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Nach Absetzung von TV-Show WDR soll Millionen-Abfindung für Gottschalk erklären

Nur wenige Monate lang moderierte der Entertainer „Gottschalk Live“. Trotzdem bekam Thomas Gottschalk eine Millionen-Abfindung vom WDR, als die Sendung abgesetzt wurde. Ein Filmverband fordert nun Aufklärung.
24.05.2015 - 10:24 Uhr Kommentieren
„Gottschalk Live“ lief nur wenige Monate, trotzdem kassierte der Moderator eine Abfindung in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Quelle: dpa
Thomas Gottschalk

„Gottschalk Live“ lief nur wenige Monate, trotzdem kassierte der Moderator eine Abfindung in Höhe von 2,7 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Main Der Westdeutsche Rundfunk soll sich wegen der Details eines Millionen-Honorars an TV-Entertainer Thomas Gottschalk erklären. Der Filmverband Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) fordert Aufklärung von WDR-Intendant Tom Buhrow, ob der Sender für die vorzeitig abgesetzte Reihe „Gottschalk live“ mehr als zwei Millionen Euro ohne Gegenleistung gezahlt habe. Der Sender bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens vom Verbandsvorsitzenden Thomas Frickel. „Der WDR ist dabei, die Fakten zu prüfen. Hierbei ist uns Seriosität wichtiger als Schnelligkeit“, sagte eine WDR-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Die „Bild“-Zeitung (Samstag) hatte zuvor darüber berichtet.

Die Anfrage der AG Dok bezieht sich auf die Vorabend-Talkreihe „Gottschalk live“, die Gottschalk von Januar bis Juni 2012 im Ersten moderiert hat. Der WDR hatte die Sendung nach 70 Folgen abgesetzt. Frickel zufolge waren ursprünglich 144 Shows geplant. Er bezieht sich auf interne Papiere, nach denen Gottschalk sich auch bei einem vorzeitigen Aus des Formats vertraglich das vollständige Honorar von rund fünf Millionen Euro habe zusichern lassen.

Laut Frickel sind 2,3 Millionen Euro nach Absetzung der Show erklärungsbedürftig, sowie weitere 400 000 Euro für zwei geplante Abendshows, die ebenfalls nicht zustande gekommen seien. Gottschalk ließ über eine Sprecherin mitteilen: „Ich habe alles geliefert, was die ARD bestellt hat. Dafür hat die ARD bezahlt, was vorher vereinbart war.“

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