50 Jahre Buggy Ein Bausatz zum Spaß haben

Das einfache Konzept des Buggys als abgespeckter Strand-Käfer ließ ihn zum Star der Herzen von Surfern und Hippies werden. Sein Erfinder legte Wert auf entspanntes Beach-Feeling.
Kommentieren
  • Spotpress
50 Jahre Buggy - Ein Bausatz zum Spaß haben Quelle: Oldtimer Markt

In erster Linie ein Auto zum Spaß haben: Beim ersten Buggy ist die Oberseite der vorderen Kotflügel flach, „damit man ein paar Flaschen Bier darauf abstellen konnte“, wie der Erfinder erläutert. Die Seitenlinie musste weit genug nach oben gezogen werden, um den Fahrer vor Matsch und Sand zu schützen.

Ein Käfer als Basis, darauf eine extrem leichte Karosserie geschraubt – fertig ist der Strandbuggy. Vor fünfzig Jahren erfand ein Kalifornier das Kult-Mobil, das wenig später hunderte Nachahmer fand. Dem Magazin „Oldtimer Markt“ erzählte der 88-Jährige, was ihn zu der Form inspirierte.

„In meinem Kopf gab es keine festen Regeln“, so Bruce Meyers über den ersten Entwurf seines „Meyers Manx“. Der Lebemann hatte zuvor schon einige Erfahrungen mit dem Bau von Surfbrettern und Booten aus Fiberglas gesammelt.

„Wenn ich Automobildesign studiert hätte, glaube ich, dass es den Manx heute nicht geben würde. Ich wäre zu erfahren gewesen, um so etwas Kindisches zu entwerfen.“ Meyers wichtigste Prämisse: Der Dünen-Buggy sollte Spaß machen.

Kalifornien lässt grüßen
Vor fünfzig Jahren erfand der Kalifornier Bruce Meyers das Kult-Mobil, das wenig später hunderte Nachahmer fand
1 von 9

Vor fünfzig Jahren erfand der Kalifornier Bruce Meyers das Kult-Mobil, das wenig später hunderte Nachahmer fand

50 Jahre Buggy - Ein Bausatz zum Spaß haben
2 von 9

In erster Linie ein Auto zum Spaß haben: Beim ersten Buggy ist die Oberseite der vorderen Kotflügel flach, „damit man ein paar Flaschen Bier darauf abstellen konnte“, wie der Erfinder erläutert. Die Seitenlinie musste weit genug nach oben gezogen werden, um den Fahrer vor Matsch und Sand zu schützen.

Die Basis für den Buggy lieferte der Käfer - das sieht man nicht nur im Innenraum
3 von 9

Die Basis für den Buggy lieferte der Käfer - das sieht man nicht nur im Innenraum

Am Strand kam der Buggy mit Heckmotor hervorragend zurecht
4 von 9

Am Strand kam der Buggy mit Heckmotor hervorragend zurecht

ampnet_photo_20110926_030323
5 von 9

Inspiriert vom erfolgreichen amerikanischen Dune Buggy, ließ sich die Redaktion der Zeitschrift "Gute Fahrt" 1969 bei Karmann in Osnabrück den Prototyp eines deutschen Buggy auf einem verkürzten Käfer-Fahrgestell bauen. Ab 1971 konnte man den Buggy als Karmann GF (wie "Gute Fahrt") ordern.

172597
6 von 9

Karmann lieferte bis 1974 sowohl Bausätze als auch komplette Neufahrzeuge. Verwendet wurden hierfür die robusten 1300er- und 1500er-Käfer-Motoren mit 32kW/44 PS aus dem Käfer.

Zeitgleich gelang es dem Göttinger Volkswagen Großhändler Autohaus Südhannover, den aus den USA importierten "Imp Dune Buggy" zulassungsfähig zu machen. Beide Modelle konnten später bei Karmann geordert und je nach handwerklichem Geschick selbst zusammengebaut werden.

ampnet_photo_20100703_010357
7 von 9

Ein Massenerfolg wurden die spartanischen Offen-Flitzer zwar nicht - auch mangels echter Gelegenheiten, sie an der deutschen Küste auszuführen. Aber es entwickelte sich sofort eine kleine, feste Fangemeinde um das erste wirklich strandtaugliche Spaßmobil.

Viele Besitzer modifizierten ihre Fahrzeuge im Laufe der Jahre zu teils abenteuerlich wirkenden Kraftfahrzeug-Kreationen, die mit reichlich Chrom und Effektlack aufgehübscht wurden.

Deshalb musste zum Beispiel die Oberseite der vorderen Kotflügel flach sein, „damit man ein paar Flaschen Bier darauf abstellen konnte“. Die Seitenlinie musste weit genug nach oben gezogen werden, um den Fahrer vor Matsch und Sand zu schützen.

Die kompakte aus Glasfasern und Kunstharz bestehende Karosserie hauchte alten VW Käfern neues Leben ein, sie dienten als Basis. Zum Preis von damals 535 Dollar konnten Laien einen Bausatz kaufen.

Ein Wüstenrennen machte Meyers‘ Strandbuggy bekannt, über Nacht gingen bei dem Erfinder 350 Bestellungen ein. Doch die einfache Form wurde schnell zum Verhängnis, zu viele Nachahmer kopierten die Idee.

Meyers schätzt, dass deutlich mehr als 100.000 Buggys hergestellt wurden, er selbst verkaufte lediglich 7.000 Stück und ging in den 1970er Jahren Pleite. Heute baut er wieder Buggys, in kleiner Stückzahl.

Startseite

0 Kommentare zu "50 Jahre Buggy: Ein Bausatz zum Spaß haben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%