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Verkehr in Stuttgart

Viele Modelle stoßen deutlich mehr Abgase aus als angegeben.

(Foto: dpa)

ADAC EcoTest 2018 Diese Autos sind besonders sauber – und diese nicht

Zwei Modelle erhalten von den ADAC-Testern die Höchststrafe: null von 110 Punkten im EcoTest 2018. Andere sind dagegen vorbildlich sauber.
2 Kommentare

DüsseldorfIn Zeiten von Fahrverboten und verschärften Klimaschutzzielen wird es immer wichtiger, dass ein Auto nicht nur schön und schnell, sondern auch sauber unterwegs ist. Der größte Vergleichstest der Modelle und Antriebe stammt vom ADAC. Seit 2003 checken die Tester den Abgasausstoß und Verbrauch unterschiedlicher Automodelle. Im Jahr 2018 stellten sie ganze 109 Modelle auf den Prüfstand.

Die Bewertung der Tester hängt dabei von genau festgelegten Messkriterien ab. Sie testen, wie hoch der Ausstoß der staatlich limitierten Grenzwerte ausfällt, dazu gehören Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe, Stickoxide (NOx) und Feinstaub-Partikel sowie das Klimagas Kohlendioxid (CO2).

Gemessen wird der Ausstoß mit einem PEMS-Gerät am Auspuff, um auf der Straße realistische Werte zu sammeln. Hohe Abweichungen führen zu schlechter Bewertung. Welche Modelle beim ADAC-EcoTest gut abgeschnitten haben – und welche nicht.

Saubermann – Platz 1 – E-Golf

Im EcoTest des ADAC verbraucht der elektrische Golf gerade einmal 17,3 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer. Selbst mit dem aktuellen Energiemix verursacht sein Betrieb damit 100 Gramm CO2 pro Kilometer – und liegt damit deutlich unter dem Konzernschnitt. Bei den Schadstoffen erreicht der elektrische Golf die volle Punktzahl, denn er fährt lokal emissionsfrei.

Die elektrische Variante des Wolfsburger Bestsellers ist sauberer als die Konkurrenz. Quelle: Reuters
Saubermann – Platz 1 – E-Golf

Die elektrische Variante des Wolfsburger Bestsellers ist sauberer als die Konkurrenz.

(Foto: Reuters)

Saubermann – Platz 2 – VW e-Up!

Mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 17,7 kWh im ADAC-Ecotest pro 100 Kilometer verbraucht der kleinere Up sogar etwas mehr Energie als der elektrische Golf. Beim deutschen Strommix kommt er damit auf 102 Gramm CO2 pro Kilometer. Auch er fährt emissionsfrei und erreicht damit bei Schadstoffen die vollen 50 Punkte, beim Verbrauch sind es 49 von 60. Für fünf Sterne reicht das immer noch.

Klein und sauber. Der Up ist elektrisch zwar deutlich teurer, aber auch sehr sauber. Quelle: dpa
Saubermann – Platz 2 – VW e-Up!

Klein und sauber. Der Up ist elektrisch zwar deutlich teurer, aber auch sehr sauber.

(Foto: dpa)

Saubermann – Platz 3 – BMW i3s

Mit einem gemessenen Verbrauch von 18,4 kWh pro 100 Kilometer verursacht der kleine Stromer aus München bei deutschem Strommix 106 Gramm CO2 pro Kilometer. Das sind immer noch 48 von 60 Punkten beim Verbrauch und volle 50 Punkte bei den Schadstoffen. Dafür ist auch der elektrische Bayer vergleichsweise teuer in der Anschaffung.

Konzernchef Harald Krüger kann zufrieden sein. Der Kleine von BMW landet beim ADAC EcoTest auf dem Treppchen. Quelle: dpa
Saubermann – Platz 3 – BMW i3s

Konzernchef Harald Krüger kann zufrieden sein. Der Kleine von BMW landet beim ADAC EcoTest auf dem Treppchen.

(Foto: dpa)

Saubermann – Platz 4 – Smart fortwo EQ

Der kleine Stromer aus Stuttgart erreicht im ADAC-Ecotest einen Verbrauch von 18,3 kWh pro 100 Kilometer, ist dabei aber kleiner als der i3. Die CO-Bilanz von 106 Gramm im deutschen Strommix sind dem ADAC 48 von 60 Punkten wert. Und bei den Betriebskosten ist der kleine Elektroflitzer im Test ebenfalls kaum zu schlagen.

