Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Merchandising Urteil im Streit um Michael Endes „Die unendliche Geschichte“

„Die Unendliche Geschichte“ hat sich millionenfach verkauft. Doch wem gehören die Merchandisingrechte? Das Oberlandesgericht München hat entschieden.
Kommentieren
Urteil im Streit um Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ Quelle: dpa
Michael Ende

Sein Klassiker „Die unendliche Geschichte“ hat sich nach Verlagsangaben millionenfach verkauft.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIm Streit um die Vermarktungsrechte an Michael Endes „Die Unendliche Geschichte“ hat das Oberlandesgericht (OLG) München eine Entscheidung verkündet. Der Vorsitzende Richter urteilte am Donnerstag, dass der Klägerseite keine Rechte an dem Werk zustehen – schon gar nicht an dem Roman selbst oder möglichen Filmproduktionen in der Zukunft.

Damit hat der Senat im Wesentlichen das Urteil des Landesgerichts München I bestätigt, das schon im Mai 2018 zugunsten des Testamentsvollstreckers Wolf-Dieter von Gronau entschieden hatte. Eine Revision sei nicht zugelassen, teilte eine Sprecherin des OLG auf Handelsblatt-Nachfrage mit.

Gronau stritt vor Gericht mit dem Münchner Rechtsanwalt Klaus Kähler und dessen Sohn um die Merchandisingrechte. Kähler hatte sich einst die Verfilmungsrechte an dem Erfolgsroman gesichert und wird im Abspann des 1984 erschienenen Film von Star-Regisseur Wolfgang Petersen und Produzent Bernd Eichinger mit dem Titel „Associate Producer“ genannt.

Filmrechte fallen in der Regel nach einer bestimmten Zeit an den Autor oder seinen Verlag zurück – im Falle des 1995 verstorbenen Endes an dessen Nachlass, den Gronau verwaltet. Kähler aber vertrat vor Gericht die Meinung, dass nur die Filmrechte an Endes Nachlass zurückgefallen seien, nicht aber die Merchandisingrechte. Zudem behauptet er, dass Ende selbst ihm auch die Merchandisingrechte an der Romanvorlage zugesichert habe – und zwar ohne örtliche und zeitliche Begrenzung.

Die Gegenseite sah das völlig anders, der Hamburger Medienanwalt Ralph Oliver Graef bezeichnete Kählers Schilderungen als „konstruiert und unglaubwürdig“. Merchandisingrechte bei Filmproduktionen würden immer nur an der konkret hergestellten Produktion eingeräumt – nicht aber an dem Buch, das als Vorlage dient. Dieser Argumentation folgte auch der Senat im Wesentlichen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Merchandising - Urteil im Streit um Michael Endes „Die unendliche Geschichte“

0 Kommentare zu "Merchandising: Urteil im Streit um Michael Endes „Die unendliche Geschichte“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.