Thomas Piketty

Ein Team um den Wirtschaftsforscher Thomas Piketty veröffentlicht seit diesem Jahr einen jährlichen Bericht über die weltweite Entwicklung wirtschaftlicher Ungleichheit: den World Inequality Report.

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Armutsreport von Thomas Piketty Höhere Steuern auf Kapital, Vermögen und Erbschaften sind utopisch

Der Ökonom Thomas Piketty bemängelt in seinem neuesten Ungleichheitsreport wieder einmal, wie stark Arm und Reich auseinanderdriften. Clemens Fuest und Andreas Peichl haben für das Handelsblatt die Zahlen interpretiert. Eine Replik.
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MünchenEin Team um den Wirtschaftsforscher Thomas Piketty veröffentlicht seit diesem Jahr einen jährlichen Bericht über die weltweite Entwicklung wirtschaftlicher Ungleichheit: den World Inequality Report. Der Bericht, der gerade für das Jahr 2018 auf Deutsch erschienen ist, soll Öffentlichkeit und Politik informieren und insbesondere dafür sorgen, dass die öffentliche Debatte anhand der empirischen Faktenlage geführt wird.

Wie entwickelt sich die Ungleichheit weltweit und in Deutschland? Und welche Folgerungen ergeben sich daraus für politisches Handeln?

Auf globaler Ebene besteht die wichtigste Entwicklung der letzten Jahrzehnte darin, dass der Anteil der Menschheit, der in extremer Armut lebt, drastisch zurückgegangen ist. Im Jahr 1981 waren 44 Prozent der Weltbevölkerung – damals zwei Milliarden Menschen – von Armut betroffen.

Auch wenn Armut in den Städten nach wie vor sichtbar ist – der Anteil der Menschen in extremer Armut ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Quelle: dpa
Straßenszene in Berlin

Auch wenn Armut in den Städten nach wie vor sichtbar ist – der Anteil der Menschen in extremer Armut ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen.

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Bis zum Jahr 2015 ist diese Quote bei steigender Weltbevölkerung auf zehn Prozent gefallen. Das sind 700 Millionen Menschen – immer noch zu viele, aber der Fortschritt ist gewaltig. Ursache für diesen Rückgang ist in erster Linie der wirtschaftliche Aufstieg von Schwellenländern wie China und Indien. Die wirtschaftliche Globalisierung, also die Einbindung dieser Länder in den weltweiten Handel, hat diesen Erfolg ermöglicht.

Armutsreduktion bleibt unerwähnt

Der Bericht erwähnt diesen Erfolg der Armutsreduktion nicht. Er konzentriert sich auf andere Aspekte der Ungleichheit – nämlich die Entwicklung der Anteile bestimmter sogenannter Perzentile. Analysiert wird die Einkommensverteilung innerhalb ausgewählter Länder am Gesamteinkommen.

Bei einer solchen Betrachtung wird die Gesamtbevölkerung in gleich große Gruppen (etwa zehn Gruppen mit jeweils zehn Prozent) eingeteilt und die Veränderung der durchschnittlichen Einkommen dieser Gruppen analysiert.

Soziodemografische und ökonomische Veränderungen wie beispielsweise eine wachsende Frauenerwerbsbeteiligung oder eine Veränderung der Arbeitslosenquote führen dazu, dass sich die Zusammensetzung dieser Gruppen verändert und damit auch deren Durchschnittseinkommen, ohne dass sich die Einkommen der ursprünglichen Personen im jeweiligen Perzentil verändert hätten. Es erfolgt also keine Betrachtung derselben Personen über die Zeit. Deshalb müssen diese Zahlen sorgfältig interpretiert werden.

F. Alvaredo, L. Chancel, T. Piketty, E. Saez, G. Zucman: Die weltweite Ungleichheit
C.H. Beck
München 2018
457 Seiten
20 Euro
ISBN: 978-3406723858

Diese Analyse im Bericht zeigt, dass der Einkommensanteil der ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung von acht Prozent im Jahr 1980 auf zehn Prozent 2016 gestiegen ist. Die Ungleichheit sinkt also auch nach diesem Indikator, aber die Verbesserungen sind bescheiden. Gleichzeitig ist das Niveau der Ungleichheit hoch.