Der Sauberwürfel aus Stuttgart ist nach langer Wartezeit auch elektrisch erhältlich. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt. Quelle: Reuters
Saubermann – Platz 4 – Smart fortwo EQ

Der Sauberwürfel aus Stuttgart ist nach langer Wartezeit auch elektrisch erhältlich. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt.

(Foto: Reuters)

Saubermann – Platz 5 – Hyundai Kona Electric

Das sauberste Importauto im ADAC Ecotest kommt aus Korea. Mit einer Reichweite von 470 Kilometern kann er sich schon im Standardtest fast mit den Verbrennern messen. Insgesamt vergibt der ADAC für seinen Verbrauch noch 46 von 60 Punkten – und 50 volle Punkte für die Schadstofffreiheit.

Das Reichweitenwunder aus Korea ist den meisten Konkurrenten um Jahre voraus – auch im ADAC EcoTest 2018. Quelle: Hyundai
Saubermann – Platz 5 – Hyundai Kona Electric

Das Reichweitenwunder aus Korea ist den meisten Konkurrenten um Jahre voraus – auch im ADAC EcoTest 2018.

(Foto: Hyundai)

Saubermann – Platz 6 – Fiat Panda 0.9 8V Twinair Natural Power

Der einzige Verbrenner mit fünf Sternen im EcoTest ist dieser kleine Italiener mit Gasantrieb. Sein Verbrauch von 4,3 Kilogramm CNG pro 100 Kilometer entspricht niedrigen CO2-Emissionen von 125 Gramm pro Kilometer. Macht 42 Punkte im EcoTest. Bei den Schadstoffen bleibt der Panda auch bei Volllast im Rahmen. Hier gibt es ebenfalls 49 Punkte. Unterm Strich reicht das für fünf Sterne.

Klein, günstig und sauber. Im Vergleich mit den Elektroautos auf den Plätzen vor ihm ist der kleine Italiener deutlich günstiger.
Saubermann – Platz 6 – Fiat Panda 0.9 8V Twinair Natural Power

Klein, günstig und sauber. Im Vergleich mit den Elektroautos auf den Plätzen vor ihm ist der kleine Italiener deutlich günstiger.

Schmutzfink - Platz 5 - Chevrolet Camaro Coupé 6.2 V8

12,4 Liter Super verbrennt der V8-Motor des amerikanischen Sportlers im ADAC EcoTest. Damit kommt er auf eine CO2-Bilanz von 335 Gramm pro Kilometer. „Dafür kann es keine Punkte mehr geben“, urteilen die ADAC-Tester. Erhöhte Partikel in den Abgasen und ein schlechter CO-Ausstoß auf der Autobahn sorgen für das schlechte Urteil: 1 Stern.

Unvernunft auf Rädern. Der Chevrolet Camaro macht zwar viel Spaß, schadet dem Klima aber auch stärker als fast alle Konkurrenten im Test. Quelle: AFP
Schmutzfink - Platz 5 - Chevrolet Camaro Coupé 6.2 V8

Unvernunft auf Rädern. Der Chevrolet Camaro macht zwar viel Spaß, schadet dem Klima aber auch stärker als fast alle Konkurrenten im Test.

(Foto: AFP)

Schmutzfink - Platz 4 - Jeep Compass 1.4 Multiair 140

Die CO2-Bilanz des amerikanischen SUVs mit Benzinmotor ist durchwachsen. Am Ende messen die ADAC-Tester 211 Gramm CO2 pro Kilometer, was einem Verbrauch von 7,9 Litern entspricht. Sie vergeben 13 von 60 Punkten. Doch besonders schlecht sieht es bei den Schadstoffen aus. Die Kohlenmonoxid-Emissionen fallen deutlich zu hoch aus, aber auch die Partikelemissionen sind erhöht. Daher kommt das SUV hier nur auf vier Zähler. Damit steht er fast am Ende der Liste.

VW, BMW, Kia: Diese Autos sind besonders sauber – und diese nicht
Schmutzfink - Platz 4 - Jeep Compass 1.4 Multiair 140

Dieser Jeep fühlt sich zwar im Gelände wohl. Doch die Umwelt schützt er nicht. Verbrauch und Schadstoffe schneiden im Vergleich schlecht ab.

