Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Lesen am Strand

Warum nicht auch im Urlaub die Wirtschaft besser verstehen lernen?

(Foto: Dan Dumitriu, Unsplash)

Antworten auf wichtige Fragen Diese Wirtschaftsbücher bereichern Ihren Sommerurlaub

Neu erschienene Sachbücher behandeln die Zukunft der Arbeit, den „neuen“ Menschen und die Digitalisierung. Welche Werke Sie in Ihren Koffer packen sollten.
Kommentieren

Düsseldorf Bücher sind dem allgemeinen Zeitgeist oft voraus. So spielte die Digitalisierung frühzeitig eine Hauptrolle beim Blick in die Kataloge der Verlage. Zunächst standen die Möglichkeiten der neuen Technologien im Vordergrund, dann konkret die Chancen für deutsche Firmen und die Risiken inklusive Datensicherheit. Nun wenden sich großartige Autoren dem Menschen zu.

Unsere Sachbuchtipps für Ihren Sommerurlaub – anhand der wichtigsten Fragen, die sie beantworten.

Wie sehr vertrauen wir noch dem Staat und seinen Behörden?

Das Bücherjahr 2019 begann mit einem Paukenschlag, nämlich dem neuen Werk von Michael Lewis. In „Erhöhtes Risiko“ (Campus Verlag) stellt der Bestsellerautor die Frage, wie viel Staat wirklich nötig ist – und wie gut oder schlecht die Behörden unter US-Präsident Trump funktionieren. Der Neuigkeitswert ist auch für den deutschen Leser enorm, die Erkenntnisse sind erschreckend. Die 220 Seiten bereichern jede Reisetasche.

Was macht Macht mit uns Menschen?

Bei wem könnte man sich das besser anschauen als bei William Shakespeare? Und wer könnte Shakespeare gewinnbringender in die heutige Zeit transferieren als der Literaturwissenschaftler und Pulitzer-Preisträger Stephen Greenblatt? Sein Buch „Der Tyrann“ (Siedler Verlag) regt nicht nur Führungskräfte zum Nachdenken an – aber die besonders. Anhand der wichtigsten Figuren aus Shakespeares Dramen hält Greenblatt uns und unserem Umgang mit Macht den Spiegel vor.

Droht ein Konflikt Stadtmenschen versus Landmenschen?

Wer an Francis Fukuyama denkt, dem kommt unweigerlich die These vom „Ende der Geschichte“ in den Sinn. Mit ihr hat der renommierte Politikwissenschaftler nicht ganz recht behalten – der Siegeszug der liberalen Demokratie ist so nicht eingetreten. Zumindest brauchte es eine Weiterentwicklung, wie er selbst zugibt. Diese steckt in seinem neuen Buch „Identität” (Hoffmann und Campe Verlag).

Eine seiner vielen nachdenkenswerten Thesen lautet: „Die Demokratie braucht Tugenden, die nicht an bestimmte Gruppen gebunden sind.“ Der Rechtspopulismus sei vor allem auf dem Land erstarkt, und das weltweit. Je geringer die Bevölkerungsdichte, desto anfälliger seien die Menschen für solches Gedankengut. Die Unzufriedenheit sei auch in reichen Ländern gewachsen, weil es mit der Umverteilung nicht klappe.

Fukuyamas Thesen sind so streitbar wie interessant und manchmal ist der Text ein wenig verkopft geschrieben. Unterm Strich ist das Buch dennoch sehr lohnenswert.

Nicht jeder Job trägt auch zum Wohl der Welt bei. Was gibt beruflichen Tätigkeiten eigentlich Wert? Quelle: dpa
Büroarbeit

Nicht jeder Job trägt auch zum Wohl der Welt bei. Was gibt beruflichen Tätigkeiten eigentlich Wert?

(Foto: dpa)

Welche Tätigkeiten erzeugen wirklich Gutes?

