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Autoverkäufe in den USA VW Jetta gewinnt, Honda Civic verliert

Der Autoabsatz in den USA leidet unter den Folgen der Produktionsausfälle nach der jüngsten Naturkatastrophe in Japan. Gegen den Trend legt aber Volkswagen zu, was vor allem an einem Modell liegt.
Update: 04.07.2011 - 09:44 Uhr Kommentieren
Was der US-Passat zu bieten hat
A Volkswagen Passat is on display during the press day for the North American International Auto show in Detroit
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Der neue Volkswagen Passat während der North American International Auto Show in Detroit im Januar: Volkswagen hatte in den 1960er Jahren seine Glanzzeiten in den USA. Die Amerikaner liebten Käfer und Bulli. Nun, fünfzig Jahre später, sollen Jetta und Passat die Herzen zurückerobern. Doch die Konkurrenz ist stark ...

(Foto: Reuters)
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Im neuen VW-Werk in den USA wird nur ein Autotyp produziert: die US-Version der Mittelklasselimousine Passat. Das Auto ist länger und breiter als sein deutscher Namensvetter, sieht aber auf den ersten Blick ähnlich aus: schräge Scheinwerfer, grillförmiger Lufteinlass mit großem VW-Logo. Werbung machte VW für seine Modelloffensive bereits mit einem gelungenen "Darth-Vader"-Spot, der für einiges mediales Aufsehen sorgte.

(Foto: dapd)
Der neue Volkswagen PassatVW Passat 2010
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Mit dem US-Passat hat VW zum ersten Mal einen Wagen nur für den amerikanischen Markt konstruiert. Mit 4,9 Meter Länge ist er zehn Zentimeter länger als der klassische Passat und kommt schon fast auf die Größe einer Mercedes E-Klasse.

(Foto: PR)
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Auch bei den Motoren geht es amerikanisch zu: Der kleinste Benzinmotor hat bereits 170 PS, das Topmodell kommt auf 280 PS. Zusammen mit dem aus Mexiko stammenden Jetta sollen die Verkäufe der Marke in diesem Jahr von 257.000 auf 300.000 steigen und bis 2018 auf 800.000. Zusammen mit der Premiummarke Audi sollen es dann eine Million sein. Doch noch schreibt VW in USA rote Zahlen, weil die meisten Modelle zu ungünstigen Wechselkursen eingeführt werden müssen.

(Foto: dapd)
Der neue Volkswagen PassatVW Passat 2010
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Während Motor und Karosserie groß ausgelegt sind, bleibt VW bei der Preisvorstellung bescheiden: Um die 20.000 Dollar (rund 15.000 Euro) soll der Wagen kosten und damit auf Augenhöhe mit dem Marktführer Toyota Camry liegen. Der Billigpreis wird möglich durch die vergleichsweise niedrigen Löhne der US-Arbeiter in den Südstaaten von 15 Dollar pro Stunde.

(Foto: PR)
VW veroeffentlicht Details ueber neues US-Mittelklasseauto
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85 Prozent der Teile für den Passat kommen aus dem Dollarraum und bewahren VW vor Wechselkursverlusten. VW unterhielt bereits in den Jahren 1978 bis 1988 ein Werk in den USA, das aber wegen hoher Verluste geschlossen wurde.

(Foto: dapd)
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Die Grundversion wird von einem 125 kW / 170 PS starken Fünfzylinder-Benzinmotor angetrieben mit einem Highway-Durchschnittsverbrauch von 7,6 Litern. Der 103 kW / 140 PS Passat TDI kommt auf unter 5,5 Liter. Verfügbar ist zudem ein Sechszylinder-Benziner.

(Foto: ampnet)

New York Weil vor allem die japanischen Hersteller Toyota und Honda nicht in gewohntem Umfang produzieren konnten, war der Juni der bisher schlechteste Monat für den Autoabsatz in den USA in diesem Jahr. So ging die saisonbereinigte, auf das Jahr hochgerechnete Verkaufszahl nach offiziellen Angaben auf 11,5 Millionen Fahrzeuge nach 11,8 Millionen im Vormonat zurück.

Die Katastrophe im Frühjahr in Japan hatte nicht nur die Produktion der dortigen Herstellen gedämpft. Ebenso General Motors (GM) hatte wegen Problemen seiner Zulieferer aus Fernost ganze Fabriken stilllegen müssen. Die Folgen waren auch für die US-Gesamtwirtschaft drastisch. Weil die Industrieproduktion schwächelte, ging gleich das Wirtschaftswachstum deutlich zurück.

Die Hoffnungen richten sich nun auf eine Erholung ebenfalls der Autoproduktion im zweiten Halbjahr. „Einige Verbraucher haben sich zum Abwarten entschieden. Aber wir glauben, das ist nur ein temporäres Phänomen, sagte GM-Topmanager Don Johnson.

Gegen den Trend konnte sich Volkswagen behaupten. Der deutsche Autokonzern verkaufte rund ein Drittel mehr Fahrzeuge als im Vorjahr. Der VW Jetta hatte mit gut 17.000 verkauften Exemplaren den besten Monat seit es das Modell in den USA gibt. Das Fahrzeug verbuchte mit einem Absatzplus von 88,3 Prozent den größten Zuwachs unter allen Modellen aller Hersteller in den USA. Die kompakte Limousine wird von VW zu Preisen ab 16.500 Dollar plus Steuern (11.400 Euro) in den Markt gedrückt. Größter Verlierer war der Honda Civic, dessen Verkaufszahlen auf Monatsbasis um 34 Prozent einbrachen.

Volkswagen setzt damit seinen guten Lauf in den USA fort. Der größte europäische Autohersteller macht der amerikanischen und asiatischen Konkurrenz mit Kampfpreisen die Kunden streitig. Im Juni stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 35 Prozent auf mehr als 28.400 Wagen.

Auch BMW, Porsche und Mercedes laufen gut
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