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110 Jahre Motorrad-Kultmarke „Harley-Fahrer sind totale Weicheier“

Harley-Davidson wird 110 Jahre alt – und verkauft sich prächtig. Typische Fahrer sind aber längst nicht mehr tätowierte Rocker, sondern gealterte Zahnärzte. Warum die Marke noch blüht, aber dem Tod geweiht ist.
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Hat die Marke ein Nachwuchs-Problem? Harley-Davidson-Interessierte bei einem Motorradhändler in Maryland, USA. Quelle: Reuters

Hat die Marke ein Nachwuchs-Problem? Harley-Davidson-Interessierte bei einem Motorradhändler in Maryland, USA.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfEigentlich hat Harley-Davidson 2013 ja einen guten Grund, um kräftig zu feiern: Die Marke aus Milwaukee wird 110 Jahre alt, die vom Hersteller aktiv geförderte Community der Harley-Besitzer H.O.G. feiert ihr 30-Jähriges. Doch die aktuellen Zahlen des börsennotierten Motorradherstellers zeigen ein gemischtes Bild. So brachen im ersten Quartal auf dem wichtigsten Markt, den USA, die Verkäufe um 13 Prozent ein. Eine der Ursachen war, typisch für das saisonal geprägte Geschäft mit den schweren Bikes, das Wetter: Die Kälte in Europa und USA war zu Jahresbeginn heftig und langanhaltend, Kaufinteressenten verschoben ihre Anschaffungen. Die Harley-Händler hatten sich allerdings in der Hoffnung auf ein gutes Geschäft reichlich mit Motorrädern eingedeckt, was Umsatz und Ertrag der Kultmarke in die Höhe trieb.

Besser lief es im zweiten Quartal, weltweit wurden 90.193 Motorräder verkauft, wie Harley am Donnerstag meldete. 144.447 waren es im ersten Halbjahr (+8.2%). Dabei gaben die Verkäufe aber in den USA und Europa leicht nach, echtes Wachstum kam aus den Regionen Asien (+11,9%) und Lateinamerika (+22,8%).

Harley-Davidson hatte in der Wirtschaftskrise vor vier Jahren noch ums Überleben kämpfen müssen, weil die Verkäufe der teuren Maschinen eingebrochen waren. Firmenchef Wandell gab in der Not die Marken MV Agusta und Buell auf, strich tausende Jobs und stellte die Produktion um. Heute profitiert der Hersteller von seiner Neuaufstellung durch geringere Kosten.

Zwei Drittel aller neuen Harleys werden in den USA gekauft, doch die Fangemeinde in Lateinamerika und Asien wächst angeblich rasant. In Europa hatte die Schuldenkrise die Verkäufe zuletzt gedämpft. Das Unternehmen bleibt aber zuversichtlich und will im gesamten Jahr wie geplant bis zu 264.000 Motorräder ausliefern, ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber 2012. Das Plus soll nicht zuletzt von Neukunden stammen, die der Faszination der Kultmarke erliegen.

2012 hatten in den USA vier von zehn Kunden erstmals eine Harley gekauft, außerhalb des US-Marktes waren sogar zwei Drittel der Kunden neu bei der Marke gelandet, deren Bikes oft als technisch antiquiert, aber dennoch besonders teuer kritisiert werden.

Was die typische Harley-Welt ausmacht, und welchen besonderen Risiken die Community-geprägte Marke unterliegt hat Handelsblatt Online mit Kai-Uwe Hellmann besprochen. Der Soziologe und Konsumforscher hat sich intensiv mit der Harley-Markenwelt beschäftigt, und kommt zu ganz eigenen Ein- und Ansichten.  

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53 Kommentare zu "110 Jahre Motorrad-Kultmarke: „Harley-Fahrer sind totale Weicheier“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • also tut mir Leid Siggi40.de
    zeig mir einen einzigen HD Fahrer, der mit seinem über 300 kg schweren Bike (natürlich keine Sportster etc.)
    einen Burn out macht ??
    mich umgeben reichlich HD Fahrer... ich kenne keinen einzigen !
    und das nichts wissende- dumme Geschreibsel hier...
    wie viele Anwälte, Dentisten etc. fahren eine Harley ?
    sicherlich 0, %
    für viele wäre es wohl besser, auf eine Öko Seite
    zu wechseln und sich über ihre Grünkern Bratlinge,
    Atomkraft nein Danke und diesen Grünen, Nonsens Scheiß auszulassen !!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • als soziologe und (u.a.) harley-fahrer muss ich feststellen: eine schlechte analyse, weil die "konkurrenz" nicht berücksichtigt wurde und dadurch die harley-typischen rituale nicht korrekt erkannt wurden. nur als beispiel: der burn out ist ein generelles motorradfahrer-ritual und taugt daher nicht zur beschreibung von hd (aber es sei hier gesagt, dass natürlich auch harleys ganz prima zum burnen taugen ;-)).
    um diese (und andere) marken wirklich zu verstehen, reicht eine oberflächliche phänomenologie nicht aus.
    viele grüße, mk

  • Ich finde Klischees sollte man bedienen.
    Einfach mal an der nächsten Tankstelle einen der „ungewaschen, stinkenden und lauten“
    Fahrer einer Harley darauf ansprechen und sich nicht in dem Forum auskotzen.
    Schauen wir mal ob das „Weichei“ sich dann auch so verhält.
    Ich freue mich schon auf meinen nächsten Tankstellenbesuch.
    MfG Ein Weichei

  • Auch Soziologen können irren.
    Natürlich darf man so über etwas denken und auch schreiben. Aber man veröffentlich es doch nicht.

  • Weicheier von wegen, nur wenige Harleys haben Griffheizung oder eine beheizbare Sitzbank wie bei BMW und der Preis da hat der Verfasser null Ahnung .Eine Ducati kostet locker auch mal über 30 000 € fahren aber keine alte Zahnärzte .das Bild ist total falsch warum ? wer über Motorradfahrer schreiben will sollte selbst mal fahren und erfahren was für Freude ein solches Zweirad machen kann


  • Ihr gewählter Nick passt gut zu Ihnen, "poselt" ungemein.

  • Beim Mopped gibts Deppen wie überall. Aber Harley ist technisch, optisch und vom Fahrverhalten das allerletzte, nur für Masochisten und Geldeintreiber geeignet. Am besten, man kugelt sich vorher die Arme aus, dann wirds wohl erträglicher.

  • Als bekennender Motorradfahrer und 100 % HOG Fuzzi stelle ich fest das der Verfasser dieses Artikels keine Ahnung von Motorrädern und Ihren Fahrer/innen hat. Motorradfahren ist für viele nicht eine zusätzliche Freizeitbeschäftigung wie Golfen oder Tennis und sonstiger Schnickschnack sonder eine Lebenseinstellung. Ob einer Enduro, Racer oder Chopper fährt ist doch jedem selbst überlassen. Leider gibt es in unserem Land
    viele Leute die anderen vorschreiben wollen was Sie zu tun haben und wie Sie zu leben haben.

    Und jetzt macht ich noch einen Burnout.

  • ich denke in dem bild lacht herr hellmann über
    seine eigenen aussagen ...
    ich hatte als junger mensch eine Katana und eine FZR,
    bei harley fiel mir immer nur der satz ein "die
    entdeckung der langsamkeit".
    zahnärzte und anwälte, das passt.
    ansonsten stimme ich dem kollegen r1-racer1970
    bedingungslos zu.
    :-)

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