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Weihnachtszeit ist Lesezeit

Diese Bücher eignen sich in diesem Jahr perfekt als Geschenk für Freunde oder Geschäftspartner.

(Foto: Aaron Burden / Unsplash)

Buchtipps 2019 Ökonomie zum Fest – Das sind die Wirtschaftsbücher des Jahres

Welche Wirtschaftsneuerscheinungen waren 2019 wichtig? Sechs Empfehlungen der Handelsblatt-Redaktion zu Weihnachten.
11.12.2019 - 11:26 Uhr Kommentieren

Thomas Piketty: Capital et idéologie
Seuil 2019
1248 Seiten
27,99 Euro
deutsche Fassung: ab 11. März 2020 bei C.H. Beck.

Wer über Ungleichheit und den modernen Kapitalismus reden will, kommt an Thomas Piketty nicht vorbei. Mit „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ hat sich der französische Wirtschaftsprofessor in die Gilde der Vordenker geschrieben. In seinem neuen Wälzer „Capital et idéologie“ (im März auch auf Deutsch) verwandelt der 48-jährige Star-Ökonom spröde Zahlenreihen in interessante, provokante Analysen und Behauptungen.

Die zentrale These seines Buches beschäftigt sich mit dem Ursprung der zunehmenden weltweiten Ungleichheit. Den sieht Piketty in der „Heiligsprechung“ des Privateigentums. Ungleichheit sei nicht wirtschaftlich oder technisch bedingt, sondern ideologisch und politisch. Ausführliche Rezension

Tyler Cowen: Big Business
Macmillan USA
259 Seiten
13,99 Euro

Amazon macht die kleinen Buchhändler kaputt, Facebook verschleudert unsere Daten: Großkonzerne, könnte man meinen, sind die Wurzel allen Übels. Das sieht Tyler Cowen anders.

Der George-Mason-Ökonom hat, wie es im Untertitel heißt, einen „Liebesbrief“ an Corporate America geschrieben und sagt: Großunternehmen sind ein Stabilitätsgarant für jede Fortschrittsgesellschaft. Sie heben den Wohlstand, produzieren Güter, die uns das Leben erleichtern oder verschönern, und geben uns Jobs. Neu sind diese Erkenntnisse freilich nicht, aber mutig in einer Zeit, in der Kapitalismus nicht gerade als cool gilt.

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    Paul Collier: Sozialer Kapitalismus. Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
    Siedler Verlag
    320 Seiten
    20 Euro
    ISBN-13: 978-3-8275-0121-9

    Irgendwo zwischen Piketty und Cowen ist die Denkschule des britischen Ökonoms Paul Collier anzusiedeln. Er lehnt Staatsgläubigkeit ebenso wie ausufernden Finanzkapitalismus ab. Explizit wendet er sich gegen rechte Populisten. Aber linksliberale Denker mit abstrakten Ideen von Gerechtigkeit sind ihm auch nicht geheuer.

    In „Sozialer Kapitalismus“ beschreibt er die Krise unseres heutigen Wirtschaftssystems. Die Gegensätze werden stärker: Reich gegen Arm, Gebildet gegen Ungebildet, Stadt gegen Land. Collier will diese Risse kitten. Dabei lässt sich der Autor nie in eine politische Schublade einordnen. Für sein Buch wurde Collier 2019 mit dem deutschen Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet. Ausführliche Rezension

    Melinda Gates: Wir sind viele, wir sind eins. Wenn wir die Rechte der Frauen stärken, verändern wir die Welt.
    Droemer HC
    320 Seiten
    23 Euro

    Melinda Gates ist heute eine der wohlhabendsten und einflussreichsten Frauen der Welt. Sie nutzt ihre Stimme, um die Situation der Frauen weltweit zu verbessern. Dabei hielt sie sich selbst über Jahre im Hintergrund.

    In ihrem Buch erzählt Gates nun, wie sie ihre Haltung änderte. Der Leser erfährt zum ersten Mal Details aus dem Leben der Frau, die entscheidenden Einfluss in der Bill & Melinda Gates Foundation besitzt, der weltgrößten privaten Stiftung. Ein kämpferisches und wichtiges Buch, das aktueller nicht sein könnte. Ausführliche Rezension

    Robert J. Shiller: Narrative Economics
    Princeton University Press
    400 Seiten
    ca. 22 Euro

    Robert Shiller ist so etwas wie der Wahrsager unter den Ökonomen. Der Yale-Professor hat sowohl die New-Economy-Blase als auch die US-Immobilienpreiskrise vorausgesagt und so weltweit Berühmtheit erlangt. Wie er diese Voraussagen treffen konnte? Durch die Analyse des Verhaltens ökonomischer Akteure – insbesondere das Verhalten, das durch das Weitererzählen populärer Geschichten entstanden war.

    Wie solche Geschichten, „Narrative“ nennt Shiller sie, erschaffen werden und wie sie sich verbreiten, hat er in „Narrative Economics“ aufgeschrieben. Ein Interview mit Shiller finden Sie hier.

    Jeremy Rifkin: Der globale Green New Deal
    Campus Verlag
    319 Seiten
    26,95 Euro

    Eine Betriebsanleitung für die Welt hat Jeremy Rifkin in diesem Jahr geliefert. Der US-Ökonom erklärt, wie alle zusammen es schaffen können, die Erderwärmung bis 2030 auf 1,5 Grad zu begrenzen. Sein Programm für die Zukunft fokussiert sich auf Modelle dezentraler Energiewirtschaft mit Sonnen- und Windkraft. Ein Manifest in 23 Punkten. Ausführliche Rezension

    Mehr: Eine renommierte Jury hat sich auf die zehn besten Wirtschaftsbücher dieses Jahres verständigt. Das sagen die Autoren über ihre eigenen Werke.

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    Mehr zu: Buchtipps 2019 - Ökonomie zum Fest – Das sind die Wirtschaftsbücher des Jahres
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