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Rath checkt ein: Ameron-Hotels in der Schweiz Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise

Mit gutem Krisenmanagement und neuen Markteinführungen wie den Ameron-Hotels bleibt der Schweizer Markt Benchmark für die europäischen Nachbarn.
09.05.2021 - 09:17 Uhr Kommentieren
Das Zürich Bellerive au Lac ist das dritte Ameron-Haus in der Schweiz. (Foto: Althoff Hotels)
Am Zürichsee gelegen

Das Zürich Bellerive au Lac ist das dritte Ameron-Haus in der Schweiz.

(Foto: Althoff Hotels)

Mallorca hat es dem Rest der Europäer vorgemacht: Seit dem 26. April gelten hier deutliche Lockerungen mit dem Ergebnis, dass die Corona-Inzidenz unten und der Umsatz oben bleibt. Österreich zieht nach und plant umfangreiche Öffnungen für Mai. Sylt öffnete am 1. Mai als erstes zartes Pflänzchen in Deutschland, während der Schweizer Tourismus wirtschaftlich in voller Blüte steht.

Dabei ist die Schweiz für viele immer noch nur luxuriös, teuer und (zu) neutral. Doch gerade die Schweizer Hotelbranche demonstriert einen deutlich innovativeren und vor allem erfolgreichen Trend: Mit dem Krisenmanagement und neuen Markteinführungen wie den Ameron-Hotels von Althoff bleibt der Schweizer Markt Benchmark für die europäischen Nachbarn. Gastronomie und Hotellerie hatten und haben während der Pandemie weitestgehend geöffnet. Das The Chedi Andermatt Hotel, eines der besten Resorts der Welt, hatte 2020 sogar das umsatzstärkste Jahr seiner Geschichte.

Ein absolutes Vorbild für die Post-Covid-Hotellerie ist die Marke Ameron. Die in meiner bisherigen Wahrnehmung eher blasse Vier-Sterne-Marke hat sich nun durch neue Produkte im Markt positioniert und wird sicher, sobald die Krise ein Ende findet, den Vier-Sterne-Markt dominieren.

Begründer der Marke ist Thomas Althoff. Unternehmerischen Mut und Persönlichkeit beweist er seit 35 Jahren in der Hotelbranche. Gerade in Krisenzeiten erfindet er spannende Konzepte neu, ohne dabei seine Werte zu verlieren. Seine Häuser repräsentieren ausnahmslos exzellente Qualität und herzlichen Service. Besonderes Aushängeschild des „Herren der Sterne“ sind die preisgekrönten Gourmet-Tempel. Es existiert keine Hotelgesellschaft im deutschsprachigen Raum, die mehr Michelin-Sterne im Verhältnis zu der Anzahl der Hotels vereint als die Althoff Collection.

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    Zukunftsorientiert agiert Althoff auch in Personalfragen. Für Ameron setzt er den aktuell vielleicht besten Hotelier Europas, Frank Marrenbach, als Gesellschafter und CEO ein. Für Marrenbach war dieser Schritt sicherlich keine einfache Entscheidung. Er hatte zuvor aus einem losen Konglomerat von einzelnen exzellenten Hotels die heutige Oetker Collection für die gleichnamige Eigentümer-Familie erschaffen und sie als eine der drei besten Hotelmarken etabliert. Nun nutzt er seine Chance und gestaltet als Unternehmer unter anderem die Marke Ameron. Wie seine Vision zur Realität erwacht, konnte ich mir vor der Eröffnung im Bellerive au Lac in Zürich genauer anschauen.

    Das Interieur steht im geschmacksvollen Kontrast zur historischen Fassade des Gebäudes. (Foto: Ameron Hotels)
    Modern interpretiertes Art déco

    Das Interieur steht im geschmacksvollen Kontrast zur historischen Fassade des Gebäudes.

    (Foto: Ameron Hotels)

    Stilsicheres City-Juwel: Ameron Zürich Bellerive au Lac

    Ende 2019 verließ die Hotelgesellschaft Steigenberger das Gebäude direkt am Zürichsee. Althoff und Marrenbach renovierten das verkannte Juwel aufwendig und eröffneten es noch im Mai 2021 als drittes Haus in der Schweiz. Allein die Lage direkt am Zürichsee wird künftig Reisende magisch anziehen. Das Haus, das unter der Leitung der Steigenberger-Hotelkette eher durchschnittlich performte, birgt in meinen Augen großes Potenzial.

