Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Allianz-Unfallstudie Die Tücke der Parklücke

Seite 2 von 2:
Bei Senioren kracht es öfter

Dennoch kracht es ungebremst weiter – vor allem beim Rückwärts-Ausparken und -Rangieren. „Dabei passieren etwa 80 Prozent dieser Unfälle“, so Gwehenberger.  Gerade Senioren sind die Leidtragenden bei den jährlich rund 500.000 derartigen Unfällen. Fahrer ab 65 Jahren verursachen  ein Drittel mehr solcher Schäden als die 25- bis 64jährigen. Und wenn ein Mensch beim Rückwärts-Rangieren verletzt wird, dann ist es auch besonders häufig ein Senior. Zwei Drittel der geschädigten Fußgänger sind Ältere.

Das überrascht die Experten nicht. Denn die unübersichtlichen Ungetüme mit häufig verdunkelten Scheiben machen es gerade weniger reaktionsschnellen älteren Verkehrsteilnehmern schwer, untereinander Blickkontakt aufzunehmen. Zudem haben die Senioren am Steuer noch häufiger Probleme, ihre zerklüfteten Fahrzeuge zu überblicken – und verlassen sich fatalerweise darauf, dass die Assistenzsysteme schon Alarm geben werden, bevor es rumst.

Conti und die anderen großen Entwickler von Sicherheitssystemen setzen darum auf aktiv eingreifende Techik. „Erst intelligentere Assistenzsysteme mit automatischem Bremsen werden diese Schäden wohl maßgeblich eindämmen“, sagt Conti-Mann Fey. Und auch Allianz-Mann Gwehenberger ist sich sicher. „Automatisches Lenken und Bremsen wird in den kommenden Jahren immer mehr Autokäufer überzeugen.“  Spätestens, wenn's mal wieder gekracht hat.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

6 Kommentare zu "Allianz-Unfallstudie: Die Tücke der Parklücke"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich teile die kritischen Ansichten der Kommentare. Stoßstangen sollten StoßFÄNGER sein und mittlere Parkanstöße ohne Schaden absorbieren können. Aber man wird den Eindruck nicht los, dass dies nicht gewollt ist. Dann hätten ja die Vertragswerkstätten und überhaupt die Zunft weniger Aufträge. Volkswirtschaftlich handelt es sich um fragwürdige Wertschöpfung, weil diese Schäden einigermaßen leicht vermeidbar wären und die ausufernden Versicherungsprämien ohne Weiteres sinken könnten.

  • Bis in die 90er Jahre gab es noch Stoßstangen. Dann kamen die Kratzfänger bei den OEMs in die Mode - durch die Bank. Der Verbraucher wurde nie gefragt. Alle OEMs stellten beinahe gleichzeitig um. Heute haben alle Autos die lackierten Kratzfänger, die für Kratzer nur allzu einladend sind. Mit Stoßstangen brauchte man die "Asistenzsysteme" nicht. Eine Einladung zur Schadensbeschaffung. Selbst der ADAC hat aufgehört, gegen diesen Unsinn zu wettern. Gegen die Unübersichtlichkeit in allen Richtungen wird vermutlich wenig zu machen sein, wenn die Autos leise und sparsam sein müssen.

  • Preiswerter und einfacher als anfällige und unzuverlässige elektronische Systeme sind einfache kratzer-unempfindliche stabile Stoßstangen und große Heckscheiben an übersichtlichen Autos. Ein Stoßfänger, der nach einem Parkanstoß 2000,- € Schaden hat ist schlicht seiner Aufgabe nicht gewachsen (fällt dies unter die Gewährleistung??).
    Heutige Autos sind halt fast nur noch schick, aber oft unpraktisch und die Kunden die diese superschicken und überdimensionierten Autos kaufen müssen halt damit leben, dass die Versicherung bzw. Schäden entsprechend teuer sind.

  • Preiswerter und einfacher als anfällige und unzuverlässige elektronische Systeme sind einfache kratzer-unempfindliche stabile Stoßstangen und große Heckscheiben an übersichtlichen Autos. Ein Stoßfänger, der nach einem Parkanstoß 2000,- € Schaden hat ist schlicht seiner Aufgabe nicht gewachsen (fällt dies unter die Gewährleistung??).
    Heutige Autos sind halt fast nur noch schick, aber oft unpraktisch und die Kunden die diese superschicken und überdimensionierten Autos kaufen müssen halt damit leben, dass die Versicherung bzw. Schäden entsprechend teuer sind.

  • Wann werden wieder PKW entworfen und produziert, die a) trotz höher Legens übersichtlich sind und b) keinen unnötigen technischen Schnick-Schnack haben und c) damit deutlich günstiger sein könnten?
    Übrigens: Auch als Senior gelingt es mir in Lücken einzuparken, die mein Parkassistent nicht einmal registriert.

  • Wann wurden denn die Normen der Parkplätze und Parkhäuser zuletzt überarbeitet??

    Noch nie, sie stammen aus den 50ern. Größere Parkplätze = größere Kosten. Damit Ablehnung durch die betreffenden Lobbyverbände. Und die regieren schließlich das Land.

Serviceangebote