Benzinpreise Super kostet jetzt mehr als 1,60 Euro

Die vorösterliche Spritpreisdebatte wird jetzt noch getoppt: Benzin ist an deutschen Tankstellen heute so teuer wie noch nie. Die Autofahrer mussten am Freitag im bundesweiten Durchschnitt 1,61 bis 1,62 Euro für einen Liter Superbenzin bezahlen.
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Preistafel an einer Tankstelle in Frankfurt. Quelle: dapd

Preistafel an einer Tankstelle in Frankfurt.

(Foto: dapd)

Hamburg/BochumWie Sprecher der Mineralölwirtschaft in Hamburg und Bochum mitteilten, hatte sich der Preis für den Liter Superbenzin gestern noch bei bei 1,605 Euro gehalten, doch bereits am Abend hatten die Mineralölfirmen ihre Preise nochmals angehoben. Der Benzinpreis bewegte sich seit drei Wochen knapp unter seinen alten Höchstständen vom Sommer 2008. Diesel kostet 1,47 Euro und lag damit noch drei Cent unter dem Höchststand von 2008.

Ursache seien vor allem die Notierungen am Rotterdamer Großmarkt für Ölprodukte. Sie liegen ebenfalls auf Rekordniveau. „Wir haben einen hohen Druck von den Beschaffungsmärkten“, sagte eine Shell-Sprecherin in Hamburg.

Nach Angaben von Aral und Shell haben die Produktpreise auf dem Benzinmarkt in Rotterdam erneut zugelegt. Aral sprach von 1.148 Dollar pro Tonne Superbenzin am Donnerstag. Der Ölpreis lag über 125 Dollar pro Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent. Im Sommer 2008 lag der Ölpreis bei rund 150 Dollar.

Im Frühling steigen die Produktpreise in Rotterdam schon seit Jahren an. Als Ursache nennt die Industrie den Benzindurst der US-Autofahrer: Die US-Raffinerien kommen zu Beginn der sogenannten Fahrsaison mit der Benzinproduktion nicht nach. Was an Benzin fehlt, wird unter anderem in Europa zugekauft. Eine Shell-Sprecherin fügte hinzu, neuerdings kaufe auch China Benzin auf dem Weltmarkt.

Offenbar treibt auch die Einführung des Öko-Benzins E10 die Preise hoch: Der Aral-Sprecher erinnerte daran, dass in den Preisen für das Rohbenzin noch nicht der auf 10 Prozent erhöhte Anteil Bioethanol enthalten sei. Bioethanol ist aber teurer als Benzin aus Öl.

Zuletzt hatte der Benzinpreis vor Beginn der Osterreisewelle am 14./15. April am Rekordniveau vom Sommer 2008 gekratzt, es aber nicht erreicht. Über Ostern war der Preis dann gefallen.

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7 Kommentare zu "Benzinpreise: Super kostet jetzt mehr als 1,60 Euro"

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  • Hätte der Benutzer Alfred_H sachlich argumentiert, so hätte er eine differenzierte Antwort über die Stärken und die Denkfehler seiner Argumentationsversuche erhalten. Da er es vorzog, mit wahrheitswidrigen Behauptungen und in bemerkenswert dümmlicher Weise über "Staatsratsvorsitzende" und Ähnliches zu schwadronieren, erhielt er genau die Antwort, die er verdient.

    Wer ernst genommen werden möchte, sollte sich so verhalten, dass es möglich ist, ihn ernst zu nehmen. So einfach ist das.

  • Nun seien Sie nicht so stur. Jeder, der wissen will, weiß, was gemeint war: Falls Sie zu den wenigen gehören, den man auf die Sprünge helfen muss:

    - unsere Exporte werden uns immer wie dem Esel die Mohrrübe vor die Nase gehalten, als Beweis, wie toll unsere Wirtschaftspolitik ist. Sicher bringt die deutsche Volkswirtschaft gute Produkte hervor. Nur nützt das nichts, wenn sie niemand wirklich bezahlen kann und wir dafür nur wertlose Schuldscheine erhalten. Ob wir nun Welt- oder Vizemeister sind, ändert an der Argumentation nichts, dass die Wirtschaftpolitik, die solche Widersprüche ignoriert und befördert Schrott ist. Wenn wir unsere Güter schon verschenken, dann können wir sie auch denen geben, die sie erarbeiten. Womit wir bei 2. Punkt sind.

