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Morgen kommt der Weihnachtsmann...

...aber gerade jetzt gilt: Manchmal ist weniger mehr. Zeit statt Zeug zum Beispiel.

(Foto: Markus Spiske on Unsplash)

Weihnachten Sieben Last-Minute-Geschenke mit Stil

Heiligabend rückt näher, aber keine Zeit zum Geschenkekauf gehabt? Oder keine Idee? Sieben Gaben mit Wow-Effekt für Kurzentschlossene.
20.12.2018 - 08:24 Uhr Kommentieren

Wuppertal Eigentlich war das trotz aller Last-Minute-Shopping-Touren, Haareraufereien und Verzweiflungskäufe (Zitronenpresse für die Schwiegermama?) schon am 25. Dezember 2017 klar: Auch 2018 hat jeder von uns wieder Menschen zu beschenken, die wir nicht enttäuschen, ja, sogar glücklich sehen wollen – für die uns aber das ganze Jahr über partout kein Geschenk vor die Füße gefallen ist.

Und jetzt fällt einem so schnell auch nichts mehr ein, obendrein hat längst der übliche Jahresendstress im Büro eingesetzt, und woher die Zeit nehmen für einen gemütlichen Weihnachtsbummel? Der löst das Grundproblem ja auch nicht: keine Idee und keine Lust auf Gähnen erzeugende Standardgaben.

Nun, ganz egal, ob aus Gründen der Unlust, Verdrängung oder Inspirationslosigkeit, ob aus Zeitmangel oder wegen akut aufgebrochener vorweihnachtlicher Baustellen: Es gibt sie, die guten Dinge, die auch jetzt noch völlig unproblematisch zu besorgen sind und die nicht nur die Rettung sind für Schenkungswillige – sondern die einen obendrein als besonders einfallsreich oder bedacht aussehen lassen. Sieben Ideen mit Esprit und Stil:

1. Liebevoll gestaltetes Achtsamkeitsprogramm

Dieses Buch sollten sich direkt alle, die sich in der Weihnachtszeit auf Grund hoher Erwartungen, beängstigender Familienkonstellationen oder geballter Termindichte gestresst fühlen, selbst mitbestellen. „Ein guter Plan“ ist mehr als ein Jahresplaner – es will „ein ganzheitlicher Terminkalender“ sein, ja, sogar: „das Buch, das dein Leben verändert.“

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    „Ein guter Plan“, der in neun sinnlichen Farbtönen erhältlich ist und der 2017 mit dem Red-Dot-Award für heraussagendes Design ausgezeichnet wurde, ist kein Ratgeber, der einem alles vorgibt. Er ist vielmehr eine Anleitung, sich mit sich selbst zu beschäftigen, grundlegende Bedürfnisse zu ermitteln, herauszufinden, was einem gut tut – was besser wäre und wo die Reise hingehen soll.

    Die Fragen am Anfang des Buchs wie „Was erzeugt Stress bei dir“ gehen ans Eingemachte – ebenso die Reflexionsseiten, wo man aufschreiben soll, was herausfordernd war, oder die Punkte, in denen es darum geht, was man gelernt hat, wofür man dankbar ist.

    Das hört sich lapidar an, aber das aufzuschreiben, macht es relevant. Im Netz finden sich zuhauf Erlebnisberichte von Menschen, die auf diese Weise zu mehr Achtsamkeit und damit Zufriedenheit und Resilienz gefunden haben – und die 2019 nicht ohne es angehen möchten.

    Einziger Wermutstropfen: Die Nachfrage ist so groß, dass das Büchlein, das auch im Buchhandel vertrieben wird, bei Online-Bestellung wohl nicht mehr bis zum 24. eintrifft. Aber wer sich nun stresst, Heiligabend mit leeren Händen, beziehungsweise nur mit einem (persönlich gestaltetem?!) Gutschein dazustehen: Das wäre wohl ein erster guter Plan und Schritt, zu entspannen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Rechtzeitig zu Beginn 2019 wird der Kalender doch eintreffen!

