Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Verbraucherzentrale warnt Fitness-Apps können Passwörter verraten

Sensoren in Fitness-Apps zeichnen nicht nur den Schlaf und das Laufen auf, sondern auch Tippbewegungen auf dem Display. Das haben Forscher herausgefunden. Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor einer neuen Datenfalle.
04.05.2017 - 15:41 Uhr Kommentieren

So spähen Fitness-Apps ihre Sportler aus

Düsseldorf Fitness-Apps könnten zum Einfalltor für Hacker werden, die sensible Passwörter, wie etwa PIN-Codes, klauen wollen. Davor warnt die Verbraucherzentrale NRW in ihrem jüngsten Rundbrief. Damit erreicht die Gefährlichkeit der bei Sportlern beliebten Messgeräte eine neue Stufe. Bereits vergangene Woche hatten die Verbraucherschützer auf Datenlecks bei Anbietern hingewiesen.

Die neue Datenfalle entsteht durch die Technik, die in Sportuhren und Fitness-Armbändern verwendet wird. In den kleinen Geräten sind Bewegungssensoren enthalten, die Daten von jeder Bewegung des Geräts sammeln – zunächst im Gerät selbst und später nach einer Synchronisation auch im Computer, Handy oder Tablet des Nutzers.

Das Problem: Die Bewegungssensoren zeichnen nicht nur Schlafaktivitäten und die gelaufenen Kilometer auf, sondern registrieren auch Tippbewegungen auf dem Display. Das haben Forscher der Newcastle University herausgefunden und in der Fachzeitung „International Journal of Information Security“ detailliert beschrieben.

Um auf die fatale Sicherheitslücke hinzuweisen, haben die britischen Forscher eine Software programmiert, die in nur drei Versuchen 94 Prozent aller vierstelligen PIN-Nummern knacken könne, erläutern die Verbraucherschützer. In die Falle tappen würden Nutzer, wenn sie etwa eine getarnte Malware auf dem mobilen Gerät installieren oder unbewusst eine bösartige Website besuchen.

Aus Tippbewegungen ließen sich dann „problemlos Passwörter und PIN-Code rekonstruieren“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Wenn also Fremde auf den mobilen Sensor zugreifen würden, hätten sie auch Zugriff auf hochsensible Nutzerdaten. Und Fremde sind nahezu überall mit von der Partie, weil die Daten von Fitness-Apps mehr oder weniger wild durch das Netz schwirren.

Da der Datenschutz bei Anbietern schlecht ist und die Verbraucherzentrale NRW deshalb sogar Abmahnungen an neun Anbieter geschickt hat, sollten sich Nutzer von Fitness-Apps wappnen. Um sich vor kriminellen Angriffen von Hackern zu schützen, helfe am Ende nur, kritischer mit fremden Apps und Webseiten umzugehen.

Brauche ich die Fitness-App wirklich?
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Mehr zu: Verbraucherzentrale warnt - Fitness-Apps können Passwörter verraten
0 Kommentare zu "Verbraucherzentrale warnt: Fitness-Apps können Passwörter verraten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%