Na Logo Die Wiedergeburt des Sportlabels Ellesse

Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter Ellesse, diesem leicht angestaubten Sportlabel, das gerade eine Renaissance erlebt?
Kommentieren
Der Name des Sportlabels lässt sich vom Namen seines Gründers ableiten. Quelle: Ellesse
Ellesse

Der Name des Sportlabels lässt sich vom Namen seines Gründers ableiten.

(Foto: Ellesse)

Name: Ellesse.

Gegründet: 1959 von Leonardo Servadio in der italienischen Stadt Perugia in Umbrien.

Sitz: Längst ist der Firmensitz der Marke in die britische Metropole London umgezogen.

Besitzer: Die britische Pentland Group, der auch Markenrechte für Lacoste oder den Sporthändler JD Sports gehören, ist seit 1994 an Ellesse beteiligt. Zehn Prozent hält immer noch Gründer Servadio.

Das Logo: Der Name steht für die italienisch ausgesprochenen Initialen des Firmengründers: „Ell“ für L wie Leonardo und „Esse“ für S wie Servadio. Das Logo symbolisiert eine Kombination aus zwei roten Skispitzen und einem Tennisball.

Zahlen, bitte! 2018 kletterte der Umsatz der Pentland Group um 39 Prozent auf umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro. Pentland beschäftigt 50.000 Mitarbeiter und verkauft seine Marken in 190 Ländern. Das Label Ellesse wuchs dabei laut Konzern zweistellig auf einen Umsatz von 136 Millionen britischen Pfund. Die Marke wird in Deutschland durch den Filialisten JD Sports und über das Online-Modehaus Zalando vertrieben.

Bekannt für: Zuerst nur für moderne Skikleidung. In den Siebzigern feierte die Marke Erfolge mit der „Jet Pant“, einer Skihose mit gepolsterten Knien und ausgestellten Beinen. In den Achtzigern stieg Ellesse ins Tennis-Geschäft ein. Boris Becker gewann 1985 im Ellesse-Dress das weltberühmte Tennisturnier in Wimbledon.

Die Kundschaft: Shirts, Hoodies und Sneaker von Ellesse erleben bei jungen Leuten der Instagram-Generation gerade eine Renaissance. Preislich liegt das Label in der Mitte des Marktes.

Philosophie: Die Marke soll für Mut, Extravaganz und gut geschneiderte Mode mit italienischen Wurzeln stehen. Auf Instagram fordert Ellesse auf: Brecht die Regeln der Gleichheit!

Die Realität: Ganz so ungewöhnlich ist das Design nicht. Ellesse gehört zu einer Reihe von Marken wie Fila, die in den 70ern und 80ern ihren Höhepunkt erlebten, danach aber an Strahlkraft verloren. Seit geraumer Zeit ist das Label wieder im Trend. Wie lange? Das hängt davon ab, wie gut es der Pentland Group gelingt, die Marke zu pflegen. Eine zu breite Distribution hat schon manches Label überfordert.

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°5/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 13. September 2019 am Kiosk erwerben.

Mehr: Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter COR, dem Designmöbelhersteller aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück?

Mehr zu: Na Logo - Die Wiedergeburt des Sportlabels Ellesse

0 Kommentare zu "Na Logo: Die Wiedergeburt des Sportlabels Ellesse"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.