    Die Ameron-Hotels stehen für Individualität und sehr unterschiedliche Ausrichtungen. Im Bellerive au Lac erkenne ich den Charakter bereits an der historischen Fassade. Seit 1990 steht das Gebäude unter Denkmalschutz, sodass die vergangenen Ereignisse in den Gemäuern gespeichert bleiben. Das Interieur steht in geschmackvollem Kontrast zur historischen Fassade: Modern interpretiertes Art déco mit blauen Farbakzenten in den Zimmern repräsentiert eine luxuriöse Frische. Das liegt vermutlich auch an den grandiosen Ausblicken.

    Auf 90 Quadratmetern Zimmerfläche genießt der Gast einen Rundum-Blick. (Foto: Althoff Hotels)
    Die Turmsuite

    Auf 90 Quadratmetern Zimmerfläche genießt der Gast einen Rundum-Blick.

    (Foto: Althoff Hotels)

    Wenn Sie sich wie ich nicht zwischen Stadt und Seeblick entscheiden wollen, dann buchen Sie einfach die Turmsuite. Hier genießen Sie auf insgesamt 90 Quadratmeter Zimmerfläche ein 360-Grad-Panorama. Nach einem ausgiebigen Saunagang relaxen Sie auf der 20 Quadratmeter großen Dachterrasse. Ob die insgesamt 61 Zimmer am Ende ausreichen oder sogar ein Segen sind, wird dann die Zukunft zeigen.

    Übrigens, jenseits der Vier-Sterne-Kategorie ist zweifelsohne seit Jahren das The Dolder Grand das beste Haus in Zürich. Das Stadt-Resort thront im wahrsten Sinne des Wortes über allem – auf einem Berg. Der neue Direktor Markus Granelli hat das Haus an die europäische Spitze gebracht.

    Sportliches Berg-Resort: Ameron Davos Swiss Mountain Resort

    Kennen Sie das Gefühl, wenn der Berg ruft? Die majestätischen Schweizer Berge scheinen dies sehr laut zu tun, jedenfalls zieht es mich gerade in der Schweiz immer wieder in die Abgeschiedenheit der Berge. Auf Komfort und Qualität muss ich dabei nicht verzichten. Davos ist mir aus meiner aktiven Zeit als Hotelier wohlbekannt. Damals verantwortete ich drei Hotels in der größten Stadt in den Alpen.

    Davos ist die höchstgelegene Stadt Europas, weltbekannt für sein Heilklima und natürlich für sein Skigebiet der Sonderklasse. Dennoch ist es den hiesigen Hoteliers nie gelungen, sich auf eine bestimmte Zielgruppe zu fokussieren, wie beispielsweise der Urlaubsort Leogang in Österreich dies umsetzt. Davos will alles: Tagungen, Ski, Familie, Golf und Sommertourismus. Eine Ausrichtung als Everybody’s Darling ist eben nicht der Weg für ein Weltklasse-Resort.

    Das Swiss Mountain Resort ist auf einen aktiven Aufenthalt seiner Gäste mit verschiedenen Optionen wie Biketouren ausgelegt. (Foto: Althoff Hotels)
    In den Bergen

    Das Swiss Mountain Resort ist auf einen aktiven Aufenthalt seiner Gäste mit verschiedenen Optionen wie Biketouren ausgelegt.

    (Foto: Althoff Hotels)

    Als Sportler fühle ich mich im Ameron Davos Swiss Mountain Resort sehr gut aufgehoben. Das Innendesign erinnert mich an ein behagliches, uriges Bergchalet. Das Vier-Sterne-Resort ist auf einen aktiven Aufenthalt seiner Gäste mit verschiedenen Optionen wie Biketouren ausgelegt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dabei für Schweizer Verhältnisse exzellent.

    Zu Recht belegt das Mountain Resort Rang acht im einzig relevanten Hotelrating der Schweiz von Karl Wild in der Kategorie „Die besten Winterhotels 2019“. Übrigens ist Karl Wild Spiritus Rector der 101 besten Hotels Deutschlands.

