Na Logo Montblanc – Handarbeit seit 1906

Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter Montblanc, diesem Hersteller von hochwertigen Schreibgeräten, Uhren und Lederwaren?
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Schreibgeräte machen noch immer einen Großteil des Umsatzes des Unternehmens aus. Quelle: Montblanc
Kugelschreiber von Montblanc

Schreibgeräte machen noch immer einen Großteil des Umsatzes des Unternehmens aus.

(Foto: Montblanc)

Name: Montblanc.

Gegründet: 1906 von Bankier Alfred Nehemias und Ingenieur August Eberstein, die begannen, Füllfederhalter mit integriertem Tintentank herzustellen.

Sitz: Das Unternehmen hat seine Zentrale in Hamburg in einem nüchternen Backsteingebäude. Aber nebenan entsteht das neue Montblanc-Haus, eine Mischung aus Museum, Raum für Vip-Kunden und Montblanc-Kunstsammlung.

Besitzer: Beim ursprünglich deutschen Unternehmen stieg 1977 zunächst die britische Dunhill-Gruppe ein. Seit 1993 gehört Montblanc zur Schweizer Richemont-Gruppe, einem Luxuskonzern mit Marken wie IWC, Jaeger-LeCoultre und Cartier.

Das Logo: Schreibgeräte, Uhren und Lederwaren zeigen auf den ersten Blick so etwas wie einen weißen Stern. Das Zeichen steht aber für den stilisierten Gipfel des Montblanc mit seinen sechs Tälern.

Zahlen, bitte! Montblanc beschäftigt weltweit 3000 Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 erzielte das Unternehmen einen Überschuss von 61 Millionen Euro. Die Produkte sind in mehr als 70 Ländern ausschließlich bei rund 600 autorisierten Händlern, Juwelieren und in eigenen Montblanc-Boutiquen erhältlich.

Bekannt für: Die Marke steht noch immer für seine berühmten schwarzen Füller und Kugelschreiber, das sogenannte Meisterstück. Doch längst hat Montblanc die Schreibkollektion um viele Sondereditionen erweitert – zum Beispiel um das Segment, das CEO Nicolas Baretzki „High Artistry“ nennt.

Die Kundschaft: Geschäftsreisende und Besserverdienende in aller Welt, die mit dem berühmten Logo zeigen wollen, dass ihnen Schreibkultur besonders wichtig ist.

Philosophie: Montblanc legt Wert auf Qualität, europäische Handwerkskunst und klassisches Design. Die Füllfederhalter werden immer noch größtenteils von Hand gefertigt.

Die Realität: Montblanc will die Abhängigkeit von seinen Schreibgeräten verringern, die immer noch einen Großteil des Umsatzes ausmachen. So wächst das Geschäft mit Rucksäcken, Taschen und Gürteln derzeit am schnellsten. Auch der Bereich der mechanischen Armbanduhren gewinnt an Bedeutung.

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°7/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 8. November 2019 am Kiosk erwerben.

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