist, der die neue Staffel der US-Kultserie „Game of Thrones“ schon sehen durfte, versuchte die Journalistin Vanessa Golembewski, ihn dazu zu bewegen, zu verraten, wie es weitergeht, ganz offiziell per Antrag an das Justizministerium. Schließlich hat jeder US-Bürger ein Recht auf Informationen – wenn sie nicht in den Bereich nationaler Sicherheit fallen.

Dabei hätte die junge Frau sich auch einfach an die Informatik-Studenten der Technischen Universität (TU) München wenden können. Die wollen nämlich mit einem eigens entwickelten Algorithmus herausgefunden haben, wer als nächster draufgeht im blutigen „Lied von Eis und Feuer“. Die Ergebnisse haben sie hier ins Netz gestellt.

In einem Programmier-Kurs wurden Anwendungen erstellt, die das Internet nach Daten über „Game of Thrones“ durchsuchen und aufbereiten. Dadurch kann nach Angaben der Universität die Wahrscheinlichkeit abgeleitet werden kann, welcher der Serien-Charaktere voraussichtlich als nächstes sterben wird.

Die Idee zu dem ungewöhnlichen Projekt hatte Guy Yachdav, Hardcore-Fan der Serie und Gastdozent an der TU. „Viele haben uns geschrieben, dass das Projekt endlich mal zeigt, was man noch mit maschinellem Lernen machen kann – endlich mal was anderes“, sagt er.

Rund 40 Bachelor- und Master-Studenten haben 50 Tage lang an dem Projekt mitgearbeitet, das in einem sonst eigentlich etwas trockeneren Programmierungs-Seminar für JavaScript entstanden ist. Fünf von ihnen waren Frauen.

„Wir haben 24 Eigenschaften getestet – zum Beispiel, wie viele Tote ein Charakter schon in seiner Verwandtschaft hat“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Tatyana Goldberg der Deutschen Presse-Agentur auf dem Forschungscampus in Garching bei München. „Dabei stellte sich heraus: Wenn die Mutter schon tot ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Charakter selbst stirbt.“

„Wer es über 40 schafft, ist durch“
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