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Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2019 Paul Collier erhält Wirtschaftsbuchpreis für „Sozialer Kapitalismus“

In seinem Buch fordert der britische Ökonom eine neue Ethik für Gesellschaft und Unternehmertum. „Extrem gut erklärt“ und „ideologiefrei“, findet die Jury.
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Nach der Preisverleihung: Buchmessenchef Juergen Boos, Wolfgang Fink, Deutschlandchef von Goldman Sachs, der Preisträger Paul Collier und der Juryvorsitzende Hans-Jürgen Jakobs (v.l.n.r.) Quelle: Roselieb für Handelsblatt
Wirtschaftsbuchpreis

Nach der Preisverleihung: Buchmessenchef Juergen Boos, Wolfgang Fink, Deutschlandchef von Goldman Sachs, der Preisträger Paul Collier und der Juryvorsitzende Hans-Jürgen Jakobs (v.l.n.r.)

(Foto: Roselieb für Handelsblatt)

Frankfurt Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis geht in diesem Jahr an den britischen Ökonomen und Bestsellerautoren Paul Collier. Bei einer festlichen Gala im Rahmen der Buchmesse wurde sein Buch „Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft“ am Donnerstagabend in Frankfurt zum besten Wirtschaftsbuch des Jahres gekürt.

Am Freitag ist der Preisträger auf der Buchmesse zu sehen – und zu hören: Um 11 Uhr diskutiert er mit Buchmessen-Direktor Juergen Boos und dem Juryvorsitzenden und Handelsblatt-Senior-Editor Hans-Jürgen Jakobs über sein Manifest im architektonischen Schmuckstück der Messe, im lichten Pavillon im Innenhof der Buchmesse.

Viele Wirtschaftsbücher waren eingereicht worden, zehn davon auf die Shortlist gekommen, doch die Jury wählte Colliers Buch, weil es das Thema Zukunftsbewältigung wegweisend behandelt und nach einer Lösung für eine der großen Fragen der Zeit sucht: Wie können wir technologischen Fortschritt auch gesellschaftlich stabilisieren?

Jede Gesellschaft brauche eine Konvention der Mitglieder auf Werte, die gelebt werden müssen, meinte die Jury. „Colliers Manifest für einen erneuerten Kapitalismus ist extrem gut erklärt, und seine Forderungen sind leicht nachvollziehbar, und er spricht das Thema Identität ideologiefrei an“, sagte der Jury-Vorsitzende Jakobs bei der Gala. Der Preisträger, aus Oxford angereist, wo er an der Universität unterrichtet, warnte vor der Ideologie des Einzelnen, die auf Selbstbestimmung beharre und nicht an gegenseitige Verpflichtungen denke.

Das Buch spiegelt die aktuelle Lage wider: Die Sorge um den Zustand der Welt in einer Zeit globaler politischer und gesellschaftlicher Umbrüche ist auch das Leitthema der diesjährigen Buchmesse. Und auch der Politikwissenschaftler Herfried Münkler versuchte in seiner Eröffnungsrede der Gala, die Zeichen zu entschlüsseln, und sprach über den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Collier fordert eine neue Ethik der Gesellschaft, die auch für Unternehmen gelten müsse. Darüber wurde nach der Preisverleihung noch intensiv diskutiert.

Paul Collier: Sozialer Kapitalismus. Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
Siedler Verlag
320 Seiten
20 Euro
ISBN-13: 978-3-8275-0121-9

Den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis mit dem Motto „Wirtschaft verstehen“ vergeben die drei Partner Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs in diesem Jahr zum 13. Mal.

Mehr: Die gesellschaftliche Spaltung wächst, der Kapitalismus steckt in der Krise. Der Lösungsvorschlag des Oxford-Ökonomen Paul Collier: mehr Menschlichkeit.

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