    - spiegelbildlich zur Exportstärke wird uns aus dem Ausland unser verhältnismäßig schwacher Binnenkonsum vorgeworfen. Ob er er nun tatsächlich nominal, nur real oder gar nicht sinkt, ist auch hier nicht so wichtig. Alle wissen, dass zumindest der Reallohn (als andere Seite der deutschen Stabilitätskultur, die unsere Berliner Politamateure gerade zu Grabe tragen), seit Euroeinführung u.a. wegen Entfall der "DM-Dividende" (erhöhte Massenkaufkraft für Importgüter) gemäß der offiziellen Statistiken kaum aber die Sparquote u.a. wegen der Unsicherheiten im Finanzsystem etwas gestiegen ist (http://www.bvi.de/de/statistikwelt/wirtschaft_und_investmentfonds/sparquote/index.html). Was das für den Binnekonsum heisst, ist ja wohl klar! Ganz zu schweigen von den Abermilliarden Abfluss von Investitionskapital, dass unsere Banken in Europa verzockt und in Blasen fehlalloziert haben.

  • Weder sinkt die Binnennachfrage, noch sind wir Exportweltmeister.

    Aber wen stören schon Fakten, wenns ans fröhliche Schwadronieren geht!

  • Benzin ist immer noch viel zu billig. Als überzeugter Radfahrer fühle ich mich stärker denn je durch Autofahrer bedroht. Außerdem ist der Verkehrslärm eine Zumutung. Darum kann Benzin gar nicht teuer genug sein. Ich habe bereits 2008 mein Auto verkauft und damit bewiesen, dass man ohne Auto leben kann. Kein Auto zu haben steigert sogar spürbar die Lebensqualität. Auch bin ich zutiefst glücklich, dass ich nicht mehr die unverschämten Gehälter der Autobosse mitfinanzieren muss.

  • Der Benzinpreis schießt in die Höhe und die Ramsau schlägt eine Finte indem er so tut, als wolle er dem Autofahrer durch Sanierung der Verkehrssünderkartei etwas Gutes tun. Ein billiges Ablenkungsmanöver. Die steigenden Benzingrundpreise sind von unserer Regierung gewünscht. Auf den Grundpreis kommt die Mineralölsteuer, die Öko-Steuer, die E10-Nicht-Verkauft-Zwangsabgabe und die Mehrwertsteuer. Je höher der Grundpreis, desto höher die Abgaben. Staatsratsvorsitzende Merkel, 100.000DM-Schäuble und Ramsau jubilieren. Der Binnenkonsum geht zurück. Egal. Wir sind doch Exportweltmeister. Gleichzeitig überweist Merkel regelmäßig an die EU-Staaten, damit sie unsere Exporte und somit deren Importe auch bezahlen können. Und was nicht bezahlt werden kann wegen Pleite, ist auch egal. Auf dem Papier sehen die Zahlen gut aus. Die Realität spielt keine Rolle.

  • Hohen Druck von den Beschaffungsmärkten......was für ein Schwachsinn !!!!!
    Steigende Inflation und flucht von spekulanten in die Rohstoffe treiben den Preis hoch.
    Die korrupten Ölkartelle lassen wir mal beiseite......und die Abzockesteuer vom Staat

  • Na das paßt doch!

    Das 2011er D-Mark/(T)Euro 1:1 Prinzip:

    2001 1L 1,42 DM
    2010 1L 1,42 €

    und jetzt
    2011 1L 1,61 €

    Die Eurowährung ist wahrlich ein Segen für den Bürger, ich muß ja nicht mehr umtauschen, wenn ich in Urlaub fahre.
    Nur blöd, daß ich mir einen Urlaub nicht mehr leisten kann.

    Benzinpreise von 1920 - 2010 hier:

    http://www.was-war-wann.de/historische_werte/benzinpreise.html

    Das gleiche gilt für Lebensmittel und Energie!
    Tendenz weiter steigend."
    Hauptsache Exportüberschüße, wertlose GIPSI-Schuldscheine und Euroinflationierung, DANKE nach Berlin für die letzten 10 Jahre Dilettantentums.

    Fuck Euro, fuck EU - please comeback D-Mark!

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