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Deutscher Wirtschaftsbuchpreis
(Foto: DigitalVision/Getty Images)

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis Die zehn besten Bücher des Jahres

Wer hat 2019 das beste Wirtschaftsbuch geschrieben? Das bedeutendste Werk wird auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.
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Düsseldorf Die Schlagworte dieser Tage sind beunruhigend: Ping-Pong-Ökonomie im Zollstreit zwischen den USA und China, der Vorwurf der Währungsmanipulation an Peking, drohende Eskalation am Persischen Golf, keine Lösung beim Brexit und dazu Rezessionsängste, Konjunkturdellen und die Exportsorgen vieler Branchen in Deutschland.

Und natürlich das Klimadesaster. Das Panorama des Jahres 2019 scheint nicht gerade von positiven News geprägt zu sein.

Zu den geopolitischen Verwerfungen kommen grundsätzliche Themen, die die öffentliche Diskussion in Deutschland bestimmen. Wie entwickelt sich der Kapitalismus, wohin geht unsere immer mehr gespaltene Gesellschaft, und wie wird sich die Welt der Algorithmen auf jeden einzelnen auswirken, vom Arbeitsplatz bis zum täglichen Leben?

Das sind auch die beherrschenden Themen der Wirtschaftsbücher, die seit der letzten Buchmesse im vergangenen Oktober erschienen sind. Zehn von ihnen, die Besten, gehen nun in den Wettbewerb um den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2019. Doch nicht nur die Finalisten, alle Einsendungen waren in diesem Jahr qualitativ und inhaltlich von hochstehendem Niveau.

Die Qualität der Bücher belegt zweierlei: Dass die Wirtschaftsbuchverlage und die Publikumsverlage das Interesse der Leser an den großen Themen spüren und aufnehmen – und dass die Buchbranche in Deutschland nicht so leidet, wie es den Anschein hat in Zeiten von schnellem und oberflächlichem Bildkonsum.

Tatsächlich sind die neuen Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels überraschend: Die Zahl der Buchkäufer in Deutschland ist 2018 erstmals seit 2012 wieder gestiegen. 29,9 Millionen Menschen ab zehn Jahren erwarben mindestens ein Buch, 2017 waren es 29,6 Millionen.

Und noch erstaunlicher: „Die größten Zuwächse zeigen sich in den Altersgruppen, in denen in den vergangenen Jahren am meisten Käufer verloren gegangen sind: in der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren“, so der Börsenverein. Die Branche habe 2018 ihren Umsatz mit 9,13 Milliarden Euro wie im Vorjahr gehalten und sei mit Zuwächsen ins Jahr 2019 gestartet.

Die zehn besten Wirtschaftsbücher
Daniel Goffart: Das Ende der Mittelschicht. Abschied von einem deutschen Erfolgsmodell
1 von 10

Berlin Verlag, Berlin 2019, 400 Seiten, 22 Euro

Nils Ole Oermann, Hans-Jürgen Wolff : Wirtschaftskriege. Geschichte und Gegenwart
2 von 10

Herder, Freiburg 2019, 272 Seiten, 24 Euro

John Carreyrou: Bad Blood. Die wahre Geschichte des größten Betrugs im Silicon Valley
3 von 10

DVA, München 2019, 400 Seiten, 24 Euro

Jörg Dräger, Ralph Müller-Eiselt: Wir und die intelligenten Maschinen – Wie Algorithmen unser Leben bestimmen und wir sie für uns nutzen können
4 von 10

DVA, München 2019, 272 Seiten, 20 Euro

Paul Collier: Sozialer Kapitalismus. Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
5 von 10

Siedler, München 2019, 320 Seiten, 20 Euro

Ernst-Wilhelm Händler: Das Geld spricht
6 von 10

S. Fischer, Frankfurt 2019, 400 Seiten, 22 Euro

Alexander Hagelüken: Lasst uns länger arbeiten!
7 von 10

Droemer, München 2019, 224 Seiten, 16,99 Euro

Die zehn Wirtschaftsbücher der Shortlist haben einen gemeinsamen Nenner: Sie versuchen, das Unbehagen mit Blick auf die Zukunft zu dechiffrieren. Sie analysieren, decken auf und entwerfen Szenarien, sie geben Denkanstöße und liefern Hintergründe, die verstehen helfen.

„Wirtschaft verstehen“ ist auch das Motto des mit 10.000 Euro dotierten Preises, den das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs gemeinsam ausloben.

Können wir unseren Wohlstand halten? Und zerfällt die Gesellschaft? Die Shortlist-Autoren Thomas Straubhaar, Paul Collier, Alexander Hagelüken und Daniel Goffart liefern unterschiedliche Ansätze und Argumente, aber auch Lösungsmöglichkeiten.

Das Thema Künstliche Intelligenz in allen Facetten beleuchten Jörg Dräger und Kai-Fu Lee. Nils Ole Oermann und Hans-Jürgen Wolff untersuchen, wie es zu Wirtschaftskriegen kommen kann.

Einer der Akteure: Donald Trump. Heike Buchter schaut auf die USA und die Konsequenzen von seiner Politik für Deutschland. Der Pulitzer-Preisträger John Carreyrou schreibt anhand des Theranos-Skandals über die Grenzen des Silicon-Valley-Kapitalismus. Auch ein Roman ist auf der Shortlist: Ernst-Wilhelm Händler hat dieses Genre gewählt, um über Geld und Kapitalismus zu schreiben.

In den Wochen bis zur Buchmesse werden alle Bücher auf der Literaturseite ausführlich vorgestellt. Zu finden sind die Rezensionen auch unter: www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de

Es wird spannend. Und für alle Bücher gilt der Satz von John Maynard Keynes: „Die Worte sollten etwas schärfer gesagt werden, da sie ein Angriff von Gedanken auf Gleichgültigkeit sind.“

Mehr: Diese Wirtschaftsbücher bereichern Ihren Sommerurlaub – Neu erschienene Sachbücher behandeln die Zukunft der Arbeit, den „neuen“ Menschen und die Digitalisierung. Welche Werke Sie in Ihren Koffer packen sollten.

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