Airbag-Problem Toyota ordert 320.000 Trucks und SUVs zurück

Fehlerhafte Airbags zwingen Toyota zu einer Rückrufaktion: 320.000 Trucks und SUVs müssen wieder in die Werkstatt. Toyota reagiert damt auf Berichte über Verletzungen wie Schürfwunden und Tinnitus.
Fehlerhafte Airbags im Toyota Tundra können Verletzungen auslösen. Quelle: Reuters
Rückrufaktion

Fehlerhafte Airbags im Toyota Tundra können Verletzungen auslösen.

(Foto: Reuters)

DetroitToyota ruft rund 320.000 Trucks und Geländewagen wegen fehlerhafter Airbags in der Dachkonsole zurück. Von der Aktion sind die Modelle Tundra und Sequioa der Jahre 2005 und 2006 ebenso betroffen wie der Land Cruiser und der Lexus LX 470 der Jahre 2003 bis 2006 und die zwischen 2004 bis 2006 gebauten 4-Runner und Lexus GX 470.

Dem Autobauer zufolge liegt dem Problem eine unpassende Programmierung des Airbag-Kontrollcomputers zugrunde. Demnach können sich die Airbags aufblasen, ohne dass es einen Unfall gegeben habe. Dies erhöhe das Risiko, dass sich Fahrer und Beifahrer Verletzungen zuziehen könnten.

Toyota teilte mit, es seien keine Unfälle bekannt, die durch das Problem ausgelöst worden seien. Man habe jedoch Berichte über Verletzungen wie Schürfwunden und Tinnitus erhalten. Die Autobesitzer sollten in den kommenden Tagen per Post über den Rückruf informiert werden. Der Umbau des Airbag-Kontrollcomputers ist kostenlos.

46 Millionen Autos mussten in die Werkstatt
Während die technischen Probleme bei General-Motors-Fahrzeugen 2015 nachließen, rückten andere Hersteller nach.
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Als zweites Negativrekordjahr in Folge geht 2015 in punkto Rückrufe in die Historie des Automobils ein. Denn nach Berechnungen des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach wurden im Jahr 2015 allein auf den Referenzmarkt USA über 45,8 Millionen Pkw wegen Sicherheitsproblemen zurückgerufen.

In der Statistik des CAM rufen Honda, Fiat-Chrysler und Toyota die meisten Fahrzeuge zurück; aber auch Tesla und deutsche Hersteller sind betroffen ...

Takata-Airbag in einem Chrylser-Pkw
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Nach Herstellern weisen die höchsten Rückrufquoten die japanischen Hersteller Mitsubishi (826%), Mazda (755%) und Honda (676%) sowie der zu FCA (Fiat Chrysler Automotive) gehörender Hersteller Chrysler (345%) auf.

Bei der Rückrufmenge belegen Honda, Chrysler und Toyota, die zwischen 10,7 und 6,7 Millionen Pkw. in die Werkstäten beordern, die Negativ-Spitzenplätze.

Chrysler kommt wie im Vorjahr auch 2015 nicht zur Ruhe und muss wiederum rund 8 Millionen Fahrzeuge zurückrufen:
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Während 5 Millionen ebenfalls Airbagmängeln geschuldet sind, mussten allein 1,4 Millionen in die Werkstatt, um die Fahrzeuge vor dem unerlaubten Zugriff von Hackern zu schützen.

Ausgelöster Airbag in einem 2001er Honda-Modell
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Die Rückrufe von Mitsubishi betreffen zu über zwei Dritteln Airbagdefekte, während bei Mazda daneben auch Zündschlussmängel von Fahrzeugen aus den 1990er Baujahren für mehr als die Hälfte der Rückrufe verantwortlich sind.

Honda leidet besonders unter dem Airbag-Desaster des Zulieferers Takata, wodurch auch in 2015 mehr als zehn Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert werden mussten.

Blick auf das Lenkrad eines Toyota "Yaris" mit einem darunter befindlichen Airbag
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Toyota lag mit einer Rückrufquote von 271% zwar im Mittelfeld eines Negativrekordjahres musste jedoch wiederum rund 6,8 Millionen Pkw allein in den USA zurückrufen. Zwar spielten auch hier zu zwei Dritteln Rückrufe aufgrund mangelhafter Takata-Airbags eine Hauptrolle. Allerdings mussten auch 1,8 Millionen Fahrzeuge aufgrund von Elektrikmängeln in die Werkstatt.

KFZ-Servicetechniker mit einem Auslesegerät
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Bei den amerikanischen Herstellern Ford und GM mussten rund fünf bzw. vier Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Bei Ford verteilten sich mit einer Rückrufquote von 192 Prozent die Mängel zu einem Drittel auf Insassenschutzthemen sowie auf Probleme wie undichte Kraftstoffleitungen bzw. -tanks und Fahrwerks- bzw. Karosseriedefekte.

Fahrgastzelle eines GM-Fahrzeugs als Beweisstück in einem Gerichtssaal in New York.
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Nach dem Zündschlossskandal mit Rekordrückrufen von 27 Millionen in 2014 erreichte General Motors in 2015 „nur“ auf eine Rückrufquote von 133 Prozent und liegt damit im oberen Drittel.

  • ap
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