Das wird deutlich, wenn man den Blick auf das reichste eine Prozent der Weltbevölkerung richtet. Im Jahr 1980 entfielen darauf 16 Prozent des Gesamteinkommens, bis 2006 stieg dieser Anteil auf 22 Prozent. Seit dieser Höchstmarke ist er wieder auf 20 Prozent zurückgegangen, ist damit aber immer noch hoch. Zu den Verlierern der globalen Entwicklung gehören die unteren Einkommensschichten in den Industrieländern. Sie gehören zwar im weltweiten Vergleich zur oberen Mittelschicht, ihr Einkommensanteil ist aber gesunken.

Ungleichheit in Europa gering

Richtet man den Blick auf einzelne Regionen der Welt, dann zeigt sich, dass die Einkommensungleichheit in Europa am niedrigsten ist. Der im Bericht verwendete Einkommensanteil des reichsten Zehntels liegt in Europa bei 37 Prozent. In Nordamerika beträgt er 47 Prozent; das höchste Niveau an Ungleichheit findet sich mit 61 Prozent in den Ländern des Nahen Ostens.

Innerhalb der Gruppe der Industrieländer ist die Entwicklung der Ungleichheit vor allem in den USA dramatisch. Dort lag der Einkommensanteil an der Spitze der Bevölkerung 1980 bei elf Prozent. In Westeuropa waren es damals zehn Prozent. Bis zum Jahr 2016 ist dieser Wert in den USA auf 20 Prozent gestiegen, in Westeuropa jedoch nur auf zwölf Prozent.

Clemens Fuest ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen. Quelle: IFO
Clemens Fuest

Clemens Fuest ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen.

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Und wie ist die Entwicklung in Deutschland? Der Report beginnt das Kapitel über Deutschland mit einem Vergleich über ein ganzes Jahrhundert: 2013 lag der Einkommensanteil der reichsten zehn Prozent bei 40 Prozent, ebenso hoch wie im Jahr 1913. Damit soll wohl vermittelt werden, es habe keine Fortschritte in Richtung größerer Einkommensgleichheit gegeben.

Das ist jedoch irreführend. Erstens zeigt ein Blick auf das reichste Prozent, die der Bericht sonst in den Vordergrund rückt, dass dessen Anteil von 18 Prozent im Jahr 1913 auf 13 Prozent im Jahr 2013 zurückgegangen ist. Zweitens ist zu berücksichtigen, dass im Report über Bruttoeinkommen berichtet wird. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es im Deutschen Reich keine progressive Einkommensteuer, wie wir sie heute kennen.

Das Land Preußen erhob lediglich eine proportionale Steuer in Höhe von vier Prozent. Im Jahr 2013 lag der Spitzensteuersatz in Deutschland bei rund 47 Prozent. Die einkommensstärksten zehn Prozent zahlen damit mehr als die Hälfte des Einkommensteueraufkommens, das obere eine Prozent rund 25 Prozent des gesamten Einkommensteueraufkommens. Deshalb ist der Anteil der einkommensstärksten Teile der deutschen Bevölkerung am Nettoeinkommen, auf das es letztlich ankommt, heute deutlich niedriger als 1913.

Der Bericht analysiert darüber hinaus die Entwicklung der Vermögensungleichheit in ausgewählten Ländern – allerdings nicht für Deutschland. Zudem werden Politikmaßnahmen zur Bekämpfung der Ungleichheit genannt, die in unserer Sozialen Marktwirtschaft zum großen Teil schon umgesetzt wurden: ein aktiver Sozialstaat, finanziert durch eine progressive Besteuerung.

