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Wassersportmesse Das sind die schönsten Reiseziele für Taucher, Segler und Yachtskipper

Die meisten Wassersportler zieht es aufs Mittelmeer. Doch auch weniger bekannte Reviere liegen im Trend. Ein Streifzug über die Boot 2020.
22.01.2020 - 17:35 Uhr Kommentieren
Die Charteranbieter in Griechenland freuen sich über hohe Buchungszahlen. Quelle: Markos Mant, Unsplash
Segeltour auf der Ägäis

Die Charteranbieter in Griechenland freuen sich über hohe Buchungszahlen.

(Foto: Markos Mant, Unsplash)

Düsseldorf Wer in den warmen Messehallen der Boot 2020 in Düsseldorf Lust auf den nächsten Urlaub hat, kann direkt vor Ort seinen nächsten Törn buchen und seine persönliche Auszeit an Bord planen. Die beliebtesten Reisedestinationen 2020 der Wassersportler liegen nach wie vor im Mittelmeer, es zeichnet sich aber auch ein Trend zu außergewöhnlichen, noch wenig bekannten Revieren ab

Für Segler, die sich für die schönsten Wochen des Jahres einen Törn auf einer gecharterten Yacht gönnen, ist nach wie vor Kroatien mit seinen mehr als 1.200 vorgelagerten Inseln, Inselchen und Riffen das Reiseziel Nummer eins. Das mediterrane Land punktet mit einer großen Kultur und Geschichte, der fabelhaften, italienisch angehauchten Küche, zahlreichen Buchten, Wasserfällen und einem gut ausgebauten, sehr serviceorientiertem Netzwerk an Marinas. Bis Mitte September ist in der Adria Saison, vor allem die Region Mitteldalmatien rund um die prosperierende Metropole Split ist bei Seglern sehr beliebt.

Ebenfalls über sehr gute Buchungszahlen freuen sich die Charteranbieter in Griechenland. Seit Jahrzehnten gehören das in den Sommermonaten recht windarme Ionische Meer und das für den zuweilen recht zornig wehenden Meltemi berühmte Ägäische Meer zu den Topzielen für Segler, die auf eigenem Kiel von Insel zu Insel segeln wollen.

Vor allem der Saronische Golf und das Gebiet rund um die Insel Poros gehören zu den beliebtesten Törnzielen. Neuer Geheimtipp ist das Städtchen Volos mit dem gleichnamigen Golf im Norden des Landes. Die griechischen Charterbasen profitieren nicht nur von der Gastfreundschaft im Land und dem unkomplizierten Umgang mit Seglern, die für eine Nacht ihr Schiff an der Pier festmachen, sondern auch von der nach wie vor anhaltenden Abkehr der Wassersportler vom ehemaligen Toprevier Türkei. Große Charteranbieter wie The Moorings/ Sunsail haben ihre Basen in der Türkei derzeit geschlossen und die Flotten komplett ins westliche Mittelmeer verlegt.

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    Rund um die Malediven finden sich viele beliebte Tauchspots. Quelle: Sebastian Pena Lambarri, Unsplash
    Tauchen im Indischen Ozean

    Rund um die Malediven finden sich viele beliebte Tauchspots.

    (Foto: Sebastian Pena Lambarri, Unsplash)

    Nach wie vor eines der beliebtesten Reiseziele für Segler und Motoryachtskipper sind hier die Balearen. Die gute Erreichbarkeit durch den internationalen Flughafen von Palma, die geringen Distanzen zwischen den drei Inseln Menora, Mallorca und Ibiza und die Schönwettergarantie in den Sommermonaten machen einen Yachtcharter auf den Balearen hochattraktiv.

    Ein echtes Kontrastprogramm zu den quirligen, touristischen Hafenstädtchen auf der Hauptinsel der Balearen ist die Insel Cabrera mit dem gleichnamigen Archipel im Süden der Insel. Rund 30 Seemeilen trennen die beliebte Ferieninsel Mallorca von dem kleinen Eiland, das unter Naturschutz steht und täglich nur von einer streng limitierten Anzahl von Yachten angelaufen werden darf. Wer rechtzeitig gebucht hat, kann inmitten der fast kreisrunden, geschützten Bucht seinen Anker werfen und mit dem Dinghi an Land fahren.

    Neu im Fokus der Yachties, die auf ihren Schiffen fremde Reviere und Häfen erkunden, ist der Süden der italienischen Insel Sardinien. Ist der Norden mit dem türkisfarbenen Wasser der Costa Smeralda, dem Maddalena Archipel und dem Jet-Set Topspot Porto Cervo fest in der Hand der Super- und Megayachten und in den Sommermonaten entsprechend gut besucht, bietet der bisher weniger bekannte Süden der Insel einen reizvollen Kontrast zwischen quirligen Hafenstädten wie Cagliari, romantischen Inseln wie der südwestlich gelegenen San Pietro und die archäologisch interessanten Überreste der ältesten sardischen Stadt Nora in der heutigen Stadt Pula.

    Frühlingshafter Törn durch die Karibik

    Wer früh in die Segelsaison einsteigen möchte, nutzt die ersten Frühlingswochen für einen Törn durch die Karibik. Durch den verheerenden Hurrikan Irma 2017 wurden vor allem die British Virgin Islands schwer getroffen. Inzwischen sind die Charterbasen und die großen Flotten komplett erneuert worden, doch die Buchungszahlen haben noch nicht das Niveau der erfolgreichen Jahre vor 2017 erreicht.