So mancher denkt an David Graebers Buch „Bullshit Jobs“: In unserem parasitären System gibt es zahlreiche Akteure, die reich werden und die scheinbar Werte erzeugen, aber mit ihren Produkten und Dienstleistungen eigentlich gar nichts zum Wohl der Welt beitragen. Genau diese Thematik analysiert Mariana Mazzucato in ihrem Buch „Wie kommt der Wert in die Welt?“ (Campus Verlag).

Das Werk ist keine leichte Bettlektüre. Mazzucato dreht historische Schleifen, die einige Leser überspringen werden. Aber ihre Gedanken sind bestechend. Ein Beispiel: Wir gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Gut auch einen Wert haben müsse, solange es auf dem Markt gekauft wird. „So bestimmt nicht eine Werttheorie den Preis, sondern die Preistheorie den Wert.“ Das klingt theoretischer als es ist und ist nicht nur etwas für Ökonomen.

Der Wirtschaftsroman, der in diesem Jahr bislang für das meiste Aufsehen gesorgt hat, ist Marc Elsberg gelungen: In „Gier“ (Blanvalet Verlag) ist der bekannte Science-Thriller-Autor wieder ganz in der Realität angekommen. Die entscheidende Frage des Romans: Wie weit würden Menschen gehen, um noch reicher und mächtiger zu werden?

Konkret geht es um einen Ökonomen, der ein geheimnisvolles ökonomisches Konzept vorstellen will und plötzlich verstirbt. Eine Formel, die Wohlstand für alle möglich macht. In den Diskussionen nach Erscheinen des Romans musste Elsberg diesen Gedanken verteidigen, der einigen Ökonomen tatsächlich kam. Zweifel blieben. Lesenswert ist sein Roman aber allemal, denn die Geschichte ist spannend und handwerklich gut inszeniert.

Der Sozialpsychologe entwirft in „Alles könnte anders sein“ eine Gesellschaftsutopie. Quelle: Dominik Butzmann für Handelsblatt
Harald Welzer

Der Sozialpsychologe entwirft in „Alles könnte anders sein“ eine Gesellschaftsutopie.

(Foto: Dominik Butzmann für Handelsblatt)

Was hält unsere Gesellschaft zusammen?

Das Wirtschaftsleben findet in Gesellschaften statt. Und wer weiß, wie diese ticken, hat einen strategischen Vorteil. Unzweifelhaft ist „Was uns zusammenhält“ (S. Fischer Verlag) von Mark W. Moffett ein wuchtiges Opus Magnum von knapp 700 Seiten, das nicht jeder Manager mit in den Sommerurlaub nehmen muss. Aber wer an dem Wesen des menschlichen Miteinanders interessiert ist, an unserer Geschichte und den Parallelen sowie Unterschieden zur Tierwelt, der findet hier auf praktisch jeder Seite Spannendes.

Eine seiner Kernthesen: „Menschliche Gesellschaften ähneln denen sozialer Insekten stärker als wir glauben möchten.“ Der Autor begründet, warum Gesellschaften keine Erfindung des Menschen sind, aber doch „notwendige Voraussetzung für die Conditio humana“. Und der Leser lernt, warum es ein an Bedeutung kaum zu unterschätzender USP der Menschen ist, dass wir einfach in ein voll besetztes Café gehen können, ohne uns unwohl zu fühlen.

Auch Harald Welzer beschäftigt sich in seinem Buch „Alles könnte anders sein“ (S. Fischer Verlag) mit gesellschaftlichen Fragen. Dass er sich bei den Digital Natives einschmeicheln möchte, kann man ihm dabei nicht vorwerfen: Der Sozialpsychologe feuert in seinem Buch reihenweise kritische Thesen ab und zerreißt den Kapitalismus in seiner jetzigen Ausprägung in der Luft. Ein paar Widersprüche finden sich, aber mit vielem hat Welzer unangenehmerweise recht. Auch seine Vorschläge lesen sich logisch.