Prof. Dr. Andreas Peichl ist Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. Quelle: IFO
Andreas Peichl

Prof. Dr. Andreas Peichl ist Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

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Aus unserer Sicht lassen sich die empirischen Fakten der Ungleichheitsentwicklung wie folgt zusammenfassen: In den letzten Jahrzehnten ist auch hierzulande eine Einkommensspreizung zu beobachten, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß als etwa in den USA. Vor allem im Zeitraum zwischen 1995 und 2005 hat die Einkommensungleichheit in Deutschland zugenommen.

Das hat mit sinkenden Stundenlöhnen für Arbeitnehmer mit niedriger und mittlerer Qualifikation zu tun. Im Zeitraum seit 2005 hat sich die Lage verändert. Es ist zwar nach wie vor der Fall, dass technischer Fortschritt und ein großes Arbeitskräfteangebot in Schwellenländern zu wachsenden Unterschieden in der Entlohnung niedrig und hoch qualifizierter Arbeit führen.

Lichtblicke in Deutschland

Aber die wachsende Beschäftigung in Deutschland steigert die Einkommen vor allem in den unteren Einkommensschichten. Per saldo hat sich die Einkommensungleichheit in Deutschland seit Mitte der 2000er-Jahre stabilisiert. Im Vergleich zu anderen, vergleichbaren Industrieländern ist die Einkommensverteilung sehr ausgeglichen. Unter den G7-Staaten weist Deutschland bei den Nettoeinkommen sogar die niedrigste Ungleichheit auf.

Eine im Report vernachlässigte Frage ist, wie es mit der Chancengerechtigkeit aussieht. Hier gibt es in Deutschland durchaus Lichtblicke. Vorbildlich ist sicherlich das System der dualen Berufsausbildung, das auch Jugendlichen mit bildungsfernem Hintergrund Perspektiven bietet und zu einer sehr niedrigen Jugendarbeitslosigkeit führt.

Weniger überzeugend ist die Bilanz des deutschen Schulsystems. Schulerfolg und vor allem der Weg zum Hochschulstudium hängen bei uns stärker als in anderen Ländern vom Elternhaus ab. Reformbedarf besteht zudem im Abgaben- und Transfersystem.

Hohe Belastungen durch Sozialabgaben und bei wachsendem Einkommen wegfallende Transfers führen teilweise dazu, dass höhere Bruttoeinkommen sich nicht in höheren Nettoeinkommen niederschlagen. Die implizite Abgabenlast liegt teilweise bei 100 Prozent und darüber.

So ist Deutschland ein Land mit moderater Einkommensungleichheit und einem stark ausgebauten Sozialstaat, der viel Geld umverteilt. Man muss allerdings damit rechnen, dass die Verdienstchancen sich auch in Zukunft weiter in Richtung hoch qualifizierter Arbeit verschieben werden.

Es wird immer wieder gefordert, in Deutschland umverteilende Steuern zu erhöhen – auf Kapital, Vermögen oder Erbschaften. In einer Welt mit hoher Mobilität von Kapital und Menschen mit hohen Einkommen oder Vermögen führt eine solche Politik aber zu Abwanderung und Kapitalflucht. Der Report schlägt hier ein globales Finanzregister vor, um illegale Steuervermeidung zu bekämpfen.

In der aktuellen Weltlage ist eine solch koordinierte Politik utopisch, unabhängig davon, ob sie wünschenswert ist. Die Politik in Deutschland sollte sich darauf konzentrieren, die im Abgaben- und Transfersystem vorhandenen Hürden für mehr Arbeitsangebotsanreize abzubauen und im Bildungssystem für mehr Chancengerechtigkeit zu sorgen.