    Die Alltime-Klassiker für Segler sind nach wie vor Antigua und St. Lucia, mehr und mehr mausert sich dazu die Gewürzinsel Grenada als attraktives Törnziel für Segler, die in karibischer Wärme entspannt in einer Woche einen Törn von Bucht zu Bucht durch die karibische Inselwelt unternehmen möchten.

    „Ein echter Geheimtipp für Segler sind aktuell die San Blas Inseln östlich von Panama“, sagt Aysegül Inceören von Argos Yachtcharter. „Die ursprünglichen, sehr schönen Inseln kann man unter Segeln nur erleben, wenn man einen einheimischen Skipper mit an Bord hat. So wird sichergestellt, dass auch die Einwohner an dem langsam beginnenden Chartergeschäft auf ihren Inseln mitverdienen.“

    Maui ist das Sehnsuchtsziel der Trendsportler. Gute Bedingungen finden sich auch in Dänemark. Quelle: gms
    Kiteboarder

    Maui ist das Sehnsuchtsziel der Trendsportler. Gute Bedingungen finden sich auch in Dänemark.

    (Foto: gms)

    Neben Reisen unter Segeln hält ungebrochen der Trend zu Ferien auf dem Hausboot an. In Deutschland gibt es ein großes Angebot auf den Müritz- und Havelgewässern, ebenso sind die Kanäle der Niederlande für diese Art des langsamen, gemächlichen Reisens prädestiniert.

    „Wir beobachten einen deutlichen Trend zu dieser Art des slow travelling, bei der es darum geht, die Hektik des Alltags auszuschalten und den Moment zu genießen“, sagt Katja Meinken-Wiedemann vom Hausboot-Anbieter LeBoat, dessen elektrische Hausboote ohne Führerschein gefahren werden dürfen. „Vor allem die Hausboottouren in Frankreich auf dem Canal du Midi, der Camargue und in Burgund sind seit Jahren sehr beliebt.“

    Die Eigner und Gäste der luxuriösen, großen Superyachten jenseits von 30 Metern Länge zieht es längst nicht mehr nur in die Häfen des internationalen Jet-Sets entlang der Cote d‘Azur und der italienischen Mittelmeerküste. Neben Griechenland und dem klassischen Winterzielen in der Karibik St. Barth und St. Maarten werden immer mehr außergewöhnliche Ziele angesteuert.

    „Andere, extreme Destinationen wie Norwegen, Grönland und die Antarktis faszinieren immer mehr unserer Kunden“, sagt Barbara Müller, Charteragentin von Ocean Independence. „Dazu kommen so exotische Reviere wie Indonesien. Im Americas Cup Jahr 2021 werden viele Eigner ihre Yachten in Auckland stationieren und von dort aus Neuseeland und Australien bereisen.“

    Wer als Surfer oder Kiteboarder zu den Topspots und besten Wellen der Welt reisen möchte, muss zuweilen weite Wege auf sich nehmen. Noch immer ist Maui auf Hawaii das absolute Sehnsuchtsziel der Surfer, gefolgt von Kapstadt und der Insel Mauritius.

    „Wer nicht so weit reisen möchte, findet im ‚cold Hawaii‘, dem dänischen Klitmøller, ideale Bedingungen“, empfiehlt Andrea Höppner, in den 80er Jahren eine der erfolgreichsten deutschen Windsurferinnen, die inzwischen dem Geschwindigkeitsrausch auf einem foilenden Surfboard verfallen ist. „Echte Profis treffen sich in Pozo Izquierdo auf Gran Canaria.“

    Die besten Tauchspots

    Kristallklares Wasser, angenehme Temperaturen und eine große Artenvielfalt unter Wasser sind die Ingredienzien, die Taucher für einen perfekten Urlaub brauchen. Nach wie vor bietet Ägypten für viele die besten Tauchspots, gefolgt von den Philippinen und den Malediven.

    „Wer etwas ganz Besonderes sucht, sollte in Saudi-Arabien tauchen gehen, dort gibt es derzeit nur ein Boot, das Taucher mit hinaus aufs Wasser nimmt“, sagt Julian Becker, Geschäftsführer des Tauchreisenanbieters Beluga Reisen. „Für mich die absolute Topdestination ist aber Raja Ampat in Indonesien.“

    Unter dem Titel „Sail & Dive“ gibt es zudem mehrere Anbieter, die versuchen, das Beste der beiden Welten Segeln und Tauchen zu verbinden: An Bord eines für Taucher und ihr vielfältiges Equipment optimierten Bootes geht es in einer Woche von einem Tauchspot zum nächsten, so dass jeden Tag Abwechslung und neue, faszinierende Eindrücke von der Unterwasserwelt garantiert sind.

    Noch bis zum 26. Januar 2019 findet auf dem Düsseldorfer Messegelände zum 51. Mal die weltgrößte Wassersportausstellung boot auf mehr als 220.000 Quadratmetern statt. In den einzelnen Themenwelten Segeln, Motor- und Superyachten, Tauchen und der großen Beachworld mit den Trendsportarten Kiten, Skim- oder Wakeboarden werden alle Sport- und Freizeitaktivitäten auf, im und am Wasser abgedeckt.

    Mehr: Das sind die zehn größten Yachten auf der Boot 2020

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