Sehr interessante Thesen zu der Frage, warum moderne Gesellschaften zu scheitern drohen, bietet auch Michael Pauen. In seinem Buch „Macht und soziale Intelligenz“ (S. Fischer Verlag) erklärt der Philosophie-Professor zum Beispiel, dass es eine Art „Wettrüsten“ gibt zwischen den Anforderungen einer immer komplexer werdenden Gesellschaft und unserer sozialen Intelligenz. Wir Menschen legen zwar zu, aber manchmal nicht schnell genug.

Aus Sicht von Michael Bohmeyer und Claudia Cornelsen würde das bedingungslose Grundeinkommen die Gesellschaft zusammenhalten. In ihrem Buch „Was würdest du tun” (Econ Verlag) erklären die beiden Aktivisten, was es mit Menschen macht, wenn man ihnen einfach so monatlich Geld überweist. Die Ergebnisse sind spannend, die Schlussfolgerungen bisweilen gewagt. Streitbar hoch 20, aber lesenswert.

Viele Autoren beschäftigten sich zuletzt mit der Frage, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft verändert. Quelle: dpa
Smartphone

Viele Autoren beschäftigten sich zuletzt mit der Frage, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft verändert.

(Foto: dpa)

Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?

Weder kann noch muss man mit einem Buch die Welt neu erfinden, um dem Leser etwas zu geben. So ist es mehr als verzeihbar, dass „The Store“ (Heyne Verlag) von Rob Hart mächtig an Dave Eggers „The Circle“ erinnert. In einer nahen Zukunft heuert ein junger Normalo-Arbeiter bei einem Riesenkonzern an.

Wo „The Circle“ an Google erinnerte, kommt „The Store“ dem Online-Riesen Amazon nahe. Mit einem Unterschied: Das Versandunternehmen des Hart-Romans wurde extrem erfolgreich durch Drohnenflüge. Die Behörden hat der Konzern mit Glück, Geschick und Geldzuwendungen auf seine Seite gebracht.

Die Handlung ist nicht übel, aber auch nicht wesentlich: Entscheidend ist, wie der Autor die Lebensbedingungen der Arbeiter schildert. Die Wohnungsarmut wird hier zum Beispiel dadurch gelöst, dass alle Mitarbeiter kleine Zimmer auf dem großen Campus des Unternehmens bekommen – Totalüberwachung per Armband inklusive. Roboter helfen, aber per Gesetz verordnet muss ein nennenswerter Teil der Laufarbeit in den riesigen Logistik-Zentren von Menschen übernommen werden. Auch hier fliegt raus, wer zu langsam ist. Ein gnadenloser Job.

Wer diese Zukunftsvision für übertrieben hält, sollte „Nomaden der Arbeit” (Blessing Verlag) lesen. Hier zeigt Jessica Bruder, wie es nicht zuletzt in den Amazon-Lagern zugeht. Die Haus- und Mietpreise sorgen – anders als im fiktiven Roman – allerdings dafür, dass eine ganze Bevölkerungsschicht in Campern wohnt. Die frühere Professorin und jetzige Journalistin wurde für ihr Buch mit Preisen überhäuft und erntete in den USA reichlich Aufsehen.

Wie sehr dürfen wir Maschinen vertrauen?

Perfekt in den Zeitgeist passt ein relativ kurzes, aber ungemein gehaltvolles Werk von Hannah Fry: In „Hello World“ (C.H. Beck Verlag) skizziert die Mathematikerin die Chancen und Risiken von Algorithmen.

Der Stil des Buches ist verständlich, ohne dass es zu arg auf Kosten der Tiefe und des Neuigkeitswertes geht. Eine von Frys Kernthesen: Zwar hätten Algorithmen das Potenzial, Menschen weltweit in Echtzeit zu verbinden – in einer Art und Weise, die sich unsere Vorfahren bestenfalls erträumen konnten. „Aber wir hatten es so eilig, zu automatisieren und viele Probleme der Welt zu lösen, dass wir dabei ein Problem gegen ein anderes ausgetauscht haben.“ So hätten uns Algorithmen ein „Durcheinander an Komplikationen“ beschert, das es nun zu entwirren gelte.

