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Nach Luxair-Absturz Mechaniker tauschte defektes Teil nicht aus

Im Prozess um den Absturz einer Luxair-Maschine mit 20 Toten ist die Beweisaufnahme zu Ende gegangen. Ein Mechaniker hat ausgesagt, er habe ein defektes Teil in der Unglücksmaschine nicht ausgetauscht.
17.11.2011 - 17:20 Uhr Kommentieren
Rettungshelfer stehen am 6.11.2002 am Wrack der Luxair-Maschine. Quelle: dpa

Rettungshelfer stehen am 6.11.2002 am Wrack der Luxair-Maschine.

(Foto: dpa)

Luxemburg Der ehemalige leitende Mechaniker gab vor dem Bezirksgericht in Luxemburg-Stadt an, dass er nicht verpflichtend dazu aufgefordert wurde, ein fehlerhaftes Bauteil der 2002 abgestürzten Fokker auszuwechseln. Ihm sei vom Hersteller lediglich empfohlen worden, dieses Teil nur bei einer ohnehin anstehenden Reparatur zu ersetzen. Daher habe er darauf verzichtet.

Luxair war seit den 1990er Jahren bekannt, dass dieses Teil eine automatische Sicherung während des Flugs für 16 Sekunden aussetzen kann. Dies war auch am Unglückstag geschehen. Es wurde damit gerechnet, dass noch während der Verhandlung am Donnerstag mit den Plädoyers begonnen wird. Die Staatsanwaltschaft wird ihre Strafforderung allerdings erst nach den Einlassungen der Verteidigung der sieben Beklagten und der fünf Nebenkläger mitteilen.

Wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung sowie Verstößen gegen Flugverkehrsregelungen müssen sich der Pilot der verunglückten Luxair-Maschine, drei seiner ehemaligen Chefs, zwei frühere Mechaniker und ein ehemaliger technischer Direktor seit dem 10. Oktober verantworten. Beim Absturz der aus Berlin-Tempelhof kommenden Fokker nahe Luxemburg-Stadt kamen 20 der 22 Passagiere ums Leben, darunter 15 Deutsche. Im Falle einer Verurteilung drohen den sieben Beschuldigten zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft.

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