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Autohersteller sparen, Käufer zahlen zu Aschenbecher nur noch gegen Aufpreis

Raucherausstattung Quelle: dpa

VW EOS: Die Raucherversion kostet einen Aufpreis. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

(Foto: dpa)

dpa/gms MüNCHEN/LIMBURG. Der Kauf eines Neuwagens ist selten einfach. Nach einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest in München grübeln Kaufinteressenten in Deutschland im Schnitt 37 Stunden über den Angeboten, bevor sie sich entscheiden.

Dabei wälzen sie oft Ausstattungs- und Optionslisten. Letzteres wird für Autokäufer zunehmend komplizierter. Denn Hersteller verkaufen Ausstattungsmerkmale, die bislang üblicherweise zum Serienumfang gehörten, immer öfter gegen Aufpreis. Das treibt die Preise in die Höhe, ohne es dafür einen „Mehrwert“ gibt.

Nick Margetts vom Marktforschungsunternehmen Jato Dynamics in Limburg, das sich auch mit der Analyse von Fahrzeugausstattungen beschäftigt, beobachtet zwei Entwicklungen: Zum einen strafften die Hersteller ihr Angebot an Ausstattungsvarianten. Außerdem dünnten sie die Serienausstattungen immer mehr aus.

Laut Margetts schrumpfte die Anzahl der auf dem deutschen Markt verfügbaren Neufahrzeugversionen von insgesamt 5 500 in der Zeit vom ersten bis dritten Quartal 2005 um zehn Prozent auf nur noch 5 000. Kosten zu sparen, sei der Grund dafür: „Versionen bedeuten Vielfalt, und in der Vielfalt stecken ungeheure Kosten für den ganzen Lebenszyklus des Autos.“

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