Na Logo Smeg will aus seinen Kühlschränken Statussymbole machen

Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter Smeg, dem Hersteller schicker Kühlschränke und Küchengeräte aus Italien?
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Das italienische Unternehmen kommt vor allem bei jungen, urbanen Erfolgsmenschen an. Quelle: Smeg
Kühlschrank von Smeg

Das italienische Unternehmen kommt vor allem bei jungen, urbanen Erfolgsmenschen an.

(Foto: Smeg)

Name: Smeg

Sitz: Guastalla, eine Stadt in der Provinz Reggio Emilia im Herzen Italiens.

Besitzer: Das Unternehmen wurde 1948 von Vittorio Bertazzoni gegründet. Ursprünglich waren die Bertazzonis Schmiede und stellten dann erst Kochherde und später Kühlschränke und andere Haushaltsgeräte her. Heute ist Vittorios Sohn Roberto Vorsitzender des Verwaltungsrats, und der Enkel, der ebenfalls Vittorio heißt, ist CEO des Unternehmens.

Das Logo: Der Schriftzug Smeg, der als Logo dient, ist schlicht die Abkürzung von „Smalterie Metallurgiche Emiliane Guastalla“, also „Metall- und Emaillewerk in der Emilia in Guastalla“.

Zahlen, bitte! 2018 betrug der Umsatz 660 Millionen Euro. 80 Prozent der Produktion wird ins Ausland verkauft, wo Smeg 17 Direktniederlassungen hat, zudem wird über andere Händler verkauft. 2200 Beschäftigte arbeiten für Smeg. Die Produktion sitzt ausschließlich in Italien, in Guastalla, Bonferraro bei Verona und in Chieti.

Bekannt für: Küchengeräte, die nicht als Gebrauchsgegenstände, sondern als „State of the Art“ angesehen werden. Erst waren es Gas- und Elektroherde mit schlichtem Design, dann wurden die seit den 90er-Jahren entwickelten freistehenden Kühlschränke zum Verkaufsschlager. Bestseller ist der „FAB“ im Vintage-Stil der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das Stück gibt es in allen Farben. Auch ein Disney-FAB ist im Programm: Auf dem Kühlschrank prangt Micky Maus. Neu ist die Zusammenarbeit für die bunte Kollektion „Divina Cucina“, also „göttliche Küche“, mit Dolce & Gabbana.

Die Kundschaft: Junge, urbane Erfolgsmenschen wollen auch in der Küche Lifestyle haben. Entsprechend sind die Shops eingerichtet: Erlebniswelten statt Küchenstudios. Erst vor ein paar Tagen hat ein neuer Smeg-Shop in Berlin in der Kantstraße eröffnet.

Philosophie: „Unsere Geräte werden zu Ausstellungsobjekten und zu wahren Statussymbolen und Ikonen“, sagt das Unternehmen.

Die Realität: Smeg wächst und baut neuerdings sogar Espressomaschinen. Neben der Ästhetik setzt man zunehmend auf Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit.

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°6/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 11. Oktober 2019 am Kiosk erwerben.

Mehr: Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter Ellesse, diesem leicht angestaubten Sportlabel, das gerade eine Renaissance erlebt?

 

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