Die Autorin beschreibt im Detail die Möglichkeiten und Risiken des Einsatzes von Algorithmen in den Bereichen Politik, Daten, Justiz, Medizin, Mobilität, Kriminalität und Kunst. Die besten Algorithmen seien die, die den Menschen in jeder Phase berücksichtigten. Den Algorithmen selbst müsse klar sein, dass sie Fehler machen und nicht perfekt agieren können. Hannah Frys logische Schlussfolgerung: „Noch nie waren Menschen so wichtig wie im Zeitalter der Algorithmen.“

Sind wir dabei, unsere Freiheit aufzugeben?

Diese Frage würde Christoph Türcke bejahen. Er sieht die Menschen „auf dem Weg in eine neue Stammesgesellschaft“. Der Philosophieprofessor hat schon so manchen Bestseller hingelegt und auch „Digitale Gefolgschaft” (C.H. Beck Verlag) ist zu empfehlen. Die Analysen rund um die Folgen der Digitalisierung mögen nicht alle brandneu sein, aber Türcke ordnet sie gekonnt in größere Zusammenhänge ein. So ist spannend zu lesen, „wie Wohn- und Arbeitsraum, Privat- und Berufssphäre, Freizeit und Arbeitszeit wieder ineinander übergehen“ – und was das mit dem Menschen macht.

Ein kleines Buch, leicht genug für die Strandtasche, aber mit wuchtigem Erkenntnisgewinn: „Wir Untertanen“ (Rowohlt Verlag) von Nikolaus Piper ordnet die Diskussionen um die Krise der sozialen Marktwirtschaft fair und profund ein. Auch Piper vertritt die These, der Mensch gebe mehr und mehr seine Freiheit auf.

Liberale Zeitgeister müssen nicht befürchten, dass der langjährige Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung dabei durch die „rote Brille“ guckt: Piper arbeitet die Themen mit ihren wesentlichen Pain Points in erstaunlich wenigen Sätzen ab, ohne an Fairness und Präzision zu verlieren. Kein Muss für Fachleute, aber ein lesenswerter Überblick.

In seinem neuen Buch erklärt Theo Sommer Chinas Geschichte und Zukunftspläne. Quelle: dpa
Chinesische Nationalflagge in Peking

In seinem neuen Buch erklärt Theo Sommer Chinas Geschichte und Zukunftspläne.

(Foto: dpa)

Wie gefährlich wird uns China?

Kein Halbjahr ohne China-Erklär-Bücher möchte man inzwischen fast sagen. Nach einer Schwemme guter Werke zum Thema China im Jahr 2018 legt Theo Sommer nun nach: In „China First“ (C.H. Beck Verlag) erklärt der Historiker und renommierte Journalist, was hinter dem Riesenreich steckt und was es vorhat.

Vieles kennt Sommer von zahlreichen Besuchen des Landes aus erster Hand, was vor allem die historischen Elemente des Buches wertvoll macht. Wie auch bei „Die Chinesen“ von Stefan Baron (Wirtschaftsbuchpreisträger 2018) kann man hier bedenkenlos zugreifen.

Was kann uns Zuversicht geben?

Oft schreien Buchautoren nach einer Diskussion um neue Regeln des Zusammenlebens. Lisa Herzog fragt in ihrem Buch „Die Rettung der Arbeit“ (Hanser Verlag), „welche Regeln für wen gelten und wie effektiv sie durchgesetzt werden“. Die Professorin von der TU München erklärt unter anderem, dass nichts von allein wieder gut wird. Der Markt regle nicht, dass die Menschen wieder in Würde leben und arbeiten könnten. Herzog stellt die wichtige Frage nach dem Menschenbild und macht zumindest rudimentäre Vorschläge für eine bessere Politik in digitalen Zeiten.