    Die Luxusalternative in Davos ist für mich aber nach wie vor das Steigenberger Grandhotel Belvedere. Spätestens seit Thomas Kleber es vor einigen Jahren auf ein neues Level führte, sind Luxus und Servicequalität hier konkurrenzlos.

    Juwel am Vierwaldstätter See: Ameron Luzern Hotel Flora

    Das dritte Ameron-Haus der Schweiz wurde kürzlich ebenfalls aufwendig renoviert und ist ab sofort wieder geöffnet. Das Hotel liegt eingebettet zwischen den Schweizer Alpen und dem Vierwaldstätter See. Für mich verbindet Luzern städtische Gemütlichkeit mit einer Hingabe an die Schweizer Naturschönheiten. Ein schönes Hide-away inmitten urbaner Landschaft.

    Im Flora wurde erstmals das neue Gourmet-Konzept Bacio della Mamma ausgerollt. (Foto: Althoff Hotels)
    Lobby des Flora Luzern

    Im Flora wurde erstmals das neue Gourmet-Konzept Bacio della Mamma ausgerollt.

    (Foto: Althoff Hotels)

    Unter der Leitung von Gabriel Neves und dem Restaurant-Manager Ricardo Neves wurde hier erstmalig das neue Gourmet-Konzept Bacio della Mamma ausgerollt. Die feinen italienischen Spezialitäten sind das Markenzeichen und bringen das italienische Feuer in die Schweizer Moderne. Ein spannungsvoller Kontrast, den ich auch im Mountain-Resort Davos beobachten und schmecken konnte.

    Das bestgeführte Grandhotel in Luzern ist für mich aber das Hotel Schweizerhof. Seine exzellente Lage, seine Historie und vor allem die außergewöhnliche Umsetzung von Clemens Hunziker, dem langjährigen Direktor des Hauses, überzeugen mich jedes Mal erneut. Seit vielen Jahren ist das Fünf-Sterne-Grandhotel eine Benchmark für echte Qualität und kulturelle Konzepte in der Luxushotellerie, auch über die Grenzen hinaus.

    Der Schweizerhof Luzern ist seit Jahren eine Benchmark für echte Qualität und kulturelle Konzepte. (Foto: Hotel Schweizer Hof Luzern)
    Exzellente Lage

    Der Schweizerhof Luzern ist seit Jahren eine Benchmark für echte Qualität und kulturelle Konzepte.

    (Foto: Hotel Schweizer Hof Luzern)

    Althoff-Werte vereint in den Ameron-Hotels

    Ich bin mir sicher, dass wir von den beiden Hoteliers Thomas Althoff und Frank Marrenbach zukünftig noch viel hören werden. Stillstand existiert in ihrem Wortschatz nicht. Dass Marrenbach den Weg konsequent weitergeht und auch künftig herausragende Produkte entwickelt, können Sie bereits jetzt an den neuen Häusern Ameron Alpsee Resort & Spa Neuschwanstein und der Ameron Motorworld in München sehen. Ich kann es kaum erwarten, die neuen Häuser auch als Übernachtungsgast endlich wieder zu besuchen.

    Die Ameron-Häuser in der Schweiz zeigen auf dem Vier-Sterne-Markt, welches großartige Potenzial in dieser Preiskategorie vorhanden ist. Jung und chic, sportlich und unprätentiös, vielseitig und authentisch – diese Attribute beschreiben die jeweils einzigartigen Charaktere der Hotels. Wenn ich mich für ein Ameron in der Schweiz entscheide müsste, dann wäre es sicher das Bellerive au Lac. Sie wissen schon, das mit dem Turmzimmer.

    Über den Autor: Als früherer Grandhotelier und Betreiber einer Reiseplattform ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für das Handelsblatt schreibt, bereist er auf eigene Rechnung. Rath ist Ideengeber des neuen Rankings „Die 101 besten Hotels Deutschlands“, zu dessen Partnern auch das Handelsblatt gehört.

    Mehr: Am Tegernsee stehen und entstehen deutsche Luxus-Resorts der Zukunft

    Copyright letztes Bild: Hotel Schweizerhof Luzern
    Copyrights alle anderen Bilder: Althoff Hotels

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