25 Jahre Mazda MX-5 Reif für den Roadster

Mit dem MX-5 machte Mazda das zweisitzige Cabriolet erstmals zum zuverlässigen und bezahlbaren Kultobjekt und den Roadster im Retrolook zum Lebensgefühl einer ganzen Generation. Ein Geniestreich, der viele Fans fand.
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Langlebig und erfolgreich: Technische Pannen sind beim Miata eine Seltenheit. Quelle: PR

Langlebig und erfolgreich: Technische Pannen sind beim Miata eine Seltenheit.

(Foto: PR)

Vor 25 Jahren feierte Amerika den Mazda Miata bzw. MX-5 (so die europäische Modellbezeichnung) als neuen Sonnenkönig. Tatsächlich hätte der anfangs ausschließlich rot, gelb oder blau lackierte Roadster den Oscar als beliebtester Nebendarsteller mit bis heute über 350 Filmrollen verdient. Sogar dem kultigen Peugeot 403 Cabrio von TV-Inspector Columbo stahl er bei mehreren Gastauftritten beinahe die Show.

Viel wichtiger war aber für Mazda: Der bezahlbare Miata alias MX-5 war anfangs begehrter als mancher Supersportler aus Maranello und wurde weltweit in größeren Stückzahlen verkauft als jeder andere offene Zweisitzer. Insgesamt rund 936.000 MX-5 in drei Generationen konnte Mazda seit 1989 bislang ausliefern.

Dabei eroberte das kleine Kultcabrio nicht nur die Herzen der Amerikaner, sogar für überzeugte Blechdachliebhaber wie die Japaner ließ er als Eunos Roadster die Sonne aufgehen. Und in England stieß der kleine Racer bereits verblichene, aber unvergessene Roadsterikonen wie MG B und Triumph Spitfire vom Sockel des ewigen Bestsellers. So wurde der MX-5 rasch zum Vorbild vieler neuer Spider und Sportler – die er inzwischen jedoch fast alle überlebte.

Von der Kreidezeichnung zum erfolgreichsten Roadster
Tradition: 25 Jahre Mazda MX-5 - Reif für den Roadster
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Der Mazda MX-5 ist ein Roadster nach klassischem Layout mit Frontmotor und Hinterradantrieb und wird seit dem Jahr 2000 im Guinness Buch der Rekorde als meistverkaufter zweisitziger Sportwagen in der Automobilgeschichte geführt.

Mehr als 927.000 MX-5 wurden bisher ausgeliefert, davon über 113.000 Stück in Deutschland. Zahlen, die vor einem Vierteljahrhundert kaum jemand für möglich hielt, als der MX-5 bzw. Miata, wie er in Amerika heißt, am 11. Februar 1989 auf der Chicago Auto Show seine Premiere feierte ...

Mazda MX-5 Mittelmotor Concept 1984
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Mazda MX-5 Mittelmotor Concept 1984:
Der MX-5 war die Vision des amerikanischen Motorjournalisten Bob Hall und des Entwicklungschefs und späteren leitenden Direktors von Mazda, Kenichi Yamamoto. Die beiden Automobilenthusiasten hatten einen bezahlbaren offenen Roadster nach englischem Vorbild konzipiert, kombiniert allerdings mit der Ganzjahrestauglichkeit moderner Cabriolets und zuverlässiger Technik.

Mazda MX-5 Skizze mit Initiator Bob Hall 1979
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Eine Kreideskizze war die Keimzelle für die Entstehung des Roadsters. Auf einer eher zufällig an der Wand hängenden Tafel fassten der Publizist Bob Hall und der Ingenieur Kenichi Yamamoto im Februar 1979 das Ergebnis eines Gesprächs und Brainstormings zusammen.

Yamamoto, der sich gerade über den Erfolg des Kreiskolbenmotor-Sportwagens Mazda RX-7 auf dem amerikanischen Markt freute, hatte Hall am Ende eines Interviewtermins gefragt, was Mazda als nächstes machen solle. Für den Journalisten Hall war die Antwort klar. Der erschwingliche Roadster wartete auf ein Revival.

Wachsende Anforderungen an Sicherheit und Komfort, aber auch die mangelnde Zuverlässigkeit vieler Typen hatten damals das Schicksal der offenen Zweisitzer gerade besiegelt. Wie aber einen neuen Roadster rentabel machen?

Mazda MX-5 Prototyp V70 versus Fiat X19 Jahr 1985
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Mazda MX-5 Prototyp V70 versus Fiat X19 Jahr 1985

Fünf Jahre und zahlreiche Sportwagenstudien später war die Antwort gefunden und Mazda gab grünes Licht für die Entwicklung eines neuen preiswerten Roadsters. Inzwischen hatte Kenichi Yamamoto die Führung der Mazda Motor Corporation übernommen und sich bei Ausfahrten in den japanischen Hakone-Bergen durch einen Triumph Spitfire vom Roadster-Virus infizieren lassen.

Schließlich verdankte Mazda seine größten Erfolge von Anfang an ganz besonders den sportlichen Modellen, die zugleich immer wieder überraschende Trends setzten.