Kein Wirtschaftsbuch, aber eine dringende Empfehlung für alle, die vor einem Sprung ins Ungewisse stehen: Charles Pépin ist mit „Sich selbst vertrauen“ (Hanser Verlag) ein wirklich wertvolles Büchlein gelungen, das nicht nur ideal zum Verschenken ist, sondern auch zum Lesen. Der Pariser Philosoph erklärt darin, wie Menschen zu mehr Sicherheit und mehr Entscheidungsfreude gelangen können. Weit jenseits von Plattitüden macht er deutlich, wie man in Zeiten großer Möglichkeiten, aber auch großen Drucks auf seine eigene Stimme hört. Die „Philosophie der Zuversicht“ gebe Hilfestellung, „indem sie uns den Unterschied zwischen Wahl und Entscheidung begreiflich macht“. Wer Pépin noch nicht kennt, sollte wirklich zugreifen.

Nach „Kollaps“ kommt nun „Krise“ (S. Fischer Verlag): Jared Diamond hat es mit kurzen Buchtiteln, die auf den ersten Blick keine gute Laune machen. Zuversicht gibt die Lektüre dennoch, denn das Buch des Pulitzer-Preisträgers ordnet die aktuellen weltweiten Krisenherde in den historischen Kontext ein. Er definiert Kriterien und geht diese anhand von sieben Ländern durch, die schwierige Situationen überstanden haben – übrigens auch Deutschland.

Sind unsere Kinder und das Bildungssystem noch zu retten? Maryanne Wolf gibt in „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ (Penguin Verlag) erst Grund zur Besorgnis, dann aber auch Anlass zur Hoffnung. Die Professorin hat diverse Studien zusammengetragen, die zeigen, was die permanente Beschallung mit Informationen im Zeitalter von Smartphone und Computer mit uns macht – und was diese Art der Informationsbeschaffung von der konzentrierten Lektüre eines Buches unterscheidet. Die Folgen dieser neuen Informationskultur sind gewaltig – und die daraus entstehenden Herausforderungen auch. Nicht nur ein Buch für Eltern.

Das Universalgenie war auch ein Vorreiter des disruptiven Denkens. Quelle: dpa
Leonardo da Vinci

Das Universalgenie war auch ein Vorreiter des disruptiven Denkens.

(Foto: dpa)

Was heißt es, wirklich disruptiv zu denken?

500 Jahre nach seinem Tod gilt Leonardo da Vinci als so modern wie lange nicht. Das wohl größte Genie, das je auf Erden wandelte, wurde schon oft porträtiert und mit zweifelhaften Mythen versehen. Mit diesen räumen zwei Biografen nun auf: Volker Reinhards „Leonardo da Vinci” und Bernd Roecks „Leonardo – der Mann, der alles wissen wollte“ (beide C.H. Beck Verlag). Wer es mit der Kunst nicht so hat, kann Passagen überspringen. Empfohlen sei die Lektüre aber unbedingt all denen, die sich mit disruptivem Denken beschäftigen – und tut das derzeit nicht fast jeder?

Kann Zaudern zum Erfolg führen?

Dass es nicht immer einen Jahrestag braucht, um eine Biographie zu veröffentlichen, zeigt das neueste Werk von Thomas Kielinger. Seine Rückschau auf das Leben von Elisabeth I. („Die Königin“, C.H. Beck Verlag) ist in zweierlei Hinsicht hochaktuell: Zum einen erinnert so manche Begebenheit an das, was jetzt gerade im Brexit mündet. Denn Elisabeth prägte im 16. Jahrhundert den Patriotismus und Nationalstolz der Engländer. Zum anderen drängen sich gewisse Parallelen zwischen „Eliza“ und Angela Merkel auf. Denn die Königin regierte zaudernd und legte sich ungern fest.

