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Shortlist Wirtschaftsbuchpreis: Homo Deus Die Entseelung der Menschheit

Schlaue Algorithmen optimieren Homo sapiens, bis nicht mehr viel von ihm bleibt und die Maschinen übernehmen. Die Dystopie des israelischen Bestseller-Autoren Yuval Noah Harari.
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Ke Jie, der chinesische Champion des Brettspiels
Maschine schlägt Mensch

Ke Jie, der chinesische Champion des Brettspiels "Go", verliert zum zweiten Mal gegen die von Google-Programmierern geschaffene künstliche Intelligenz "AlphaGo". Künftig werden intelligente Algorithmen Menschen auch in allen anderen Bereichen überlegen sein, glaubt Buchautor Yuval Harari.

(Foto: AP)

Tel Aviv Kaum erschien Homo Deus, wurde das Buch bereits in den wichtigsten Medien besprochen und gelobt. Prominente Tech-Größen wie Mark Zuckerberg oder Bill Gates haben die Lektüre empfohlen, Ex-Präsident Barack Obama rühmte es im Fernsehen.

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari hatte schon mit seinem ersten Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ einen Coup gelandet. Es wurde in 40 Sprachen übersetzt, ein weltweiter Bestseller.

Darin beschrieb Harari, wie Homo sapiens die Erde erobern konnte. In Homo Deus richtet Harari den Blick in die Zukunft – und die sieht düster aus. Die neuen Technologien führen dazu, dass Homo sapiens wird abdanken müssen.

In lockerer Prosa beschreibt der Geschichtsprofessor aus Jerusalem eine Welt, in der Computer, Roboter und künstliche Intelligenz Homo sapiens verdrängen. Bald könnten Algorithmen derart mächtig sein, dass sie Homo sapiens dazu verhelfen, zu einer Art Supermenschen aufzusteigen: Homo Deus.

Diese These klingt auf den ersten Blick gewagt, ja frivol. Wer sich aber vor Augen führt, wie schnell das Smartphone unseren Alltag erobert und verändert hat – vor zehn Jahren musste man noch erklären, was eine App ist –, erkennt, wie kraftvoll und nachhaltig sich die Entwicklung der Technologie auf die Menschheit auswirken kann.

Die von Harari skizzierten Veränderungen werden massive Auswirkungen haben. Die Zahl der Arbeitsplätze wird stark sinken, Algorithmen werden den Menschen schließlich entmündigen. Die große Mehrheit der Individuen wird Teil einer nutzlosen Masse.

Ihr größtes Problem wird darin bestehen, ihrem Leben mit Spielen und Vergnügungen Sinn zu geben. Die Wissenschaft von morgen werde vor allem drei Aufgaben haben: den Menschen unsterblich zu machen und das Glücksgefühl zu erhöhen. Denn die großen Probleme der Menschheit – Hunger oder Epidemien zum Beispiel – werden weitgehend gelöst sein, schreibt Harari zu Beginn seines Buches.

Algorithmen wissen, wie Du fühlst.
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