    2. Ein Spiel für die ganze Familie ...

    ... oder die Freunde. Oder die Partnerschaft. Ein Spiel, von dem alle etwas haben, auf jeden Fall der Beschenkte. Dieses Spiel heißt Vertellis, wobei das so viel heißt wie „seine Geschichte zu erzählen“. Mit ihm haben die Erfinder das Ziel, „in einer schnelllebigen Welt zwischenmenschliche Beziehungen durch bedeutende Gespräche und gemeinsame Zeit offline zu fördern“.

    Ähnlich wie bei „Ein guter Plan“ geht es also um Achtsamkeit. Füreinander. Aber auch hier ist nicht einfach ein Buzzword zum Business erkoren worden – es funktioniert! Die Fragen bringen gute, tiefgehende Gespräche in Gang, die zu erhellenden Einsichten führen können. Gerade etwas für die Weihnachtstage, die wir gern mit der Familie verbringen, aber zwischen Bescherung und Dessert erschreckend oft ein belanglosem Geplapper versanden.

    Beispiel gefällig? Es sind Fragen wie „Durch welche Erfahrung konntest du zuletzt viel lernen?“ oder „Wenn du auf niemanden Acht geben müsstest, was würdest du nächsten Monat tun?“ oder „Welche drei Personen haben Dich besonders beeinflusst?“ Smalltalk ausgeschlossen.

    Zum Beispiel die Transfair-Company Gepa vertreibt einen Fußball, der nicht nur Kindern Freude macht, sondern auch ohne Kinderarbeit auskommt. Quelle: gepa
    Fair Play

    Zum Beispiel die Transfair-Company Gepa vertreibt einen Fußball, der nicht nur Kindern Freude macht, sondern auch ohne Kinderarbeit auskommt.

    (Foto: gepa)

    3. Spielzeug, von dem alle etwas haben

    Weihnachten ist das Fest der Spiele, ein Ball ist das Spielzeug der Spielzeuge. Aber wenn wir hier unser Glitzerpapier um den Fußball schlagen und dabei unsere eigene kindliche Vorfreude auf den strahlenden Augen der Beschenkten nachspüren, machen wir uns keine Gedanken, was das für Kinder am anderen Ende der Welt bedeutet.

    Handgefertigte Fußbälle zum Beispiel, darauf weist der Verein Transfair hin, werden überwiegend in Pakistan hergestellt – ungefähr 40 Millionen, zu Weltmeisterschaften bis zu 60 Millionen, in der ärmlichen Region Sialkot im Norden des Landes. 40.000 Menschen sind in Pakistan in der Fußballindustrie tätig, nähen oft zwölf Stunden am Tag, – und oft Seite an Seite mit ihren Kindern.

    Wie schön, dass es nicht nur Fairtrade-Bananen oder -Kaffee gibt, sondern auch Fuß- oder Volleybälle. Zu bestellen zum Beispiel im Online-Shop der „Fair Trade Company“ Gepa, bei El Puente; weitere Kauftipps auch bei Transfair.

    4. Zeit statt Zeug

    Klar, ein tolles Parfum ist ein tolles Parfum. Socken haben in den vergangenen Jahren ein kreativ-farbenfrohes Revival erfahren. Und ein Pyjama geht immer. Aber Sie haben keine Lust mehr auf Standardgeschenke? Beziehungsweise: Sie haben ein Problem damit, dass wir alle immer mehr (schöne) Dinge anhäufen, die im Zweifelsfall dauernd abgestaubt werden müssen– und deren Wert wir gar nicht mehr richtig schätzen können?

    Alte Bilder sortieren, gemeinsam betrachten und in Erinnerungen schwelgen - wunderbar. Quelle: Laura Fuhrmann on Unsplash
    Fotoalbum

    Alte Bilder sortieren, gemeinsam betrachten und in Erinnerungen schwelgen - wunderbar.

    (Foto: Laura Fuhrmann on Unsplash)

    Dann ist diese Seite eine wunderbare Inspirationsquelle: zeit-statt-zeug.de. Die Idee des Projekts ist simpel, nämlich „Zeit miteinander verbringen, statt Zeug zu schenken“. Die Ideen sind toll, reichen von „Waldluft statt Parfum“ (also gemeinsamer Spazierganz oder Wanderung), über „Fußballspielen statt Konsole“ bis hin zu „Kultur erfahren statt Reiseführer“, wobei damit ein Kochabend mit Geflüchteten gemeint ist.

