Autoservice Ölwechsel in 90 Sekunden

Schmierige Finger beim Ölwechsel? Das war gestern. Castrol hat jetzt eine revolutionäre Ölwechsel-Kartusche entwickelt, die nach dem Prinzip von Druckerpatronen funktioniert und den Turbo-Ölwechsel ermöglicht.
  • Michael Specht
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  • Spotpress
Autoservice - Ölwechsel in 90 Sekunden Quelle: Castrol
Neue Technik für den Ölwechsel

Gerade einmal 90 Sekunden dauert ein Ölwechsel mit der neuen Castrol-Technik.

Wir stellen uns mal vor, die Sekretärin schraubt am Bürodrucker, baut den Filter aus, reinigt brav den Tank und füllt aus kleinen Ampullen frische Tinte nach. Undenkbar. Glücklicherweise haben pfiffige Ingenieure auswechselbare Patronen erfunden. Klick, klack, und die Sache ist erledigt.

Genauso einfach, sauber und schnell soll es künftig beim Ölwechsel im Autogewerbe ablaufen. Zumindest, wenn es nach den Prognosen der BP-Tochter Castrol geht. Deren Techniker haben ein System entwickelt, das den klassischen Ölwechsel in der Werkstatt revolutionieren soll. Es nennt sich Nexcel. Ähnlich wie bei einem Drucker lässt sich am Otto- oder Dieselmotor eine Altöl-Kartusche auswechseln – inklusive Ölfilter.

„Es erlaubt den Austausch von Alt- zu Frischöl innerhalb von 90 Sekunden, 13 Mal schneller als ein gewöhnlicher Ölwechsel, der gut 20 Minuten dauert“, sagt Oliver Taylor. Der Projektleiter der Nexcel-Entwicklung sieht in der neuen Technologie gar die „größte Ölwechsel-Innovation“ der automobilen Geschichte.

Die häufigsten Gründe für Autopannen
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Jeder Zweite (51 Prozent) der rund 2.000 von Forsa für Cosmos Direkt zu Autopannen befragten Fahrer musste wegen eines Defekts am Fahrzeug bereits einmal unfreiwillig eine Pause einlegen. In der folgenden Bildübersicht zeigen wir die dabei am häufigsten genannten Pannengründe – und verraten, was man dabei beachten sollte.

Platz 10: Beschädigte Kabel

Beschädigte Kabel brachten die Wagen von vier Prozent der über 1.000 Befragten schon einmal zum Stehen. Oft sind Marderbisse schuld: Die flauschigen Räuber verursachen jährlich Kabelschäden in Millionenhöhe, besonders bei Autos, die im Freien geparkt werden. Einige Teilkaskoversicherungen übernehmen die Kosten, ein Blick in den Versicherungsvertrag kann sich lohnen.

Foto: AR/Allianz/dpp

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Platz 9: Leerer Kühlwasserbehälter

Das Kühlwasser nimmt die Motorwärme auf und gibt sie über den Kühler an die Außenluft ab. Gar nicht cool: Vier Prozent der Autobesitzer in Deutschland mussten ihre Fahrten schon einmal wegen eines leeren Kühlwasserbehälters unterbrechen. In der Regel verlieren Fahrzeuge nicht auf einen Schlag große Mengen Kühlflüssigkeit.

Schuld sind in diesem Fall meist undichte Stellen an Schläuchen oder Kühler. Achtung: Bildet sich weißer Rauch, liegt das Problem häufig bei der Zylinderkopfdichtung.

Foto: Abdelmajid_FAHIM/iStock/Thinkstock

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Platz 8: Leerer Tank

Ein leerer Tank stoppte die Autos von fünf Prozent der Befragten. Eine besonders ärgerliche Panne, die sich doch eigentlich leicht verhindern lässt. Wer aufgrund von Kraftstoffmangel auf der Autobahn liegen bleibt, riskiert außerdem eine Bußgeldstrafe, weil es sich dabei um eine vermeidbare Verkehrsbehinderung handelt.

Foto: bizoo_n/iStock/Thinkstock

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Platz 7: Defekte Elektronik

Für fünf Prozent der Befragten endete bereits einmal eine Fahrt wegen defekter Elektronik. Ob ABS, ESP oder elektronische Kraftstoffeinspritzung: Ausgeklügelte Computertechnik sorgt für mehr Sicherheit und Komfort, kann allerdings auch zu neuen Störungen führen. Für die komplexe Mechatronik genügt die Kompetenz von Laien meist nicht.