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    insofern änderten, als die wachsende Ungleichheit jetzt zwar anerkannt, aber gleich wieder heruntergespielt wurde. Der Tenor - oder sollte ich besser sagen: die Nebelbombe? - lautete jetzt: „Ungleichheit ist nicht notwendigerweise auch ungerecht.
    Unverdrossen und dreist hat dagegen der o.g. Clemens Fuest noch am 2.1.2018 in einem Gastbeitrag der ZEIT eines oben drauf gesetzt und „Das Märchen von der Jahrhundertungleichheit“ zusammengereimt, ohne Widerspruch zu ernten.
    Und kürzlich fabulierte dieser Fuest schon wieder über die „Mär der zerstörerischen Ungleichheit“. Unglaubwürdig! Eines deutschen Professors nicht würdig! Auch jetzt streut er bei seiner Kommentierung des aktuellen Piketty-Reports wieder Sand in die Augen, insbesondere der Abgehängten, um nur jeden Ansatz einer weiteren Reduzierung der nach wie vor dramatischen Ungleichheit in Deutschland zu diskreditieren! Herr Prof., und was wollen Sie den 42% Abgehängten in unserem Lande erzählen, die seit über 20Jahren nicht an dem Einkommenszuwachs partizipiert haben? Uns geht’s doch allen gut?
    Und weshalb fahren unsere Massenmedien wie WELT, das Handelsblatt und deren Verlage wie SPRINGER etc. unverdrossen fort, die wachsende Ungleichheit im Land zu leugnen?
    Eine ausführliche Darstellung unter
    https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/massenmedien-in-deutschland-2
    https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/die-ungleichheits-luege-geht-um

  • Lange haben Wirtschaft, wirtschaftsnahe Kreise und die diesen nahestehenden Medien, allen voran FAZ, FOCUS, WELT, Huffington Post, mit großer Inbrunst das Lied vom Märchen der Ungleichheit gesungen. Vgl. hierzu exemplarisch den Artikel „Das Märchen von der wachsenden Ungleichheit“ in der WELT vom 7.6.2016. Das Ziel war klar: möglichst diese unangenehme Wahrheit aus dem Wahlkampf heraushalten! Der WELT-Artikel basierte auf einer Auftragsstudie des arbeitgeberfreundlichen ifo-Instituts, wobei hinter dem Auftraggeber die Stiftung Familienunternehmer stand. Die Studie ist an Unseriosität kaum zu übertreffen, lässt sie doch willkürlich wesentliche Parameter einfach weg, bis das gewünschte Ergebnis – in diesem Fall: „die Ungleichheit ist im letzten Jahrzehnt zurückgegangen“ - erscheint. Häufig wurde auch eine Studie des bereits erwähnten Prof. Hüther zitiert, übrigens Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), wie oft wohlweislich unterschlagen wird. Darin hat Prof. Hüther im Stile eines Taschenspielertricks aus der zugrundeliegenden Zahlenbasis einfach mal willkürlich den Zeitraum 2009-2013 herausgegriffen, um so nachzuweisen, dass sich – in diesem Zeitraum - die Einkommensungleichheit gar nicht erhöht hätte. Mit einem ähnlichen Taschenspielertrick hatte dieser Professor Deutschland bei der weitaus größeren Vermögensungleichheit mal flugs von Platz 117 in der Welt auf Platz 3 katapultiert.
    In Nachgang zur Veröffentlichung von Thomas Pikettis „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, wurden in den letzten Jahren zunehmend mehr wissenschaftliche Studien zum Thema Einkommens- und Vermögensungleicheit veröffentlicht. Selbst die EU-Kommission, die EZB und das IWF sind Anfang 2017 den Ungleichheitsleugnern in die Parade gefahren und haben auf die wachsende Ungleichheit und deren negative Konsequenzen auch für die Wirtschaft hingewiesen. Dies ließ ein weiteres Leugnen unglaubwürdig erscheinen, weshalb viele Medien ihre tendenziöse Berichterstattung ...