Mazda MX-5 ab 1990
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Die erste Generation präsentierte sich mit modisch-markanten Klappscheinwerfern. 3,97 Metern Länge und 955 Kilogramm Leergewicht. Anfangs genügten dem MX-5 für den Fahrspaß 1,6 Liter Hubraum und 85 kW / 115 PS, ab dem Jahr 1995 zeitweise sogar 66 kW / 90 PS als Basismotorisierung.

Mazda MX-5 ab 1990
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Die Presse überschlug sich von Beginn an in Lobeshymnen und der kleine Sportwagen sammelt bis heute internationale Auszeichnungen und Trophäen wie kaum ein anderer. Fast 200 bedeutende Awards sind es bereits, dabei Titel wie „Car of the Year“ in Japan oder „Automobile of the Year“ in den USA und – außergewöhnlich für einen Roadster – auch Zuverlässigkeitspreise wie „Top Trouble Free Car“.

Mazda MX-5 ab 1990
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In Tests und Fahrberichten ist der Mazda MX-5 ohnehin von Beginn an auf Sieg abonniert, so absolvierte er als einer der ersten Roadster der Automobilgeschichte problemlos einen 100.000-Kilometer-Dauertest. Nur ein ernster Problempunkt musste anfangs ausgeräumt werden: Die viel zu kleinen Produktionskapazitäten.

Der MX-5 entfachte einen globalen Hype, der alle Erwartungen übertraf und zu langen Lieferzeiten führte. So wurde der Roadster in Deutschland erst im Frühling 1990 eingeführt, obwohl er schon im Herbst 1989 auf der Frankfurter IAA sein Europa-Debüt feierte. Es dauerte keine drei Tage bis das erste für Deutschland bestimmte Jahreskontingent verkauft war, eine Knappheit, die Mazda nur allmählich mit immer größeren Lieferkontingenten lösen konnte.

Manchmal entspringen die größten Ideen einigen kleinen Strichen auf einer Papierserviette oder Kreidetafel. So auch das Konzept des Mazda MX-5 als Anfang 1979 der amerikanische Motorjournalist Bob Hall nach Japan kam. Anhand einer Kreideskizze erklärte Hall dem damaligen Entwicklungsleiter von Mazda, Kenichi Yamamoto, wie er sich einen offenen, erschwinglichen Sportwagen vorstellte.

Optisch als Evolution englischer Kult-Roadster nach dem Vorbild von Lotus Elan und MG B, technisch aber so zuverlässig, wie es damals nur Autos aus dem Land der aufgehenden Sonne waren. Verkauft werden sollte der rassige Luftikus in erster Linie ins sonnenhungrige Amerika, das zudem wichtigster Exportmarkt für Mazda war.

Fünf Jahre und mehrere Sportwagenstudien später gab Mazda tatsächlich das offizielle Startsignal zur Entwicklung des offenen Zweisitzers. Kein Wunder, hatte doch inzwischen der bekennende Roadster-Fan Yamamoto die Führung der Mazda Motor Corporation übernommen und Bob Hall zum Produktplaner im neu eröffneten kalifornischen Mazda Entwicklungszentrum Irvine ernannt.Hier in Kalifornien wurde auch das klassische Zweisitzer-Layout mit Frontmotor und Heckantrieb im Retrodesign entworfen, das sich im hausinternen Wettbewerb gegen zwei japanische Alternativen mit Frontantrieb oder Mittelmotor durchsetzte. Damit nicht genug.

Das Sportwagenprojekt mit dem Geheimcode 729 LWS sollte dank konsequenten Leichtbaus für klassische Roadsterfans ein Stück vom Himmel sein, andererseits aber auch komfortgewohnte Romantiker unter den Cabriofahrern begeistern. Weshalb Mazda seinem kleinen Sonnensegler ein wetterdichtes Verdeck spendierte, dazu eine wirksame Klimatisierung gegen Kälte oder große Hitze und später sogar eine wenig geliebte, weil unsportliche Getriebeautomatik.

Kurz, der Mazda MX-5 wurde ein Auto, wie es die Welt so noch nicht gesehen hatte. Ein offenherziger Traum mit verführerischen Linien und modischen Klappscheinwerfern für relativ kleines Geld. Welche Wirkung er entfaltete, davon konnte sich Mazda-Chefdesigner Shigenori Fukuda mit ersten Prototypen im Roadster-Paradies Kalifornien überzeugen.

„Die Reaktion war überwältigend. Wir wurden von Fahrern in Camaros und Porsches verfolgt“, erzählte Fukuda später über seine Testfahrten. „Schließlich flüchteten wir in den Garten eines Privathauses, nur um unseren Verfolgern zu entkommen. Da kam ein grauhaariger Mann herausgestürzt. Wir versuchten unser Eindringen zu entschuldigen, aber er winkte sein Scheckbuch und wollte unbedingt das Auto kaufen“.

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  • Der erste hatte Stil und Sport.
    Danach kamen nur noch monströse Radhäuser, Klappdachverunstaltungen und rostige Bodengruppen - für die Sekretärin.

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