Na Logo Lindt & Sprüngli – Süßes vom Zürichsee

Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter Lindt & Sprüngli, dessen Schokolade nicht nur die Weihnachtszeit versüßt?
05.12.2019 - 10:03 Uhr Kommentieren
Das Sortiment des Herstellers umfasst etwa 2500 Produkte. Quelle: Lindt
Lindt-Pralinen

Das Sortiment des Herstellers umfasst etwa 2500 Produkte.

(Foto: Lindt)

Name: Lindt & Sprüngli.

Gegründet: 1845 legt Rudolf Sprüngli in einer kleinen Confiserie in der Züricher Marktgasse den Grundstein für das Schoggi-Imperium. 1899 kommt die Schokoladenfabrik von Rodolphe Lindt in Bern dazu.

Sitz: Kilchberg am Zürichsee.

Besitzer: Das Familienunternehmen geht 1986 an die Börse. Heute zählen Namensaktien von Lindt mit einem Preis von zuletzt rund 75.500 Euro je Stück zu den teuersten Aktien überhaupt. Etwa 20 Prozent der Papiere liegen bei firmennahen Pensionsfonds und Stiftungen.

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    Das Logo besteht aus den beiden Familienwappen: Stern und Halbmond von der Familie Sprüngli und ein Drache für die Familie Lindt. Letzterer lehnt sich an das althochdeutsche Wort „Lindwurm“ für Drache an.

    Zahlen, bitte! 2018 kletterte der Umsatz um rund fünf Prozent auf umgerechnet 3,9 Milliarden Euro, unterm Strich standen gut 441 Millionen Euro Gewinn. Lindt beschäftigt mehr als 14.000 Mitarbeiter und verkauft seine Süßigkeiten in 120 Ländern. Drei Viertel des Umsatzes machen die Schweizer mit globalen Marken wie Lindt oder Lindor, doch zum Konzern gehören auch regionale Labels wie das amerikanische Russell Stover.

    Bekannt für Schokolade in fast allen Varianten – als Tafel, Praline oder Saisonware wie Weihnachtsmann und Osterhase. Insgesamt zählt das Sortiment rund 2 500 Produkte.

    Die Kundschaft: Traditionelle Produkte zielen auf eine ältere, wohlsituierte Kundschaft. Ausgefallene Geschmacksrichtungen sollen neuerdings Jüngere ansprechen. Rund die Hälfte der Umsätze macht Lindt in Europa, Deutschland ist hinter den USA zweitwichtigster Markt. Brasilien, China, Südafrika und Japan spielen bislang eine Nebenrolle, doch dort wächst das Geschäft zweistellig.

    Philosophie: Lindt verspricht „Geschmack, Qualität, Design und Premiumness“ – was auch die gehobenen Preise erklärt.

    Die Realität: Premium ist Geschmackssache. Bei Stiftung Warentest landete Lindt-Milchschokolade auf Platz 16 von 25, günstigere Marken schnitten besser ab. Trotzdem geht die Strategie auf: In Deutschland wuchs Lindt & Sprüngli 2018 auf einem rückläufigen Markt: Die Leute essen weniger Süßes – aber häufiger das von Lindt.

    Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°8/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 06. Dezember 2019 am Kiosk erwerben.

    Mehr: Montblanc – Wer und was steckt eigentlich hinter dem Hersteller von hochwertigen Schreibgeräten, Uhren und Lederwaren?

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