Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Aachener Streetscooter Revolutionäre Seele im Kleinwagenkörper

Seite 2 von 2:
Ambitionierter Plan, dramatischer Preisverfall
Blau und digital: Das Innenleben des Streetscooter. Quelle: PR

Blau und digital: Das Innenleben des Streetscooter.

(Foto: PR)

Der Plan des zupackenden Ingenieurs ist ambitioniert: Bis 2013 will er eine Kleinserie von 2000 Wagen bauen, für 12 000 Euro das Stück. Dazu kommt eine Monatspauschale für Batterie, Werkstattservice und Strom. In der Massenfertigung ab 2013 rechnet Produktionsexperte Kampker sogar mit einem Kampfpreis von nur noch 5000 Euro und einer monatlichen Servicepauschale von 150 bis 200 Euro.

Ein Grund für den Preisrutsch ist der dramatische Preisverfall, der sich beim teuersten Teil des E-Autos abzeichnet, den Batterien. Noch vor Jahresfrist kosteten sie mit 15 Kilowattstunden Kapazität rund 15 000 Euro, rechnet Kampker vor. „Heute sind es weniger als die Hälfte.“

Damit wäre der Streetscooter schon jetzt günstiger als die Konkurrenz: Mitsubishi verkauft seinen Elektro-Mini i-MiEV für 35 000 Euro. Der deutsche Konkurrent Mia soll 2012 für rund 20 000 Euro auf den Markt kommen.

Und BMWs i3 dürfte 2013 knapp unter 40 000 Euro liegen, hat dann allerdings eine leichte Karbonkarosserie.

Die Prioritäten von Streetscooter sehen anders aus: „Wir bauen, was der Kunde wirklich braucht. Alles andere lassen wir weg“, sagt Kampker. Trotzdem verspricht er Crashsicherheit wie bei der Konkurrenz. Unterhaltung und Klimaanlage sind ebenfalls an Bord und sollen den Wagen auch für Pendler attraktiv machen.

Extrem sparsame Klimaanlage

Ermöglichen soll das nicht nur ein eigens entwickelter Elektromotor, sondern auch eine Klimaanlage, die nach dem Prinzip des Wärmetauschers funktioniert ? wie er im Kühlschrank oder bei Wärmepumpen zum Heizen von Häusern eingebaut ist. Die neue Anlage ist deutlich sparsamer als konventionelle Systeme in Verbrennungsautos, die bis zu einem Liter Benzin auf 100 Kilometern konsumieren. ?Wir brauchen nur noch ein Sechstel davon?, schwärmt der Professor.

„Und sie funktioniert doch, oder?“, fragt Kampker bei der Probefahrt in Alsdorf vom Rücksitz aus, wo er sich mit seinen langen Beinen bemüht, entspannt zu wirken. Sie tut es. Auf der Tour, an einem der schönsten Tage dieses Sommers, kühlt sie den Innenraum von gut 30 Grad Außentemperatur auf erträgliche 22 Grad herunter.

Heißer wird es in Frankfurt auch nicht.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Aachener Streetscooter - Revolutionäre Seele im Kleinwagenkörper

0 Kommentare zu "Aachener Streetscooter: Revolutionäre Seele im Kleinwagenkörper"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.