Schmutzfink - Platz 3 - Fiat 500X 1.4 MultiAir Start&Stopp 4x2 DCT

Als SUV wird auch der knuffige 500 von Fiat zur Dreckschleuder. Laut ADAC EcoTest kommt er auf eine CO2-Bilanz von 211 Gramm pro Kilometer und liegt damit bei einem Verbrauch von 8 Litern Super auf 100 Kilometer. Deutlich mehr als in seiner Klasse üblich. 13 von 60 Punkten sind da noch gnädig. Im Schadstoffkapitel des ADAC EcoTest sieht es bei den Kohlenmonoxidwerten düster aus. Daher kommt das SUV hier nur auf vier Zähler. Das macht unterm Strich einen Stern.

Wenn der 500er ins Gelände fährt, ist das schlecht für die Umwelt. Denn bei den Schadstoffen fährt das Fahrzeug des Fiat-Chrysler-Konzerns der Konkurrenz hinterher. Quelle: AP
Schmutzfink - Platz 3 - Fiat 500X 1.4 MultiAir Start&Stopp 4x2 DCT

Wenn der 500er ins Gelände fährt, ist das schlecht für die Umwelt. Denn bei den Schadstoffen fährt das Fahrzeug des Fiat-Chrysler-Konzerns der Konkurrenz hinterher.

(Foto: AP)

Schmutzfink - Platz 2 - Kia Sorento 2.2 CRDi GT Line AWD

Der 2,2-Liter-Turbodiesel braucht satte 8,1 Liter im ADAC EcoTest. Für einen Diesel ist die CO2-Bilanz von 255 Gramm pro Kilometer ein Desaster. Nicht umsonst vergibt der ADAC hier keinen einzigen Punkt. Und auch bei der Abgasreinigung fuhren die Koreaner hinterher. Beim Test lagen die NOx-Emissionen des Sorento zwei- bis dreimal über dem Prüfstandswert. Mit der Neuauflage des Modells sollen die Probleme abgestellt sein. Doch im EcoTest 2018 belegt der Koreaner mit 0 von 110 Punkten den vorletzten Platz.

Mittlerweile wurde der große Koreaner überarbeitet. Das war auch bitter nötig. Das Modell von 2017 war deutlich dreckiger als die Konkurrenz.
Schmutzfink - Platz 2 - KIA Sorento 2.2 CRDi GT Line AWD

Mittlerweile wurde der große Koreaner überarbeitet. Das war auch bitter nötig. Das Modell von 2017 war deutlich dreckiger als die Konkurrenz.

Schmutzfink - Platz 1 - SsangYong Rexton 2.2 Diesel 4WD Automatik

Ein Glück, dass sich dieser Koreaner in Deutschland so schlecht verkauft. Die CO2-Bilanz ist trotz Diesel mit 300 Gramm pro Kilometer unterirdisch, umgerechnet ergibt sich im ADAC EcoTest ein Verbrauch von 9,5 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Dem Rexton fehlt ein wirksamer Harnstoffkatalysator. Der verbaute Speicherkat ist „hoffnungslos unterdimensioniert“ urteilen die Tester. Auf der Autobahn steigen so die ohnehin schon überhöhten Stickoxid-Emissionen noch weiter an. Null Punkte und der letzte Platz sind da die logische Folge.

Unbekannter Koreaner mit außergewöhnlicher Optik und ausufernden Abgaswerten. Kein Auto im ADAC EcoTest 2018 ist schlechter. Quelle: PR
Schmutzfink - Platz 1 - SsangYong Rexton 2.2 Diesel 4WD Automatik

Unbekannter Koreaner mit außergewöhnlicher Optik und ausufernden Abgaswerten. Kein Auto im ADAC EcoTest 2018 ist schlechter.

(Foto: PR)
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2 Kommentare zu "ADAC EcoTest 2018: Diese Autos sind besonders sauber – und diese nicht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Keine einzige deutsche Dreckskarre ? Dabei sind alle Modelle mit 3 und 4 Liter Turbodiesel und 4 Liter Biturbo Benziner, lauter Politikerkutschen die eigentlich alle den 6,2 Liter Camaro in den Schatten stellen.

    Bezahltes Blatt ist Handelsblatt.

  • Anscheinend hat auch der ADAC synthetischen Kraftstoff nicht berücksichtigt.
    Audi stellt synthetisches Gas für die verkauften Erdgasfahrzeuge im Erdgasnetz zur Verfügung.

    Lothar Meurer, Frankfurt a.M.

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