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Autotrends Trotz Umweltdebatte: Sportwagen erfolgreich

Mit Spaß hat das alles kaum noch zu tun: Wenn heute über Autos gesprochen wird, geht es vor allem um Umweltzonen und Schadstoffausstoß, astronomische Kraftstoffpreise oder alternative Antriebe.
Audi TTS Quelle: dpa

Vorläufiges Topmodell der TT-Baureihe - der Audi TTS kommt auf 200 kW/272 PS. Mittlerweile gibt es Gerüchte über eine noch stärkere RS-Variante. (Bild: Audi/dpa/tmn)

(Foto: dpa)

dpa/tmn DELBRÜCK/GELSENKIRCHEN. Doch es gibt noch eine andere Seite. Nahezu unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit geht die Entwicklung an Fahrspaß versprechenden Sportwagen weiter. Schon in naher Zukunft wird eine Reihe überarbeiteter oder neuer Modelle präsentiert. Und die werden wohl nicht lange auf Kundschaft warten müssen - Experten zählen gerade Sportwagen zu den Erfolgsmodellen der kommenden Jahre.

„Sportwagen bleiben in Deutschland trotz der Klimadiskussion populär“, sagt Automobilforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Beim Marktbeobachter Jato Dynamics in Limburg sieht man es ähnlich: „Sportwagen werden nicht direkt von den Umweltthemen beeinflusst. Sie sind eher emotionale Objekte“, erklärt Geschäftsführer Nick Margetts.

Einer der wichtigsten Gründe für die Popularität liegt in der großen Zahl neuer Modelle, die in nächster Zeit auf den Markt kommen. Ganz vorne sehen die Experten den neuen VW Scirocco, der gerade auf dem Genfer Autosalon präsentiert worden ist. Vor dem Scirocco werden weitere Vertreter erwartet. Dazu zählen die aufgefrischten Roadster SL und SLK von Mercedes, die im April bei den Händlern stehen sollen.

Bei Audi steht ebenfalls eine Erweiterung der sportlichen Modellpalette an. Das gilt vor allem für den im Frühsommer startenden TTS als neues Topmodell der TT-Baureihe. Der Vierzylinder-Motor soll im Coupé und im Roadster 200 kW/272 PS leisten. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 250 Stundenkilometer (km/h) begrenzt. Das M3 Cabrio von BMW ist ein weiteres Sportwagen-Highlight.

Zu den kommenden Bestsellern zählen Autoforscher auch ein Modell, von dem noch gar nicht sehr viel bekannt ist. Laut Dudenhöffer wird im Jahr 2010 ein Sportwagen der Marke Kia debütieren. Einen ersten Hinweis auf das mögliche Design gab die Studie Kee im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im Herbst 2007.

Wohl ein Mehrfaches der Summe, die für ein solches Auto verlangt wird, dürfte der für 2009 angekündigte Panamera von Porsche kosten. Der soll mit seinen vier Türen und einem Innenraum im Oberklasse-Format zwar auch mit Modellen wie einer S-Klasse von Mercedes konkurrieren - zählt aber zu den Sportwagen. Ähnlich wenig wie vom Kia Kee ist vom BMW Z8 bekannt: Dieses Modell dürfte als sehr großer Ableger des Z4 im Jahr 2011 neu auf dem Markt erscheinen.

Wie groß das Vertrauen in den Erfolg der Sportwagen ist, zeigt eine der wohl mutigsten Unternehmensideen: Der Hersteller Artega in Delbrück will sich als Marke etablieren und dn Artega GT in Serie bauen. Das Auto soll sich in der Nische einer Nische etablieren, indem es eine Alternative zwischen Großserie und Exoten darstellt.

Aber Sportwagenpläne gibt es nicht nur bei Kia oder den deutschen Herstellern: Von April an kann laut Nissan Deutschland in Brühl bei Köln der neue GT-R bestellt werden, ausgeliefert wird er 2009. Dabei handelt es sich nicht um irgendein Coupé japanischen Zuschnitts, sondern um einen Sportwagen mit 353 kW/480 PS starkem Bi-Turbo-Motor. Noch stärker ist die Sportversion ZR1 des US-Klassikers Corvette mit 456 kW/620 PS. Gerade in den USA zeigt sich derzeit aber auch, dass Sportwagen und gutes Umwelt-Gewissen vereinbar sind: Die Produktion des Tesla Roadsters mit Elektromotor soll noch im März 2008 beginnen.

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