    Die Macher belassen es aber nicht nur bei Idee und schöner Aufmachung, sie haben jedes Geschenk mit ein paar Fakten und Denkanstößen angereichert. Bei „Fotos gucken statt Fotoapparat“ heißt es etwa, dass 33 Prozent der Fotos unsortiert auf einer Festplatte herumgammeln. Daher: „Nimm Dir Zeit, um die alten Bilder zu sortieren. Schau Dir die Alben mit guten Freunden an, lass‘ die letzte Reise wieder aufleben, schwelge mit deiner Familie in Kindheitserinnerungen oder lache mit deinem Partner darüber, was ihr früher für fürchterliche Frisuren und Klamotten getragen habt.“

    5. Rezept plus Zutaten

    Quasi eine Variation von „Zeit statt Zeug“, die aber tatsächlich last minute, oder zumindest erst kurz vor Geschenkübergabe, fertiggestellt werden muss: Rezept und Zutaten für ein (gemeinsames) Kochen schenken. Oder wer würde vier Wochen im Voraus alle Ingredienzien für einen gemeinsamen Kochabend kaufen?

    Suchen Sie Ihr Lieblingsrezept heraus, die Anleitung für die guten Rouladen von Oma, das sensationelle Ratatouille von Jamie Oliver. Dann noch ein Behältnis, zum Beispiel eine jener Holzkisten, in denen gerade überall Clementinen verkauft werden, mit Papier ausschlagen oder ganz puristisch, Zutaten und Rezept rein, fertig. Wer doch noch die Viertelstunde hat, dem ganzen eine wahrhaft individuelle Note zu verleihen, und obendrein eine leserliche Handschrift: das Rezept mit Hand abschreiben.

    6. Ein gemeinsames Erlebnis

    Manche Erlebnisse sind allerdings dann doch kostspieliger als so ein hübsches Fresskörbchen – und trotzdem grandios! Bestimmt gibt es auch in Ihrer Nähe ein tolles Konzerthaus, ein Theater oder eine Oper, deren Spielplan sich ganz einfach online abrufen lässt. Wer sich beeilt und es sich leisten kann, bekommt auch noch Tickets für ein potenzielles Wintermärchen: die Spiele der Handball-Weltmeisterschaft im Januar, die in Dänemark und in Deutschland ausgetragen wird.

    In dem Fall ist eine Konzertkarte ein nicht ganz günstiges, aber großartiges Last-Minute-Geschenk. Quelle: Aditya Chinchure on Unsplash
    Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist?

    In dem Fall ist eine Konzertkarte ein nicht ganz günstiges, aber großartiges Last-Minute-Geschenk.

    (Foto: Aditya Chinchure on Unsplash)

    Die deutschen Spielorte sind Hamburg, Köln, München und Berlin. Die günstigsten Tickets sind allesamt schon ausverkauft, aber in den Kategorien mit richtig guter Sicht sind noch Plätze zu haben!

    7. Schenken, was wirklich gut ankommt

    Wer genug hat von der alljährlichen Materialschlacht, kann – auch noch in allerletzter Minute! – eine Spende schenken. Für 24 Euro zum Beispiel gibt es bei der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam ein Jahr Schulausbildung für ein Mädchen in einem Hilfsprojekt. Für 28 Euro erhält eine Familie eine Ziege, die mit ihrer Milch und ihren Nachkommen zum Einkommen und Auskommen einer ganzen Familie, die nichts Überflüssiges besitzt, beitragen kann. Und für 127 Euro gibt es ein Paket Existenzgründung für Frauen.

    Für eine Geschenkspende in Höhe von 28 Euro gibt es bei Oxfam eine Ziege, die viele ernähren kann, und für 42 Euro eine Ziege mit Nachwuchs. Quelle: Oxfam
    Eine Ziege für alle

    Für eine Geschenkspende in Höhe von 28 Euro gibt es bei Oxfam eine Ziege, die viele ernähren kann, und für 42 Euro eine Ziege mit Nachwuchs.

    (Foto: Oxfam)

    Spenden-Geschenke gibt es bei vielen Hilfsorganisationen, zum Beispiel auch bei der Naturschutzorganisation Nabu der bei der Welthungerhilfe.

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