PaidContent - FREE (Aufhebungsmarker)Der ehemalige Wirtschaftswoche-Chefredakteur Stefan Baron und seine chinesische Frau haben ein aufrüttelndes Buch über das Reich der Mitte geschrieben.

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  • Zum Abschluss der Besprechung beklagt Herr Brueggmann, wir würden nicht ausführen, welche Rolle Deutschland und Europa bei der von uns geforderten "Fernost-Politik" spielen.
    Dies ist schlicht falsch. Erstens benennen wir Deutschland und Europa klar als Adressaten unserer Forderung. Zweitens führen wir ausdrücklich die einstige Ostpolitik von Willy Brandt dafür als Vorbild an. Drittens schließlich schreiben wir (Seite 420/421): "Europa darf bei dem Ringen um die Weltordnung der Zukunft nicht an der Aussenlinie verharren und dessen Ausgang abwarten, sondern muss Partei ergreifen. Partei für eine wahrhaft multi-polare Ordnung: kein US-Monopol mehr, kein neues China-Monopol, auch kein Duopol von China und den USA, sondern eine Ordnung, die global für mehr Mitbestimmung, Wettbewerb und Gerechtigkeit sorgt und in der auch Deutschland und Europa weiter einen wichtigen Platz einnehmen".
    Damit haben wir Deutschlands und Europas Rolle in diesem Zusammenhang eindeutig umrissen. Im Einzelnen zu beschreiben, mit welchen konkreten Politik-Massnahmen diese Rolle ausgefüllt werden könnte, wäre von uns nicht nur vermessen gewesen, es haette auch den Rahmen des Buches gesprengt, das ja die Chinesen und nicht Deutschland und Europa als zentralen Untersuchungsgegenstand hat.
    Stefan Baron, Guangyan Yin-Baron

  • Buchautoren müssen damit leben, dass ihre Werke nicht immer so rezensiert werden, wie es diese nach ihrer Meinung verdienen. Die Rezension von Herrn Brueggmann fordert jedoch in einigen Punkten unseren Widerspruch heraus, da sie nicht nur beim Leser des Handelsblatt, sondern womöglich auch bei Jury-Mitgliedern des Wirtschaftsbuchpreises teilweise einen falschen Eindruck erzeugt.
    Das Foto von einer Militärparade direkt über der Überschrift "So tickt China" suggeriert: China ist aggressiv und gefährlich.
    So kann man nach unserer Meinung vielleicht einen Artikel über die militärische Aufrüstung Chinas präsentieren. Als Illustration für die Besprechung eines Buches, das erklaeren will, wie die Chinesen ticken und dabei weit verbreitete Stereotypen (wie etwa das von der Gelben Gefahr) hinterfragt, erscheint es uns absolut daneben, irreführend, ja geradezu manipulativ. ‎Denn sie kommt einem Statement gleich, das die gesamte Intention unseres Buches konterkariert.
    In der Besprechung selbst sind uns zwei Stellen aufgefallen, die nicht unkommentiert bleiben können:
    Als Einleitung sagt Herr Brueggmann, das Buch lese sich, obwohl erst vor wenigen Monaten erschienen, "merkwürdig aus der Zeit gefallen". Dies begründet er damit, dass "Die Chinesen - Psychogramm eine Weltmacht" doch dazu beitragen wolle, diese besser zu verstehen und mehr Verständnis gegenüber ihrem Land aufzubringen, sich die Kritik an China im Westen jedoch zuletzt verstärkt habe.
    Diese Argumentation ist uns völlig unbegreiflich. Die weit verbreitete Kritik an China ist erklaertermassen ein zentrales Motiv für uns gewesen, das Buch überhaupt zu schreiben! Dass diese Kritik derzeit anschwillt, haben wir nicht nur vorausgesehen und in dem Buch selbst bereits thematisiert als hierzulande dies noch kaum jemand auf dem Radar hatte, diese Entwicklung macht dieses Buch nur umso aktueller und unterstreicht die Notwendigkeit , China und seine Menschen besser verstehen zu lernen.

Mehr zu: Shortlist: Deutscher Wirtschaftsbuchpreis - So tickt China

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