Selbst ihr Eheversprechen für den französischen Prinzen nahm sie zurück. Aber sie schaffte es auch, mit einem unerhörten Geschick an der Macht zu bleiben, statt – wie vorgesehen – hinter einem angeheirateten Mann die zweite Geige zu spielen.

Thomas Kielinger beschreibt anschaulich, wie Elisabeth als Tochter der geköpften Anne Boleyn über Umwege zur Königin wurde und anschließend – so unwahrscheinlich es war – rund 45 Jahre lang regierte. Der Historiker macht außerdem deutlich, warum das weit verbreitete Narrativ von der „armen“ Maria Stuart und der brutalen Elisabeth nicht stimmt.

Diese Bücher bieten kluge Ratschläge für Manager
Ming Zeng: „Smart Business“
1 von 7

Ming Zeng ist Alibabas Chief Strategy Officer und vollzieht in „Smart Business” (Campus Verlag) den Aufstieg des chinesischen Konzerns nach. Objektivität darf man nicht erwarten, dennoch ist das Buch lehrreich.

(Foto: Campus Verlag)
Leila Summa und Christine Kirbach: „33 Werkzeuge für die digitale Welt“
2 von 7

Leila Summa und Christine Kirbach geben in „33 Werkzeuge für die digitale Welt“ (Redline Verlag) einen tollen Überblick über Denk- und Veranstaltungsformate, mit denen man seine Teams nach vorne bringt. Ihre Erfahrungen bei Tech-Konzernen wie Google und Facebook helfen dabei enorm.

(Foto: Redline Verlag)
Philip Meissner: „Entscheiden ist einfach“
3 von 7

Ein dünnes, aber smartes und gewinnbringendes Büchlein ist Philip Meissner gelungen. Der Titel „Entscheiden ist einfach” (Campus Verlag) klingt provokant, aber der Wissenschaftler zeigt in einfacher Sprache mit hohem Nutzwert, wie es geht.

(Foto: Campus Verlag)
Boris Thomas: „Fang nie an aufzuhören“
4 von 7

Boris Thomas zeigt in „Fang nie an aufzuhören“ (Campus Verlag), dass er nicht nur Vortragsredner ist, sondern selbst Unternehmen leitet. Ein gelungener Ratgeber für Manager, die ihr Mindset überdenken möchten.

(Foto: Campus Verlag)
Bettina Volkens und Matthias Fifka: „Ready for Take-Off“
5 von 7

Bettina Volkens ist die Personalchefin von Lufthansa. In „Ready for Take-Off“ (Campus Verlag) erklärt sie, was sie beim Umbau des Konzerns im Hinblick auf Mitarbeiterführung und -Fortbildung alles richtig gemacht hat. Überraschend ehrlich und lehrreich.

(Foto: Campus Verlag)
Marius Kursawe: „Berge versetzen für Anfänger“
6 von 7

Marius Kursawe beschreibt in „Berge versetzen für Anfänger” (Campus Verlag), wie arbeitende Menschen ihren Freiheitsgrad erhöhen können. Nicht alles brandneu, aber spannende Gedanken und nützliche Modelle.

(Foto: Campus Verlag)
Franz-Rudolf Esch und Daniel Kochann: „Kunden begeistern mit System“
7 von 7

Fast schon ein Fachbuch: Franz-Rudolf Esch und Daniel Kochann erklären in „Kunden begeistern mit System“ (Campus Verlag) Customer Experience.

(Foto: Campus Verlag)

Mehr: Schmöker, Ratgeber, Abenteuer – Die schönsten Bücher für Ihren Sommerurlaub.

Startseite

Mehr zu: Antworten auf wichtige Fragen - Diese Wirtschaftsbücher bereichern Ihren Sommerurlaub

0 Kommentare zu "Antworten auf wichtige Fragen: Diese Wirtschaftsbücher bereichern Ihren Sommerurlaub"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote