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Norwegische Kronprinzessin Sonderzug zur Buchmesse – Unterwegs mit Literatur-Botschafterin Mette-Marit

Norwegen ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Mit zahlreichen Autoren des Landes ist auch Kronprinzessin Mette-Marit angereist. Eine Begegnung.
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Mette-Marit reist mit „DB-Literaturzug“ zur Frankfurter Buchmesse

Frankfurt Für Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit und Thronfolger Haakon ist der Bahnsteig am Gleis 8 eine einzige VIP-Zone. Als sie am Berliner Hauptbahnhof erscheinen, liegt der hellgrüne Teppich bereit, die Türen des ICE mit der Aufschrift „DB-Literaturzug“ sind weit geöffnet. Gemächlich schreitet das Paar über den Velours, schüttelt Hände, lächelt in Kameras.

Dann setzt sich der Zug, von der Deutschen Bahn zur royalen Sänfte umgebaut, in Richtung Frankfurter Buchmesse in Bewegung. Norwegen ist dort Ehrengast und Mette-Marit Botschafterin für die Bücher ihres Landes. Die Kronprinzessin reist symbolisch mit dem Literaturzug an, begleitet von einer Reihe norwegischer Schriftsteller. Am Dienstag wurde die Schau eröffnet.

Dass sie klimafreundlich reist, findet die 46-Jährige wichtig; Ökologie zählt neben der Literatur zu den Themen, die sie umtreiben. „In Norwegen fahren fast alle mit grüner Energie“, sagt Mette-Marit, während hinter dem Zugfenster Wälder und Felder vorbeihuschen.

Im Schloss leitet sie eine Umweltgruppe und erlaubt ihren Kindern, an den Fridays-for-Future-Demonstrationen teilzunehmen, auch wenn sie dafür die Schule schwänzen müssen. „Es ist entscheidend, dass wir unsere Kinder zu starken Persönlichkeiten erziehen, die lernen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, sagt Mette-Marit. Sie selbst galt in ihren alten Leben als Rebellin.

Und Klimaaktivistin Greta Thunberg? „Ich bewundere ihren Mut“, sagt sie. Dabei liegt es Mette-Marit fern, sich als Gutmensch zu inszenieren. Das Kronprinzenpaar bleibt bei vielen Reisen auf das Flugzeug angewiesen und hat noch keine Antwort auf diesen Widerspruch gefunden.

Immerhin fahren die beiden seit 15 Jahren einen Elektrokleinwagen aus norwegischer Produktion: „Wir waren die Ersten, die ein eigenes E-Auto hatten.“ Allerdings seien sie anfangs von Sicherheitskräften in konventionellen Limousinen eskortiert worden. „Ich hatte Angst, mit ihnen zu kollidieren, denn unser Auto war klein wie eine Sardinenbüchse“, lacht sie.

In Frankfurt wird die Kronprinzessin ungeachtet ihres Engagements für die Umwelt vor allem für Literatur werben. Denn daran glaubt sie ganz fest: Es sind die Bücher, die die großen Fragen der Menschen an das Leben beantworten.

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