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Kino-Debakel „Fantastic Four“ Wie man ein Film-Projekt gegen die Wand fährt

Große Fortsetzungen sind das letzte Versprechen auf einen Kassenschlager für die Filmstudios. Unsummen werden in „Avengers“ oder „Jurassic World“ gepumpt. Fatal, wenn so eine Millionen-Investition böse baden geht.
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Die fantastischen Vier: Das Ding, Johnny Storm, Reed Richards und Susan. Der Film ist in den USA zum Start böse gefloppt. Quelle: ap
Kino-Helden ohne Publikum

Die fantastischen Vier: Das Ding, Johnny Storm, Reed Richards und Susan. Der Film ist in den USA zum Start böse gefloppt.

(Foto: ap)

Düsseldorf Franchises gelten im Film-Business heute als der einzig sichere Weg zum Erfolg. Während die großen Studios bis in die 80er-Jahre noch auf neue Ideen setzten, sind die großen Blockbuster im Jahr 2015 fast ausschließlich Fortsetzungen erfolgreicher Marken: „Fast and Furious“, „Avengers“, oder zuletz „Mission: Impossible“. Auf diesen Siegeszug wollte auch das Studio 20th Century Fox mit einem Neustart Superhelden-Reihe „Fantastic Four“ aufspringen – das Vorhaben ist schon vor dem Deutschland-Start schwer gescheitert.

Bis Freitag spielte der Film nach dem US-Start nur 11,3 Millionen Dollar ein, nach dem ersten Wochenende waren es deutlich unter 30 Millionen. Zum Vergleich: Marvels „Die Avengers“ spielten am ersten Wochenende 191 Millionen Dollar ein. Eigentlich wollte Fox mit den „Fantastic Four“ eine neue Reihe starten, eine Fortsetzung für 2017 war eigentlich bereits fest eingeplant. Nun steht das Studio vor einem Scherbenhaufen.

Die großen Filmstudios streuen ihre Investitionen heute nicht mehr, sie setzen häufig alles auf eine Karte. Blockbuster werden mit teuren Stars und noch teureren Spezialeffekten aufgepumpt, kaum ein großer Film kostet noch unter 100 Millionen US-Dollar.

Es muss ordentlich krachen auf der Leinwand, damit auch in Deutschland noch mehrere Millionen Zuschauer in die Kinos strömen. Doch diese Praxis birgt auch ein großes Risiko: Was, wenn solch eine Investition scheitert? „Too big to fail“ könnte man das fast nennen, „zu groß, um zu scheitern“. Geht ein teurer Blockbuster baden, gerät ein Studio zwangsläufig in Geldnot. Selbst die aktuellen Glücksritter des Filmgeschäfts, die Marvel-Studios, wären schnell am Ende, wenn eine Riesenproduktion wie die „Avengers“ an den Kinokassen floppen würde.

Doch genau das könnte nun 20th Century Fox passieren. Bereits in den 90er-Jahren kaufte das amerikanische Studio die Filmrechte für die Superhelden-Reihe vom Comic-Giganten Marvel, der Ende des vergangenen Jahrtausends in argen Geldnöten steckte. Nur durch Verkäufe konnte Stan Lee damals sein Unternehmen retten. So gingen auch die Rechte an „Spiderman“ und den „X-Men“ an 20th Century Fox.

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