  • Ein Beispiel zur Arbeitsweise von Prof. Fuest:
    Da wird in einer kürzlichen Hart-aber-fair-Sendung zum Thema Mindestlohn über eine halbe Stunde lang über die mangelnden Mindestlohn-Kontrollen durch die Zoll-Behörden lamentiert, aber keiner hat den Mumm, hier einmal Ross und Reiter zu nennen:
    ‪Der falsche Fuffziger Schäuble hat auch das Mindestlohn-Gesetz boykottiert - durch laxe Kontrollen seiner Zoll-Behörden!
    Und der Chef des Arbeitgeber-nahen IfO-Instituts, Prof. Fuest, hat in seiner Argumentationsnot nichts besseres gewusst, als mal wieder Zahlen zum Thema Mindestlohn anzuzweifeln, und schließlich über das Drogenproblem vom Mindestlohnproblem abzulenken (wenn AfD-bzw. PEGIDA-Kreise so argumentieren, kritisiert man das als Whataboutism). Er war sich auch nicht zu schade, die Fehlprognosen des IfO-Instituts zur Einführung des Mindestlohns zu wiederholen, als er um seine Einschätzung bei einer drastischen Erhöhung des Mindestlohns gefragt wurde: es droht Massenarbeitslosigkeit, Armselig! Eines seriösen Wissenschaftlers unwürdig! Zur Arbeitsweise des Ifo-Instituts vgl. auch https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/massenmedien-in-deutschland-2

    PS: Typische Arbeitsweise der Union in GroKos: Vereinbarte Gesetzesinitiativen der SPD verschleppen (z.B. Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit), im Notfall bis zur Wirkungslosigkeit verwässern (z.B. Mietbremse), falls doch ein Gesetz nicht zu vermeiden ist, dann dessen Umsetzung boykottieren (z.B. Mindestlohn), ungerechtfertigte Massenabmahnungen (Abmahnindustrie) blockieren, aber wegen drohender Abmahnungen im Zusammenhang mit dem neuen Datenschutzgesetz lamentieren! Und dann frech-dreist behaupten: die SPD-Politik taugt nichts!
    Und die Medien fallen auch auf dieses Spiel herein bzw. spielen mit!
    ‪Nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4‬

  • Lesen Sie nicht Sinn oder Hüther oder Fuest. Deutsche "Starökonomen" spielen international bei der Frage der Verteilung von Einkommen und Vermögen keine Rolle!
    Lesen Sie stattdessen Piketty!
    Dennoch behaupteten diese Herren, die einschlägigen Wirtschaftsinstitute (insbesondere IW und IFO, und auch der wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums) sowie bestimmte Medien wie z.B. die FAZ noch vor einem Jahr unisono, die Schere zwischen Arm und Reich würde sich schließen! Obwohl mittlerweile sogar der IWF (Frau Lagarde) und die EU-Kommission erkannt haben, dass die soziale Ungleichheit eine gute Wirtschafts- und Sozialpolitik konterkariert und mittlerweile, auch für Deutschland, eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Vermögen fordern.
    Aber auch einschlägige wirtschaftsfreundliche Medien (einer der Vorreiter war die Welt) tun die wachsende Ungleichheit als Märchen ab. Warum wohl?
    Besonders dreist ging Ende 2016 die CDU vor. Nachdem sie entsprechend kritische Passagen aus dem Entwurf des neuesten Armutsberichts der Bundesregierung hat streichen lassen, hatte sie auf ihrer Web-Site folgendes veröffentlicht: "Die Schere zwischen Arm und Reich schließt sich" und "CDU-Politik zahlt sich aus. Laut Armutsbericht nimmt zudem die Einkommensungleichheit ab" (https://www.cdu.de/search/site/armutsbericht) - mittlerweile von der CDU gelöscht! Warum wohl?
    Wer die wahren Fakten kennenlernen will, wird auf nachfolgenden Beitrag verwiesen:
    https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/die-ungleichheits-luege-geht-um
    Auch falsch dargestellt wird immer wieder das Thema Altersarmut. Tatsächlich sind lt. einer aktuellen Statistik von Eurostat heute schon über 20% der über 50-Jährigen von sozialer Ausgrenzung und/oder Altersarmut bedroht - mit wachsender Tendenz!
    Mein Tip:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    http://youtu.be/-5X2P5J6MiA
    http://youtu.be/QqoSPmtOYc8
    Was sagt der Bundestag?
    http://youtu.be/QGOx8I0COYg
    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!

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