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Buchtipp Was Familienunternehmen über Jahrhunderte hinweg erfolgreich macht

Revolutionen, Familienstreit und zwei Weltkriege: Manche deutsche Traditionsfirma hat all das überstanden. Ein neues Buch gibt einen historischen Überblick.
21.02.2020 - 20:36 Uhr Kommentieren
Die 1795 gegründete Werft ist eines der ältesten Familienunternehmen Deutschlands. Quelle: dpa
Mitarbeiter am Hafen der Meyer-Werft

Die 1795 gegründete Werft ist eines der ältesten Familienunternehmen Deutschlands.

(Foto: dpa)

Darum geht’s: Sie sind die Erfinder und Produzenten von Bleistiften, Christstollen, Kirchenglocken, Senf, Bier, Schuhcreme, Teddybären und vielem mehr. Es geht darum, wie Deutschlands älteste Familienunternehmen entstanden sind, wer sie groß gemacht hat und wie sie durch Revolutionen, Familienzwiste sowie zwei Weltkriege gekommen sind.

53 Firmen stehen im Fokus: angefangen bei dem vor über 800 Jahren gegründeten Weingut Prinz zu Salm-Dalberg über den aus einer Darmstädter Apotheke hervorgegangenen Chemie- und Pharmakonzern Merck, heute der älteste Dax-Konzern, bis hin zu Exoten wie „Seidels Rhododendronkulturen“. Zu deren Gründung im Jahr 1779 trugen Johann Wolfgang von Goethe und die Tulpenmanie des frühen 17. Jahrhunderts bei.

Das Buch erliegt zum Glück nicht der Versuchung, eine goldgeränderte Heldengeschichte nach der nächsten zu erzählen. Stattdessen geht es um viele Höhen, aber auch so manchen Tiefschlag. So stand etwa die norddeutsche Meyer-Werft in der Gründerzeitära des späten 19. Jahrhunderts fast vor dem Aus, weil im emsländischen Papenburg zunächst niemand glauben wollte, dass Schiffe mit einem schweren Eisenrumpf tatsächlich schwimmen können.

Das ist der Autor: Wolfgang Seidel studierte Jura und Rechtsgeschichte, arbeitete 20 Jahre lang als Lektor bei Verlagen und veröffentlichte acht Bücher zur Wort- und Kulturgeschichte, darunter die „Sternstunden der Kartographie“ und die „Weltgeschichte der Pflanzen“.

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    Seidels These: Nur wenige Unternehmen haben es geschafft, jahrhundertelang zu überleben, sich ständig neuen Märkten und Techniken anzupassen – und daraus gestärkt hervorzugehen.

    Wolfgang Seidel: Die ältesten Familienunternehmen Deutschlands.
    Finanzbuch Verlag
    336 Seiten
    24,99 Euro

    Das überrascht: Gekonnt spannt Seidel große Bögen ins Mittelalter, zu den Weltkriegen einschließlich Faschismus und Diktatur, ohne bei so viel Geschichte die Protagonisten mit ihren ureigenen Ideen aus dem Blick zu verlieren. Spannungsbögen werden immer wieder neu und überraschend aufgebaut

    Es dominiert die Liebe zum Detail. So erfahren wir, dass die in siebter Generation privat geführte Meyer-Werft nebenbei Deutschlands größter Theaterbauer samt versenkbaren Orchestergräben ist, weil so etwas zur Standardausstattung eines Luxusliners zählt.

    Das stört: Bisweilen lesen sich einige Unternehmensgeschichten sehr chronologisch, es tauchen zu viele Namen, Städte und Geburtsorte auf, die nicht jeden Leser interessieren dürften. Warum muss ich beispielsweise wissen, dass Friedrich Metzler vom gleichnamigen Frankfurter Bankhaus in Bordeaux geboren wurde oder dass er von seiner Tante Christina Barbara eingearbeitet wurde, wenn diese zu den „großen Unternehmerpersönlichkeiten der Familie“ zählende Tante anschließend nicht mehr erwähnt wird?

    Hier wäre weniger mehr gewesen, um so die originellen Erfinder und Firmenprodukte noch mehr in den Mittelpunkt zu heben.

    Mehr: Was Familienunternehmen so erfolgreich macht – und vor welchen Gefahren sie stehen

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