Foto: Zoran Zeremski/iStock/Thinkstock

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Platz 6: Probleme mit dem Keilriemen

Der Keilriemen überträgt Kraft vom Motor auf die Nebenaggregate wie Lichtmaschine, Hydraulikpumpe, Servolenkung oder den Klimaanlagenkompressor. Mancher Hobbymechaniker rühmt sich damit, einen gerissenen Keilriemen bereits einmal mit einer Nylonstrumpfhose ersetzt zu haben. Diese Notlösung funktioniert allerdings nur bei älteren Modellen.

Neuere sind für solche Do-it-yourself-Reparaturen nicht mehr geeignet, da der Motorraum komplexer verbaut ist. Fünf Prozent der Autobesitzer in Deutschland kamen wegen eines gerissenen Keilriemens mit ihrem Wagen bereits einmal zum Stehen – ob eine Nylonstrumpfhose griffbereit lag, ist nicht bekannt.

Foto: Gudella/iStock/Thinkstock

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Platz 5: Defekte Zündanlage

Schwaches Keuchen und Motorstottern statt satter Sound? Das sind Anzeichen für eine defekte Zündanlage. Sieben Prozent der Befragten mussten ihren Wagen deswegen schon einmal stehen lassen. Diese Panne lässt sich vermeiden, wenn man die Zündkerzen regelmäßig wechseln lässt. Den Austausch können geschickte Kfz-Besitzer auch selbst durchführen.

Foto: nikkytok/iStock/Thinkstock

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Platz 4: Defekte Lichtmaschine

Wegen einer defekten Lichtmaschine kamen schon sieben Prozent der Befragten nicht mehr vom Fleck. Sie ist ein wichtiger Generator, der das Auto über den Motor mit elektrischer Energie versorgt und auch die Batterie lädt. Springt der Wagen nicht an, kann dies sowohl an der Lichtmaschine als auch der Batterie liegen. Um weiteren Pannen vorzubeugen, lohnt es sich, im Schadenfall immer beide Bauteile zu überprüfen.

Foto: Liufuyu/iStock/Thinkstock

Laut Castrol kann bei dem neuen und äußerst sauberen Wechselsystem das Altöl zu 100 Prozent wiederaufbereitet werden. Auch Ölschwund gehört der Vergangenheit an. Gut für die Umwelt. „Würden heute alle Autos auf der Welt mit Nexcel ausgerüstet sein, ließen sich jedes Jahr mehr als 200.000 Straßentankwagen an zu produzierendem Frischöl einsparen“, sagt Paul Waterman, Vorstandschef von Castrol und verspricht erheblich mehr Service-Komfort für den Autofahrer.

Dieser muss keine zeitraubenden Termine mehr einplanen, sondern kann die Kartusche austauschen lassen während er bei einer Tasse Kaffee wartet oder ein paar Emails checkt. Zudem soll der Nexcel-Ölwechsel nicht teurer sein als ein konventioneller.

Für Entwicklungschef Oliver Taylor kommt noch ein weiterer Umweltaspekt hinzu. Da in der Nexcel-Kartusche auch einige elektronische Bauteile stecken – sie messen unter anderem die Qualität des Öls und den Ölverbrauch –, kann der Schmierstoff exakt nach dem Bedarf des Motors dosiert werden. Von Vorteil ist dies besonders unmittelbar nach dem Kaltstart. Die eingesetzte kleinere Ölmenge wird wesentlich schneller erwärmt, was die Reibung im Motor vermindert. Läuft er leichter, verbraucht er weniger, was letztlich den CO2-Ausstoß sinken lässt.

Auch Extremtests klaglos verkraftet
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1 Kommentar zu "Autoservice: Ölwechsel in 90 Sekunden"

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  • Besser als das Altöl auszutauschen ist es, das Öl - ähnlich wie bei der Dialyse- zu reinigen und wiedereinzufüllen. Das spart jährlich Milionen Liter Altöl.

    Das Verfahren der Öl-Dialyse ist mittlerweile fertigentwickelt und wird seit einigen Jahren in vielen Ländern Europa angeboten und praktiziert .

    Lediglich in D wird es - auf Druck der Schmieröl-Lobby - nicht angeboten bzw. als ungeeignet eingeschätzt.

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