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Autohersteller Nanjing und Tata planen keine Billig-Autos für Europa

Die beiden Autohersteller Tata Motors aus Indien und und Nanjing Auto aus China wollen vorerst keine Niedrigpreis-Autos in Europa verkaufen. Das Potenzial für einfache und günstige Autos zum Preis von maximal 5000 Dollar liege eher in Schwellen- und Entwicklungsländern, erläuterten Tata-Vorstandsmitglied Prakash Telang und Nanjing-Vizepräsident Zhenxin Lu am Mittwoch während der Messe Automechanika in Frankfurt.

HB FRANKFURT. „Die Märkte in Westeuropa, Japan und den USA sind für uns sehr schwer zu erreichen“, sagte Telang. Er erwarte vielmehr, dass sich ein für den indischen Markt entwickeltes günstiges Auto auch in anderen Schwellenländern verkaufen lasse. Als interessante Märkte nannte er unter anderem die Ukraine, Russland und Südafrika, später möglicherweise Korea und Australien. Nanjing sieht Lu zufolge seine Auslandsmärkte in absehbarer Zeit in Nordafrika, im Mittleren Osten und in Russland.

Zunächst haben die beiden Hersteller aber ohnehin ihre Heimatmärkte im Blick. „Die Nachfrage nach einem 5000-Dollar-Auto ist in China gegeben und die Produktion kann realisiert werden“, sagte Lu. Auch Tata sieht Chancen für ein entsprechendes Produkt. „Viele Inder suchen kein ausgeklügeltes Auto“, betonte Telang. Beide Manager betonten jedoch, dass auch bei den Billig-Autos bestimmte Mindestanforderungen an Sicherheit und Umweltverträglichkeit gestellt werden müssten.

Nanjing will allerdings teilweise in China gefertigte Sportwagen der Marke MG auf den europäischen und nordamerikanischen Markt bringen. Der chinesische Hersteller hatte die Rechte an der traditionsreichen Marke nach der Rover-Insolvenz von BMW übernommen. „Die Basisproduktion erfolgt zu niedrigen Kosten in Nanjing, die Endmontage und die Lackierung in Birmingham“, kündigte Lu an. Der Vertrieb solle über das alte MG-Vertriebsnetz erfolgen. Sicherheitsprobleme mit den in China gefertigten MG-Sportwagen sieht er nicht. „In China gelten die gleichen Regeln für Crashtests wie in der Europäischen Union."

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